14.08.10 20:22 Uhr
 2.092
 

Oskar Lafontaine möchte Bundeswehr zu "Grünhelm-Armee" machen

In Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um die Zukunft der Bundeswehr hat der frühere Linken-Vorsitzende Oskar Lafontaine jetzt den Vorschlag gemacht, die Armee in eine "Weltfeuerwehr" zur Katastrophenbekämpfung umzuwandeln.

Lafontaine äußerte noch einmal seine Position, dass die Deutsche Bundeswehr laut dem Grundgesetz nur zu Verteidigungszwecken eingesetzt werden dürfe und somit keine Kriegseinsätze im Ausland leisten darf. Eine Bundeswehr als Berufsarmee würde einen Staat im Staate bilden und sei abzulehnen.

Sogenannte "Grünhelme" wären für Jugendliche eine begeisternde Herausforderung. So könnten junge Deutsche anstatt in Afghanistan Menschen zu töten, überall auf der Welt dazu dienen, Menschenleben zu retten.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Bundeswehr, Militär, Armee, Oskar Lafontaine, Grünhelm
Quelle: de.euronews.net

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine hält die Partei für "ängstlich und unsicher"
Oskar Lafontaine fordert von den Linken ein Umdenken in Flüchtlingspolitik
Linke-Politiker Oskar Lafontaine nennt Migranten "Lohn- und Mietkonkurrenz"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.08.2010 20:22 Uhr von Teffteff
 
+8 | -12
 
ANZEIGEN
Sicherlich wäre ein humanitärer Einsatz von Wehrpflichtigen eine bessere Alternative als ein Kampfeinsatz für dubiose Ziele einer bestimmten Klientel. Den eigentlichen Sinn einer Wehrpflicht sehe ich dadurch allerdings gefährdet.
Kommentar ansehen
14.08.2010 21:47 Uhr von ZzaiH
 
+22 | -13
 
ANZEIGEN
aha: und diese "weltfeuerwehr" hilft dann den mohnbauern in afghanistan direkt beim anbau anstatt ihn nur passiv zu bewachen oder was...?
Kommentar ansehen
15.08.2010 03:00 Uhr von ElChefo
 
+6 | -14
 
ANZEIGEN
Was für ein Idiot aus diesem Mann doch geworden ist.

Scheinbar hat die Senilität seinen Geist derart vernebelt, das er nur noch irgendwelche Phrasen nachbrabbelt und Dinge, die er selbst mitgeprägt hat, vergessen hat. Etwa das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 12.Juli 1994.

Was auch allgemein total vergessen/ignoriert/verdreht wird ist, das Grundwehrdienstleistende nicht in irgendwelche Auslandseinsätze geschickt werden. Dazu brauchts ein wenig mehr. Das ist halt das Schlimme daran, wenn Verweigerer die Sicherheitspolitik bestimmen.

Wie ein Vorredner schon schrieb, frei nach Dieter Nuhr:
Wenn man keine Ahnung hat,...
Kommentar ansehen
15.08.2010 03:22 Uhr von azru-ino
 
+16 | -6
 
ANZEIGEN
boah: Wieviele Ahnungslose hier sich tümmeln. Einige sind hier ja kategorisch gegen die Aussagen des Herrn Lafontaine, d.h. würde die CDU solch einen Vorschlag hervorbringen, dann wären hier Einige ganz anderer Meinung. Außer ,,Fresse halten!" und auf die Verfassung zeigen gibt es hier keine gescheiten Gegenargumente, wobei dieVerfassung ja nicht mal ultimativ ist. Immerhin wurde sie von Menschen entworfen und Irren ist bekanntlicher Weise menschlich - Vielleicht auch die menschlichste Eigenschafft. Naja, wie auch immer, der Bundesrepublik Deutschland hat es nie wirklich was gebracht ihre Trupoen ins Ausland zu schicken.
Kommentar ansehen
15.08.2010 03:41 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@azru-ino: Wenn man mal davon absieht, das insgesamt unser Ansehen auch durch unser Auftreten in Bündnissen und der Welt wiederhergestellt und gesteigert wurde, hast du sicher recht.

In der echten Welt ist es allerdings genauso. Denk mal an Agadir (1960), Türkei (1999), Russland (1992), Pakistan (2005), Bandah Aceh (2004). Nur um mal einige wenige zu nennen. Die genannten Aktionen machen vielleicht ein Zehntel des ganzen Umfangs aus. Wenn man mal von einigen ungebildeten Unkenrufen absieht, hat Deutschland international einen sehr guten Ruf. Nicht zuletzt auch deswegen, weil verantwortlich und mit Weitblick geholfen wird, wo es gerade benötigt wird.

