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Kühlmittelvorrat erschöpft: "WISE" beobachtet nur noch im kurzwelligen Infrarotbereich

Der Kühlmittelvorrat des im Dezember 2009 gestarteten Infrarot-Satelliten "WISE" (Wide-Field Infrared Survey Explorer) neigt sich dem Ende zu. Seine Hauptaufgabe, nämlich die komplette Durchmusterung des Himmels im Infrarotbereich, beendete er allerdings schon am 17. Juli 2010 äußerst erfolgreich.

Um die ordnungsgemäße Funktion seiner Instrumente zu gewährleisten, mussten die Sensoren auf -261 Grad Celsius heruntergekühlt werden. Die Kühlung wurde mit Hilfe gefrorenen Wasserstoffs bewerkstelligt, der in zwei miteinander verbundenen Tanks untergebracht war. Der äußere Tank ist nun völlig leer.

Das vorhandene Kühlmittel im inneren Tank ermöglicht jedoch noch weitere Beobachtungen im kurzwelligen Infrarotbereich. Auf den rund 1,5 Millionen Bildern des Infrarot-Satelliten konnten Wissenschaftler unter anderem mehr als 29.000 bisher unbekannte Asteroiden und 15 neue Kometen identifizieren.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Satellit, Mission, Infrarot, WISE, Kühlmittel
Quelle: www.astronomie-heute.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2010 17:14 Uhr von alphanova
 
+14 | -0
 
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Alle Aufnahmen die nach dem 17. Juli gemacht wurden, sind praktisch ein i-Tüpfelchen im Missionsplan, da man nicht damit gerechnet hatte, dass WISE solange funktionieren würde.
In der Quelle steht, dass er nochmal fast die Hälfte des Himmels durchmustern könnte, bis auch das vorhandene Kühlmittel verbraucht ist.
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15.08.2010 18:09 Uhr von nQBBE
 
+3 | -0
 
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kommt es nur mir so vor: oder "leben" die ganzen sonden usw. immer länger als vorhergesagt?! Die beiden Marsrover sind ja auch noch immer unterwegs
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15.08.2010 18:41 Uhr von Tuvok_
 
+2 | -0
 
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Tja also: dann mal los rauffliegen und nachtanken :)
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15.08.2010 19:14 Uhr von unomagan
 
+8 | -0
 
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bei der Nasa arbeiten ja auch kluge köpfe. Die sagen halt kein Mist voraus der eh nicht klappt.
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15.08.2010 19:50 Uhr von zer0six
 
+3 | -2
 
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-261°C: Ist es im All nicht sogar noch kälter, oder heizt sich die Elektronik da so auf?
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15.08.2010 22:02 Uhr von ThoraEightySix
 
+8 | -0
 
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@zer0six: Nein, die Temperatur sollte eigentlich stimmen. Es gibt zwar den absoluten Nullpunkt (0 Grad Kelvin = ?273,15 °C), der ist aber rein theoretisch, weil es bei dieser geringen Temperatur zu keinerlei Bewegung mehr kommt.
Noch dazu kommt, dass die Sonne bzw. die Sterne ja ebenfalls Wärme abstrahlen.

Was ich vielmehr denke ist, dass die Außentemperatur für die Sonde bereits zu warm ist (die 261 sind - so glaube ich jedenfalls - nicht die Standarttemperatur unseres Sonnensystems. Selbst auf dem Pluto ist es gerade mal minus 230 °C warm) und es somit halt runtergekühlt wurde.

Und jetzt ohne in die Quelle geschaut zu haben, oder genaue wissenschaftliche Kenntnisse darüber zu haben, behaupte ich jetzt mal, diese geringe Temperatur hat was mit der Genauigkeit der Messung zu tun.

Und da diese halt auch nach dem Verbrauch der Kühlmittel nicht plötzlich ansteigt, sind weitere Messungen möglich, nur halt nicht mehr so genau.

[Edit nach Blick in die Quelle] Ich hatte halbwegs recht, die Eigenwärme der Sonde würde sonst die Messungen verfälschen, mit der Außentemperatur hat es wohl nur sekundär was zu tun.
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16.08.2010 08:58 Uhr von zeitgeist
 
+3 | -0
 
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im All ist es zwar kalt, aber nicht erfrischend: Das Nahe-Vakuum im Weltall ist zwar "kalt" im Sinne von wenig molekularer Bewegung. Der Wärmeaustausch gestaltet sich allerdings schwierig, weil "Leere" keine Wärme leitet. Bleibt nur noch thermische Strahlung, und die ist sehr gering. Kühlung ist eines der zentralen Probleme der Raumfahrt.

Und sone Sonde hat mechanische Reibungswärme und elektrische Wärme loszuwerden. Dazu kommt noch die Wärme der Sonne.

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