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"Mitochondriale Eva": Die Mutter der heutigen Menschen lebte vor 200.000 Jahren

Marek Kimmel von der Rice University und Krzysztof Cyran von der Universität Gliwice (Polen) haben neue Erkenntnisse über die so genannte "Mitochondriale Eva" gewonnen. Sie stellt gewissermaßen den mütterlichen Urahn aller heutigen Menschen dar und muss vor ungefähr 200.000 Jahren gelebt haben.

Zu diesem Ergebnis gelangte das Forschungsteam durch einen Vergleich von zehn unterschiedlichen Modellen. Jedes dieser Modelle versucht, das Alter des weiblichen Urahns der Menschheit auf Basis verschiedener Annahmen weiter einzugrenzen. Dazu gehört etwa die Ausbreitung der Menschen auf der Erde.

Mitochondrien verfügen über ein eigenes Genom, was die Sequenzierung einer bestimmten hypervariablen Region vereinfacht. Diese Region wurde in Kombination mit den Modellen zur näheren Eingrenzung des Alters benutzt. Alle Modelle lieferten bei der Auswertung ähnliche Ergebnisse: rund 200.000 Jahre.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mensch, Mutter, Forscher, Modell
Quelle: www.sciencedaily.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.08.2010 20:31 Uhr von alphanova
 
+15 | -1
 
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Schon interessant, dass die Modelle trotz unterschiedlicher Vorbedingungen ungefähr das gleiche Ergebnis geliefert haben.
Mit etwas (viel!) Glück finden sich in irgendwelchen Gesteinsschichten vielleicht sogar Überreste von DER Eva. Professor Zufall hat schon so manche Entdeckung gemacht.
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17.08.2010 20:38 Uhr von HansZ
 
+2 | -2
 
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Inzest!
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17.08.2010 21:17 Uhr von Lyko
 
+3 | -1
 
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Wir Menschen hatten schon oft mehr Glück als Verstand...aber vor 200.000 Jahren mal sehr extrem.
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18.08.2010 00:03 Uhr von Sopha
 
+1 | -1
 
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Ich komm jetzt nicht ganz mit...

Mein vorwissen sagt mir das Evolution zu langsam ist um in nur 200k Jahren Mitochondrien einzubauen. Ist es also die Zeit zu der DIE mtDNA als erstes vorkam oder die in der andere gen. Variaten durch Selektion/Gendrift ausgestorben sind? Und das die heutigen Unterschiede nur durch Mutationen hervorgerufen sind...


Um die Zeit ist mein wissensch. Englisch leider qualitativ minderwertig...
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18.08.2010 01:24 Uhr von joker89
 
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mitochondriale Evolution: @Sopha
würde vermuten, dass es sich um deine zweite Annahme handelt. Mitochondrien gab es davor auch (eukaryotische Zelle und so). Die anderen sind halt einfach ausgestorben.
Und "nur durch Mutation" ist relativ zu sehen. Es mutiert ja dauernd was und besonders im mitochondrialen Erbgut, da hier soweit ich weiß keine Reparaturmechanismen greifen (oder zumindest nicht so ausgeklügelte). Da aber die evolutionäre Selektion immernoch "aktiv" ist, gerade weil es ja um die "Kraftwerke der Zelle" wie man so schön immer ließt geht, kommt es zu einer beschleunigten mitochondrialen Evolution die die heute vorhandenen Unterschiede durchaus begründet
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18.08.2010 02:35 Uhr von djsinus
 
+0 | -0
 
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Hmm R.I.P., Eva!

:o)
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18.08.2010 16:22 Uhr von cheetah181
 
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Sopha und joker89: Ja, es handelt sich um die zweite Annahme:

"Die Mitochondriale Eva stellt weder die erste Frau noch die einzige Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt der Vergangenheit dar. Eva hatte viele Zeitgenossinnen; die mitochondrialen Erblinien der anderen Frauen starben aber aus, während die von Eva überlebte."

http://de.wikipedia.org/...

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