Als es beispielsweise um Agadir ging, hat niemand nach nem Mandat gequengelt. Genauso hat niemand genörgelt, als es um die Tsunami-Hilfe in Südostasien ging. Leider geht sowas nicht immer ganz unproblematisch von Statten. Das beweist aber lediglich, das man auch gegen die Interessen einiger Krimineller helfen muss. Was zugegebenermaßen manchmal sogar weh tun kann.
Kommentar ansehen
15.08.2010 07:17 Uhr von aknobelix
 
+2 | -6
 
ANZEIGEN
ja die bundeswehr abschaffen oder nicht?

ich bin für die wehrpflicht,denn es werden zeiten kommen wo wir sie im inneren einsetzen werden und muessen.was in der welt passiert ist erstmal zweitrangig für mich-dem deutschen volke...
Kommentar ansehen
15.08.2010 10:34 Uhr von cyrus2k1
 
+7 | -2
 
ANZEIGEN
Was habt ihr alle für ein Problem damit: Die Idee ist doch gut, die Bundeswehr zu einer Art bewaffneten globalen Super THW zu machen. Dies ist doch jetzt schon eine Aufgabe für die die Bundeswehr oft eingesetzt wird. Nur am Image und der Existenzberechtigung würde noch etwas getan. Also ich finde die Idee sehr gut! Damit würden wir sicher mehr erreichen als im so gut wie verlorenen Krieg in Afghanistan, ach nein halt ist ja offiziell ein "Robuster Aufbaueinsatz" mit Panzerhaubitze 2000 :)
Kommentar ansehen
15.08.2010 11:58 Uhr von MaoD
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Also die ,die jetzt sagen,dass das volkommener Schwachsinn ist ,
1.sind CDU/CSU-wähler
2.müssten aufgrund ihres Alters wohl nicht mehr zur Bundeswehr
3.machen Lafontaine nur schlecht ,weil erbei der Linkspartei ist

Den Leuten wird einfach über Medien klargemacht ,dass Die Linke böse und CDU/CSU die Guten sind.Deshalb wird Lafontaine auch von manchen als seniler alter Mann abgetan.Aber meiner Meinung nach (wenns nach der CDU/CSU gehen würde ,dürfte ich keine haben) ist Die Linke demokratischer als unsere jetzige Regierung.Und wer hat schon damals gesagt ,dass ein schnelles Aneinanderwachsen der beiden deutschen Staaten sich negativ auswirken würde und sollte Recht behalten?
Ihr wollt also lieber irgendwelche 20-jährige in ihren Tod schicken(wen kümmerts?ihr kennt sie ja sowieso nicht) ,damit die widerlichen Wirtschaftstycoone den großen Reibach machen??
Ich befürworte Lafontaines Idee.Diese jungen Leute sollten
wissen ,wofür sie ihr Leben aufs Spiel setzen.
Leute,macht eure Augen auf und denkt mal an andere und nicht nur an euch!
Kommentar ansehen
15.08.2010 13:13 Uhr von StYxXx
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Naiv: Natürlich ist die Idee, dass die Bundeswehr bei humanitären Katastrophen hilft gut. Das sollte auch getan werden. Aber es ist naiv zu glauben, dass das einfach so friedlich ginge. In Gebieten wie z.B. Haiti gab es ein riesen Chaos. Da reichen nette Worte leider meist nicht. Selbst bei sowas positiven kann also Gewalt nötig sein, so hart es sich anhört.
Weiter werden wohl kaum Gruppen wie die Talib in Afghanistan freundlich zuschauen, wenn die Grünhelm-Bundeswehr ne Schule für Mädels baut oder nach einer Katastrophe helfen würde. Ich denke die Meldungen betreffend Übergriffe auf zivile Helfer der vergangenen Zeit haben das mehr als deutlich gezeigt.

In einer idealen Welt bräuchte man sicher keine Bundeswehr, keine Kampftrupps. Aber wir leben nunmal nicht in einem Ponyhof. Und es ist moralisch nicht vertretbar immer nur zuzuschauen, wenn etwas passiert. Natürlich sollte in erster Linie immer versucht werden, ein Koflikt zu vermeiden oder gewaltfrei zu lösen. Im Gegensatz zur USA macht das die EU auch eher, auch Deutschland allein ging eher diesen Weg. Aber es ist naiv zu glauben, dass man immer damit durchkommt.
Kommentar ansehen
15.08.2010 13:55 Uhr von MaoD
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@StYxXx: Natührlich muss bei gewissen Aktionen leider auch Gewalt angewand werden.
Aber findest du es besser,wenn unsere Soldaten Zivilisten und Kinder in Afghanistan abschlachten,weil die USA Hilfe brauchen ,um "die Lage zu stabilisieren"?
Kommentar ansehen
15.08.2010 17:37 Uhr von hujiko-san
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Hmm interessante Idee, aber eher als Ergänzung zu den üblichen Streitkräften denkbar, denn als deren Ersatz. Das wäre wenigstens mal ein löbliches Prestigeobjekt, und dem Image wohl zuträglicher als ein weiterer Prunkbau.

