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Lichtenau: 26-Jähriger berührt Draht an Lichterkette und stirbt

Ein 26-Jähriger ist in Lichtenau (Kreis Rastatt) an einen Strom führenden Draht einer Lichterkette gekommen und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten.

Nach Angaben der Polizei war der junge Mann in der Nacht zum Sonntag bei einer Tanzveranstaltung in einem Schützenhaus, als er wohl im Vorbeigehen an den Draht kam, der von der Lichterkette herunterhing.

Trotz Hilfe durch einen herbeigeeilten Notarzt verstarb der junge Mann im Krankenhaus. Bei den Ermittlungen zur genauen Unfallursache soll der Polizei nun ein technischer Gutachter helfen.


WebReporter: euruba92
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Todesfall, Lichterkette, Lichtenau
Quelle: www.swr.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.08.2010 07:35 Uhr von PeterLustig2009
 
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16.08.2010 08:24 Uhr von McStefan
 
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@PeterLustig: 200mA können bereits tödlich sein (0,2 A). Es kommt immer auf die Dauer der Stromeinwirkung an. Und auch nicht der Strom direkt ist tödlich sondern die 50Hz mit der unser Netz betrieben wird. Durch die Frequenz kann das Herz "Schluckauf" bekommen und es kommt zum Herzversagen. Dies kann im übrigen auch noch bis zu 24 Stunden später eintreten. Deshalb werden nach Unfällen mit el. Strom immer EKGs gemacht um ein Herzflattern ausschließen zu können. Die 16A oder 32A Sicherungen schützen die Leitung. Nicht die Person die dran hängt. Deshalb werden auch immer mehr FI-Schutzautomaten eingesetzt. Diese lösen bereits im mA Bereich aus und können sowas verhindern.

Wirkung von Strom auf den menschlichen Körper kann man hier nachlesen:

http://de.wikipedia.org/...

Ich kann mir nur vorstellen das der Untergrund feucht und der Kerl nach der Disco recht verschwitzt war. Der Draht muß sich dann in der Kleidung verfangen haben und somit kam er nicht schnell genug weg.

[ nachträglich editiert von McStefan ]
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16.08.2010 08:29 Uhr von jpanse
 
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@Peter Lustig: geh mal wieder in deinen Keller...
50mA können bereits tödlich sein. Die Sicherung schützt dich nicht. Nur bei Überlast oder Kurzschluss. Der Auslösestrom für einen normalen B16 Automaten liegt um ein vielfaches als das was ein Mensch vertragen könnte.

Das erklärt so manches:
"Hab selber schonmal nen Stromschlag an einer 380V/32A Leitung abbekommen"

@McStefan

200mA? Quelle?


Das sehen viele anders:
"aber ohne bleibende Schäden oder Verletzungen davongekommen"

[ nachträglich editiert von jpanse ]
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16.08.2010 08:32 Uhr von jpanse
 
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Niederfrequenter Wechselstrom kann schon bei einer Stromstärke von 50 Milliampere zum Tode durch Kammerflimmern führen. Bei der in Deutschland und anderen europäischen Staaten üblichen Frequenz von 50 Hertz wirkt der Wechselstrom 100 mal pro Sekunde auf die empfindliche Phase des Herzmuskels ein. Die Verdopplung ergibt sich durch den Umstand, dass sowohl die positive als auch negative Halbwelle des Wechselstromes biologisch wirkt.
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16.08.2010 08:37 Uhr von McStefan
 
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@jpanse: Quelle habe ich angegeben. Aber die stimmt auch nur zum Teil da es eigendlich ein Schaubild dafür gibt da die Auswirkung nicht linear verläuft. Aber wie gesagt nicht die Stromstärke machts sondern Stromstärke + Dauer
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16.08.2010 09:11 Uhr von ted1405
 
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@PeterLustig: "Hab selber schonmal nen Stromschlag an einer 380V/32A Leitung abbekommen. Das tat dann zwar richtig weh, aber ohne bleibende Schäden oder Verletzungen davongekommen."

Mit 240V in Berührung zu kommen ist zwar meist nicht tödlich (ich schätze, fast alle Elektriker haben diese Erfahrung unfreiwilligerweise schon mal gemacht), es hängt aber auch ganz stark von den Gegebenheiten ab.
Sicher ist: wenn die Spannung auch nur ein wenig länger auf den Körper einwirkt und genügend Strom fließt, dann ist das tödlich.

Deine besagten "380V" sind übrigens nichts anderes und auch nicht gefährlicher als die 240V-Leitungen. 380V sind lediglich DREI 240V-Leitungen mit jeweils um 120° verschobener Phase. Die 380V ergeben sich nur aus dem Phasenunterschied der drei Leitungen. Um diesen "380V" also wirklich voll ausgesetzt zu sein, müsstest Du alle drei Leitungen gleichzeitig und möglichst an unterschiedlichen Punkten deines Körpers berühren. Äußerst unwahrscheinlich und somit bist Du aller Wahrscheinlichkeit auch "nur" 240V begegnet.

