16.08.10 06:39 Uhr
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Südkorea ist bereit für eine Wiedervereinigung mit dem Norden

Ginge es nach dem Willen von Südkoreas Präsident Lee Myung Bak, so könnte es schon bald zu einer Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea kommen. Die Pläne sehen insgesamt drei Schritte vor. Zuerst eine Friedensgemeinschaft, dann eine Wirtschaftsgemeinschaft und zum Schluss eine gemeinsame Nation.

Natürlich müsste auch Nordkorea für eine mögliche Wiedervereinigung der beiden Staaten ein paar Zugeständnisse machen. Wie etwa die atomare Abrüstung. Um das Vorhaben zu finanzieren, soll eine neue Steuer eingeführt werden.

Unterdessen gibt es aber auch noch Streitigkeiten zwischen beiden Ländern wegen eines Militärmanövers der Südkoreaner und einer südkoreanischen Korvette, welche im März von nordkoreanischen Streitkräften versenkt worden war.


WebReporter: mindflash81
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Nordkorea, Südkorea, Wiedervereinigung, Lee Myung Bak
Quelle: www.zeit.de
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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.08.2010 06:39 Uhr von mindflash81
 
+17 | -0
 
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Es wäre natürlich eine Sensation wenn es wirklich gelänge die beiden Staaten wieder zu vereinigen. Aber ich kann es mir leider beim besten Willen nicht vorstellen, dass so etwas in den nächsten Jahren passiert.
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16.08.2010 07:08 Uhr von Menthanar
 
+3 | -2
 
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naja, der führer nordkores wird wie jeder andere auch älter und älter.

und wenn das unvermeidliche eintritt will südkorea bestimmt bereit sein.
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16.08.2010 07:14 Uhr von Haruhi-Chan
 
+8 | -1
 
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Das wäre in der Tat mal eine Sensation.
Nordkorea wird das in dem aktuellen Zustand sicher nicht zulassen, aber sollte der Diktatur da ableben ist der Weg so gut wie frei, das Land müsste sich komplett neu orientieren und da könnte eine Wiedervereinigung durchaus drin sein.
Bleibt nur abzuwarten.
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16.08.2010 07:54 Uhr von pippin
 
+17 | -0
 
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Tja, zu begrüßen wäre es ja: Vor allem für die - allen zugänglichen Informationen zufolge - sehr stark unterdrückte Bevölkerung.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die nordkoreanische Bevölkerung nach "Art" der DDR-Bevölkerung gegen die eigenen Unterdrücker erhebt.

Und Menthanars Hinweis auf das "Auswachsen" des Problems durch den Alterungsprozess ist auch eher dürftig bis sehr sehr unwahrscheinlich. Die Führung des Landes wird in Nordkorea innerhalb der Familie quasi "vererbt".
Der aktuelle Diktator Kim Jong-Il ist Sohn des 1994 verstorbenen Kim Il-Sung, der defakto immer noch rechtmäßiger Präsident des Landes ist. Kim Jong-Il baut inzwischen seinen jüngsten Sohn Kim Jong-Un als seinen Nachfolger auf. Sein ältester Sohn Kim Jong-Nam, der zunächst als sein Nachfolger galt, hat wohl die Gnade seines Vaters verloren und lebt laut letzten Informationen von 2009 in Macao und soll da auch um politisches Asyl gebeten haben.

Das Militär in Nordkorea wird zudem noch völlig auf Staatstreue gedrillt, dass ich kaum annehme, dass die eventuellen Protesten ohne Reaktion zuschauen werden.
Beim Geheimdienst Nordkoreas munkelt man, dass sich dagegen selbst die Stasi als Kindergartentruppe ausmacht.

Alles in allem, schätze ich die Wiedervereinigung Koreas als eher unwahrscheinlich ein. Ich würde mich aber umso mehr freuen, wenn ich mich irre.
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16.08.2010 08:13 Uhr von opheltes
 
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mhm: Wers glaubt wird seelig.
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16.08.2010 09:37 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+1 | -4
 
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Nordkorea bekommt Geld von zwei Seiten:
1. Von China, das nicht will, dass ein freiheitlich-demokratischer Verfassugsstaat direkt an China angrenzt, dem also der Status quo (dessen Aufrechterhaltung freilich nicht umsonst zu haben ist) ganz recht sein dürfte.
2. Von Südkorea.
Südkorea muss folgenden Drahtseilakt bewältigen: Dort wurde in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme wirtschaftliche Produktivitätssteigerung und somit ein enormer Wohlstandszuwachs erreicht. Den will man sich unter keinen Umständen wegnehmen lassen. Eine Wiedervereinigung mit dem Norden, der wirtschaftlich am Ende ist und wo die Menschen nicht einmal genug zu Essen haben würde den Wohlstand Südkoreas stark einschüren. Ergo will Südkorea (oder sagen wir mal: der Großteil der Vevölkerung) gar keine Wiedervereinigung.
Dennoch: Der Schein muss in der Weltöffentlichkeit gewahrt bleiben. Schließlich will man sich ja als offenes, demokratisches Land präsentieren. Und: Die Brüder und Schwestern im kommunistischen Norden (die wohl eh niemand mehr kennt) darf man ja nicht verhungern lassen. Deshalb muss man sie unterstützen. Was also von außen wie Solidarität aussieht, hat den einfachen Hintergrund, den Status quo aufrechtzuerhalten.