Die Berufsarmee-Thematik sehe ich ähnlich wie der Herr Lafontaine. Ich finde die Zustände in den USA in der Hinsicht nicht tragbar. Man werfe mal einen Blick auf das Rekrutierungsverfahren, auf die übliche Klientel und was deren Beweggründe zum Dienst an der Waffe sind. Patriotismus ist´s schon mal nicht. Über die Zustände hinterher will ich lieber nicht reden... wohl dem der unversehrt geblieben ist.
Genau DAS wäre es, was uns droht, sollten wir auf Berufsarmee umsatteln. Nichts anderes.

@StYxXx
Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass in vielen Situationen auch eine wehrhafte Truppe von Nöten ist, um effektive Hilfe gewährleisten zu können. Und eben genau darum ist die BW für derlei Dienste geradezu prädestiniert. Umfangreiche Hilfsleistungen auf mehreren Ebenen aus einer Hand von einer gut koordinierten Truppe.
Kommentar ansehen
15.08.2010 21:36 Uhr von Birjand
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Erinnert an "Green Helmet"! Der war auf Seiten der Hitzbollah auch immer und überall!

http://de.wikipedia.org/...

Na wenns dann auch so "lustig" zugeht, dann auf auf und davon: Green Helmets für die Bundeswehr!
Kommentar ansehen
16.08.2010 03:41 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@MaoD: Du hast ja in einigen Teilen nicht Unrecht, aber hier sitzt Du dem üblichen Irrtum auf:
>Ihr wollt also lieber ... ,damit die widerlichen Wirtschaftstycoone den großen Reibach machen??<


WIR alle machen den Reibach!
Deine private Rentenversorgung, Deine, wenn auch mageren, Zinsen bei der Bak, all das ist das Ergebnis davon, dass Reibach gemacht wird. Die widerlichen Wirtschatstycoone stecken zu einem guten Teil in jedem von uns.
Entweder bricht man in Selbsthass aus, oder man steht dazu.



Lafontaines Idee, die Wehrpflicht aufrecht zu erhalten (wichtig!) und die auf diese Weise Eingezogenen dennoch sinnvoll einzusetzen, ist vom Prinzip erstmal nicht so schlecht, wie es klingt.. Die allerserste Frage ist natürlich, was die Bundesrepublik jeweils davon hätte, so eine Grünhelmtruppe irgendwohin zu schicken, denn ohne Gewinn macht niemand etwas. Auch wir nicht.

Aber es wird schon noch ein paar mehr Argumente dafür und dagegen geben. (Habe nur keine Lust, heute Nacht noch darüber nachzudenken).
Kommentar ansehen
16.08.2010 06:46 Uhr von hofn4rr
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
feuerwehr: >> die Armee in eine "Weltfeuerwehr" zur Katastrophenbekämpfung umzuwandeln. <<

irgendwie passt diese aussage wie die faust aufs auge, angesichts der wütenden feuer in den weiten des größten landes der erde.

denn unser guldenberg möchte die bundeswehr schrumpfen lassen, etwa auf die größe der russischen berufsfeuerwehr.

bereits vor etwa 5 jahren musste ich bei einer "tag der offenen tür aktion" feststellen, das die bundeswehr auf private transportunternehmen angewiesen ist, um innerhalb deutschlands schwereres gerät wie panzer ankarren lassen zu können.

weil es mich damals schon verwunderte wo den eigentlich der leo2 abgeblieben ist (bei der werbeveranstaltung) und bei den repräsentanten nachhakte, erhielt ich als antwort, das derzeit im ganzen bundesgebiet kein leo2 einsatzbereit sei, der von einem privat spediteur transportiert werden könnte.

seitdem wundert mich über die bundeswehr rein garnichts mehr. auch nicht das man kampfpanzer an andere bündnispartner verleiht, oder man kein geld für ersatzteile und munition übrig hat.
wobei man meinen müßte, das 31 milliarden euro etat dafür eigentlich ausreichen sollten.

[ nachträglich editiert von hofn4rr ]

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine hält die Partei für "ängstlich und unsicher"
Oskar Lafontaine fordert von den Linken ein Umdenken in Flüchtlingspolitik
Linke-Politiker Oskar Lafontaine nennt Migranten "Lohn- und Mietkonkurrenz"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?