Und ganz nebenbei ...
Die Spannung selbst tötet nicht, wenn der Widerstand groß genug ist und dadurch nur ein sehr geringer Strom fließt. Es macht also z.B. einen ganz erheblichen Unterschied, ob ich eine solche Leitung z.B. mit regendurchnässter Kleidung/Körper berühre oder staubtrocken nur mit meiner Hornhaut einmal ganz knapp dran vorbeischramme. Ebenso relevant ist der Druck, mit welchem ich meinen Finger oder was auch immer gegen die Leitung drücke.
Und da die wenigsten mit Absicht ihren Finger auf eine Leitung drücken, sondern sie meist nur versehendlich knapp streifen, ist das auch der Grund, weshalb die meisten Menschen bei solchen Begegnungen eher Glück haben und ihnen nichts passiert.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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16.08.2010 10:22 Uhr von rpk74ger
 
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jeder Weidezaun bekommt 1000V angelegt: wie sagte unser e-technik professor immer: spannung tut nur weh, strom macht klein, schwarz und hässlich ;-)
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16.08.2010 10:27 Uhr von PeterLustig2009
 
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@McStefan: Sorry wenn ich mich falsch ausgedrückt habe. War vielleicht doch noch ein wenig früh ;)

Mir ist durchaus bewußt dass die Sicherung die Leitung schützt und der Schutazutomat den Menschen bzw. andere Lebewesen.

@jpanse
Heut morgen den Kampf beim Aufstehen verloren oder warum so mies gelaunt dass man direkt beleidigend werden muss.
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16.08.2010 10:28 Uhr von PeterLustig2009
 
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@ted: Sehr richtig, ich sehe du kennst dich aus ;)
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16.08.2010 10:38 Uhr von Subzero1967
 
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@PeterLustig: Du schreibst (was übrigens absolut Falsch ist) das 230V in der Regel nicht Tödlich sind.Nun meine Frage woran verstarb dann deiner Meinung nach der 26jährige arme Kerl.
Es wird ihn keiner mit dem 16A Automaten erschlagen haben.

Und einen Stromschlag von echten 380V ohne Verletzungen zu überstehen ist unmöglich.Denn an den Ein und Austritts punkten sieht man mindestens kleine Verbrennungspunkte.

Wie schon mehrfach beschrieben sagt die Sicherung nichts über den tatsächlichen Stromfluss aus.

Ich gehe davon aus das der junge entweder ein schwaches Herz hatte oder er einfach absolut Übermüdet und in folge dessen so sehr geschwächt war.
Cola oder ähnliches kann hier auch eine Rolle gespielt haben.
Andererseits ich bin kein Arzt.

Mein Beileid an die Hinterbliebenen.
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16.08.2010 10:47 Uhr von Marple67
 
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@ted
Die 380V liegen zwischen 2 Phasen an, 3 Leitungen (Phasen) brauchst du dafür nicht zu berühren. Die 380V Dreieckspannung stammen übrigens noch aus 220V Zeiten, bei 240V wären es 415V.

@PeterLustig
25mA die durch den Rumpf fließen können schon tödlich sein, können nicht müssen.

Zum Thema: Wenn der Unglückliche mit den Füßen gut geerdet war (mit Lederschuhen im Matsch), reicht eine leichte Berührung der Phase mit der linken Hand aus um recht zuverlässig den Löffel abzugeben.

[ nachträglich editiert von Marple67 ]
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16.08.2010 10:54 Uhr von sevenOaks
 
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@peter: bitte, wenn man keine ahnung hat und dann auch noch so einen first-post abliefert gehört er einfach nur wieder ins bett -.-

glaub´ ruhig den elektronikern, wie u.a. mcstefan - und auch mir. wir haben das GELERNT und WISSEN wovon wir reden!

dein ´sicherungsautomat´ ist auch nur dafür da, wenn ein kurzschluss (strom auf pe-leiter, bitte bei bedarf googeln) entsteht, bzw. die leitung massiv überlastet wird - und meistens wird sie dass durch einen menschen NICHT (körperwiderstand).
deswegen ´zappeln´ die leute auch am strom -.-
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16.08.2010 11:27 Uhr von omar
 
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@rpk74ger: "klein, schwarz und hässlich"... (das trifft sicher auch auf einige Lebende zu...).
*grins*
Ich mag den Humor deines Profs.
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16.08.2010 12:10 Uhr von qatari_guy87
 