Wiedervereinigung is also nicht! :-(
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16.08.2010 10:11 Uhr von sicness66
 
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Billig typisches Politikergeschwätz.

Friedensgemeinschaft: Seit 55 Jahren im Kriegszustand, mal ab und zu ein paar Menschen über die Grenze lassen. Die einen träumen vom Atomstaat. Die anderen machen Militärübungen mit der USA...

Wirtschaftsgemeinschaft: Nordkorea ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die eigene Bevölkerung kann sich kaum selbst ernähren. Südkorea ist in den Top20 der größten Volkswirtschaften der Welt. Nordkorea hat kaum Handelspartner und müsste einen radikalen Systemwechsel vollziehen, denn der Süden kann wohl kaum eine ganze Volkswirtschaft zum blühen bringen. Kennen wir ja auch aus einem anderen Land...

Einheit der Nation: Sollten die ersten beiden Faktoren erfüllt werden, könnte es klappen, da die Koreaner einen anderen Nationalstolz besitzen als zb wir Deutschen.
Aber was hat Helmut Kohl gesagt? Wenn der politische Wille da ist, siegt dieser auch über die wirtschaftliche Vernunft. Also wenn nur die geringste Chance zu Vereinigung besteht, wird sie ergriffen werden. Und dann sitzen sich 2 Koreas nicht in Augenhöhe gegenüber und dann stehen sie vor dem gleichen Dilemma wie wir...
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16.08.2010 11:53 Uhr von Mario1985
 
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auch: eine Wiedervereinigung Deutschlands konnte sich bis vor 21Jahren niemand vorstellen....... Also würde ich die Vereinigung dieser Beiden Staaten nicht wirklich als unmöglich betrachten
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16.08.2010 15:51 Uhr von pippin
 
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@Mario1985: Ich persönlich sehe die Wiedervereinigung Koreas nicht als unmöglich an. Allerdings gibt es da gravierende Unterschiede gegenüber der deutschen Vereinigung.

Wie ich schon geschrieben habe, ist Nordkorea eine Art "Erbdiktatur", bei der der aktuelle Diktator bereits zu Lebzeiten seinen eigenen Nachfolger "heranzüchtet". Dagegen ist die DDR-Staatsführung immer älter geworden, ohne dass nennenswerter Nachwuchs am Start war. Egon Krenz als Staatsratsvorsitzender war ja nun auch nicht gerade ein Jungspund. Die wären wirklich ausgestorben ;-)

Auch auf die Gefahr hin als Korinthenkacker bezeichnet zu werden: Wann wird endlich die Deutsche Einheit als Vereinigung und nicht als WIEDERvereinigung bezeichnet???
Man kann etwas nicht wiedervereinen, dass es vorher nicht gegeben hat!
Ich kann jeden Polen gut verstehen, der bei der Bezeichnung "Wiedervereinigung Deutschlands" das kalte Grausen kriegt.

[ nachträglich editiert von pippin ]
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28.09.2010 01:03 Uhr von ElChefo
 
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@pippin: Du weisst aber schon, das die aktuelle Grenzziehung durch alle Alliierten inklusive den Sowjets im Potsdamer Abkommen beschlossen wurde?

Die Teilung vollzog sich erst nach der Gründung einer Bundesrepublik Anfang 1949, nämlich etwa ein halbes Jahr später.
Man könnte allerdings auch härter argumentieren, indem man die Proklamation der DDR im Oktober ´49 als Bruch mit der gemeinsam vereinbarten Neu- und Umgründung auf den nachkorrigierten Grenzen von 1937 bezeichnet. Und zwar im doppelten Sinne: Erst gibt man Teile des alten Reichsgebietes an die Polen und dann reisst man die "vierte Besatzungszone" aus den Planungen um einen eigenen Marionettenstaat zu basteln.

Von daher ist der Begriff WIEDERvereinigung schon passend. Auch wenn noch so viele Leute heute beschreien, es wäre eine Annexion, Anschluss, Einverleibung oder was sonst noch gewesen.

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