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Bad Nenndorf: Über 1.200 protestierten gegen Neonazi-Demonstration

In Bad Nenndorf (Niedersachsen) sind am heutigen Samstag über 1.200 Personen zusammengekommen um gegen eine Neonazi-Demonstration zu protestieren.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte zu dieser Demonstration gegen Rechts aufgerufen. Zunächst war diese Versammlung durch das Verwaltungsgericht Hannover verboten worden. Am gestrigen Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Genehmigung dann doch noch erteilt.

Zuvor war bereits der Nazi-Protestzug erlaubt worden. "Kirchenverbände und Gewerkschaften werden behandelt wie die Aussätzigen, das ist ein Skandal", so der DGB.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Protest, Demonstration, Neonazi, Bad Nenndorf
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.08.2010 14:25 Uhr von mindflash81
 
+10 | -9
 
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Es gibt noch Gerechtigkeit: Es wäre eine unfassbare Schande für unser Land gewesen, wenn es keine Gegendemo gegeben hätte. Wenn der braune Mob auf der Straße seine menschenfeindlichen Ansichten zur Schau stellen darf, dann muss es auch erlaubt sein, dagegen zu protestieren.
Und ich kann sagen, dass entgegen mancher Vortureile bei solchen Gegendemos nicht nur autonome, gewaltbereite Linke auf die Straße gehen. Im Gegenteil. Der Großteil der Teilnehmer solcher Gegendemos besteht aus friedlichen Bürgern die nur sehr selten selber als linksextrem oft nicht mal als links bezeichnen würden.

Fremdenhass ist mit Dummheit gleichzusetzen.
Wenn es verboten würde, gegen Dummheit anzukämpfen, dann wäre dies das Ende unseres Rechtstaates.
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14.08.2010 14:30 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+5 | -6
 
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@ mindflash81: Du hast vollkomen Recht.
Dennoch wird es wohl passieren, dass in den nächsten Minuten irgendein Spinner einen Kommentar schreibt, in dem er daruaf hinweist, dass von Linken auch Gewalt ausgeht, obwohl das überhaupt nicht Thema ist.
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14.08.2010 14:34 Uhr von spani
 
+9 | -6
 
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Thema der Rechten? soweit wie ich mich informiert habe, haben die Rechten gegen ein britisches Folterlager wo Deutsche nach dem Krieg inhaftiert waren, einen Trauermarsch gemacht... an sich find ich das nicht verkehrt.

Verwunderlich das die Kirchen sich politisch positionieren...
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14.08.2010 14:37 Uhr von IMurDOOM
 
+5 | -1
 
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Ich bin vorbei gefahren: Bad Nenndorf richtung Bahnhof komplett abgesperrt und überall
auf den Straßen in bunten Schriften "Lieber Bunt als Braun" gesprayed.
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14.08.2010 15:08 Uhr von misantroph
 
+6 | -6
 
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@spafi: Nachtrag: @spani, nicht spafi^^
man darf gerne auch auf die taten der alliierten hinweisen und der opfer gedenken, genauso wie beim gedenken an die bombenopfer in dresden, ABER:
wenn jemand gerade zu diesem thema sein maul halten sollte, dann sind das nazis!
wer 6 millionen juden in lagern, gegen die das "britische folterlager" wahrscheinlich ein kinderspielplatz war, getötet und den weltkrieg überhaupt vom zaun gebrochen hat, ohne den es dieses lager niemals gegeben hätte, der sollte sich schämen und nicht auch noch versuchen, die deutschen opfer, denen damals durch die briten großes unrecht angetan wurde, für eigene zwecke zu missbrauchen.

[ nachträglich editiert von misantroph ]
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14.08.2010 17:45 Uhr von misantroph
 
+2 | -1
 
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@derAufrechte: ich finde, die eigentliche nazikeule ist das ewige berufen darauf: "oh, wir sind doch nicht mehr verantwortlich und wenn man mal aufzeigt, dass nicht nur die nazis böse waren, dann wird man gleich mundtot gemacht und die nazikeule rausgeholt!"
jaja, alles eine riesige verschwörung der siegermächte, gegen die wir uns nach über 60 jahren nicht wehren können oder dürfen. komischerweise hab ich letztens auf spiegel-online einen ziemlich ausführlichen bericht über kriegsverbrechen an deutschen kriegsgefangenen während und nach dem 2. weltkrieg gelesen. und komisch, der spiegel ist noch nicht als nazi-propaganda bezeichnet worden.
fakt ist: in diesem fall sind es eindeutig nazis, die genau diese thematik als propaganda missbrauchen. also wo ist mein denkfehler?
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14.08.2010 19:21 Uhr von misantroph
 
+0 | -2
 
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@derAufrechte: "wer, wenn nicht gerade die nazis diejenige sind, soll denn sonst um gefallene deutsche soldaten trauern???"

angehörige zum beispiel. und die dürfen gern so viel trauern wie sie wollen.

"wenn der aufmarsch der nazis als propaganda genutzt werden sollte - dann frag ich mich, für welche menschen?"
nicht für. gegen. und zwar gegen die "siegermächte". damit sollen die eigenen taten relativiert werden: "die anderen waren doch auch böse, warum müssen wir uns jetzt immer wegducken?!" man will wieder froh und stolz nazi sein dürfen, immerhin war hitler ja auch nicht schlimmer als churchill, oder?

"ch glaube kein folterlager ist ein kinderspielplatz. und solche vergleiche sind in so fern doof, weil menschen in erster linie gefoltert werden - da spielt die innerliche verblödung der gefolterten vorab keine rolle. verstehst du?! "
natürlich ist das leid des einzelnen abstrakt und kann nicht verglichen werden, von dem her hast du recht. allerdings, selbst wenn die deutschen in dem britischen gefängnis wie tiere behandelt wurden, ging es ihnen immer noch besser als einem juden in auschwitz. "kindergarten" mag die falsche wortwahl sein, aber für mich gibt´s da schon einen unterschied.
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14.08.2010 22:44 Uhr von GermanCrap
 
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Gegen Nazis ist JEDES Mittel Recht: Ohne die Nazis wäre Dresden niemals bombardiert worden.
Ohne die Nazis hätte es in Bad nenndorf niemals ein Internierungslager gegeben.
Ohne Nazis hätte es niemals...ach, die Liste ist endlos

Die Nazis haben heute also zum wiederholten mal gegen sich selbst "protestiert"

Alles jämmerliche Kriegsverlierer.

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