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folgen eines stromschlages: leute leute leute... einige laien sollten lieber nicht falsche geruechte verbreiten. nachher glaubt euch das noch einer. beim drehstromnetz muss man nicht alle drei leiter gleichzeitig beruehren. der groesste schwachsinn den ich je gehoert habe. es reicht wenn man zwischen zwei aussenleitern haengt.
wechselspannungen ueber 50V sind lebesgefaehrlich sowie gleichspannungen ueber 120V. aus sicherheitsgruenden ist das arbeiten unter den genannten spannungen verboten, es sei denn, die anlage darf aus wichtigen gruenden nicht freigeschaltet werden. in dem falle darf nur eine elektrofachkraft daran arbeiten.
ausserdem kommt noch hinzu, dass die spaeteren folgen lebensbedrohlich sind. durch verkohlung der haut koennen die nieren versagen und durch elektrolytische zersetzungen im blut kann es auch erst nach einigen tagen zu schweren vergiftungen kommen. beide faelle koennen zum tode fuehren. koennt ja auch mal in die VDE schauen. ;)
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16.08.2010 13:46 Uhr von PeterLustig2009
 
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@seve-Oaks: Wie gesagt habe ich mich falsch ausgedrückt, bzw relevante Dinge die zu meiner Meinung führten, nich thingeschrieben. Lag wohl an der Uhrzeit.

Und nur so zur Info bin ich durchaus vom Fach, auch wenn ich mittlerweile in einem anderen Gebiet (Informatik) tätig bin. Habe seinerzeit eine Ausbildung zum Energieanlageneltroniker abgeschlossen
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16.08.2010 14:03 Uhr von ted1405
 
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@Subzero1967 / @Marple67: @Subzero1967

"Und einen Stromschlag von echten 380V ohne Verletzungen zu überstehen ist unmöglich.Denn an den Ein und Austritts punkten sieht man mindestens kleine Verbrennungspunkte."

Die Aussage ist unsinnig.
Wie oben schon geschrieben bringt jedes Weidezaungerät mehrere 1000V aufs Parkett, aber umbringen tut´s die wenigsten.

Und auch die Berührung einer 240V oder 380V-Leitung muss nicht automatisch mit Verbrennungsspuren einher gehen. Schon gar nicht, wenn derjenige gerade gut issoliert stand oder das Kabel (genauer den Leiter) nur in einer flüchtigen Bewegung kurz streifte. Gut zwiebeln tut´s dennoch - keine Frage, aber Spuren davon müssen nicht zwingend gegeben sein.

@Marple67:
Meine Ausbildung dahingehend ist schon ein paar Jahre her. Jepp - ist eigentlich logisch, daß mit der Anhebung der 220V auch die 380V nimmer ganz so aktuell sind. Merci für die Info! ;-)

Zum Thema Elektrik fällt mir dann noch spontan der Spruch ein: "Der unvorsichtige Elektriker wird schnell zum leitenden Angestellten." ... nun ja.

@All / zum Thema:
Letztlich kann man wohl sagen, daß der arme Kerl ziemliches Pech hatte. Einerseits, weil er ausgerechnet ein blankes Kabel berührte, andererseits, weil es ihn auch gleich umbrachte. Ich hoffe nur, daß sich ein Verantwortlicher finden wird. Für die Angehörigen tut es mir einfach nur Leid.
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16.08.2010 21:02 Uhr von choosi
 
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Respekt: Ist ja in Ordnung dass die "Stromproblematik" hier diskutiert wird. Ihr solltet jedoch bedenken dass hier ein lebenslustiger junger Mann ums Leben gekommen ist der einfach nur einen schönen ABend verbringen wollte. Er hinterlässt bei seiner Familie und seinen Freunden eine Lücke die duch nichts zu füllen ist. Auch nicht durch rücksichtslose Bemerkungen hier.
Trotzdem.....Gott schütze Euch
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16.08.2010 21:20 Uhr von MBGucky
 
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@ted1405: Zitat: "Ich hoffe nur, daß sich ein Verantwortlicher finden wird."

Keine Sorge. Der Veranstalter des Festes ist auf jeden Fall erst mal Schuld. Ein blankes Kabel ist nämlich ein technischer Defekt und mit diesem hätte er die Lichterkette nicht in Betrieb nehmen dürfen.
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16.08.2010 22:44 Uhr von andreas-san
 
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Wir Trauern: Hallo zusammen,
es ist traurig wie technisch hier der Tod eines jungen Menschen kommentiert wird.
Wir jedenfalls trauern um ihn.
Auch wir hoffen, dass die Ermittlungen in die richtige Richtung gehen.
Gruß Andreas
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16.08.2010 22:52 Uhr von m-s
 
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Respekt: Danke choosi, danke Andreas-san!
Das Wie und Warum kann hoffentlich geklärt werden, wobei es mir eigentlich echt egal ist, wer dafür nun letztendlich die Schuld bekommt. Er lebt nicht mehr und dass kann durch nichts ersetzt werden. Ich kannte ihn und selbst wenn nicht finde ich einen Kommentar wie "Da scheint wohl jemandem ein Licht aufgegangen zu sein." ÄUSSERST geschmacklos!!
Ich finde die Geschichte sehr tragisch und bin fassungslos über seinen Tod.

[ nachträglich editiert von m-s ]
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17.08.2010 07:30 Uhr von Tsusi
 
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ich war dort der junge mann war barfuß.....
bin selbst draussen unter diesem schirm gestanden wie hundert andere leute auch.

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