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Steuerrecht: Baden-Württemberg schlägt Arbeitszimmer-Pauschale vor

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Beschränkung der steuerlichen Absetzbarkeit von Arbeitszimmern als verfassungswidrig angesehen hatte (ShortNews berichtete), hat Baden-Württemberg einen Vorschlag zur Neuregelung gemacht. Dies bestätigte Landesfinanzminister Willi Stächele (CDU).

Demnach soll in Zukunft für ein zum Werbungskostenabzug berechtigendes, häusliches Arbeitszimmer ein Pauschalbetrag von 960 Euro geltend gemacht werden können. Diese Änderung sei nach Stächele aufkommensneutral, da die 960 Euro den durchschnittlichen Kosten eines solchen Zimmers entsprechen.

Aufgrund der Pauschalierung würden zudem Verwaltung und Bürger von unnötiger Bürokratie entlastet, da keine Einzelnachweise mehr geführt werden müssten. Unabhängig von dieser Regelung sollen Einrichtung und Arbeitsgeräte wie Schreibtisch oder PC auch weiterhin steuerlich voll absetzbar bleiben.


WebReporter: SentialS
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arbeit, Steuer, Baden-Württemberg, Zimmer, Pauschale
Quelle: www.ad-hoc-news.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2010 21:11 Uhr von Rapunzelchen
 
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Steuergerechtigkeit? Bekommt dann jemand, der in seiner Besenkammer unter der Treppe einen 486er aufgebaut hat, ebenso viel Geld zurück wie jemand, der einen großen Raum mit allem, was dazu gehört, eingerichtet hat?
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17.08.2010 22:24 Uhr von SentialS
 
+1 | -0
 
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Hallo Rapunzelchen!

Also zunächst mal heißt das noch nicht, daß du etwas zurück kriegst. Da müssen schon noch mehr Voraussetzungen erfüllt sein.

Aber dein Einwand mit der Steuergerechtigkeit hat schon seine Berechtigung, denn genau das, was du schreibst, bedeutet es.
Wenn die Besenkammer als Arbeitszimmer durchgeht, dann kann derjenige 960 Euro geltendmachen. Genauso wie der mit dem Top-Büro.

Aber das ist immer das Problem, was Politiker nicht dazusagen, wenn sie von "Vereinfachungen" sprechen. Meistens wird es dann nämlich ungerechter.

[ nachträglich editiert von SentialS ]

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