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Leipzig: Geldstrafen wegen Recherchen zu Aktenaffäre

Die Ermittlungen in dem als "Sachsensumpf" bekannt gewordenen Skandal wurden von der Staatsanwalt bereits eingestellt. Dabei war von Amtsmissbrauch, Kinderprostitution und Bandenkriminalität die Rede. Zwei Journalisten haben die Sache jedoch nicht auf sich beruhen lassen und weiter recherchiert.

Die verwertbaren Ergebnisse dieser Recherchen, die im "Spiegel" und in der "Zeit" erschienen, wurden unter anderem auch in einem ehemaligen Leipziger Bordell gesammelt. Zwei Juristen und der Leipziger Polizeipräsident erstatten Anzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung.

Das Dresdener Amtsgericht hat nun die Journalisten wegen übler Nachrede zu je 2.500 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Journallistenverband kritisiert das Urteil scharf als Einschüchterung und Eingriff in die Pressefreiheit. Die Verurteilten haben Einspruch gegen das Urteil angekündigt.


WebReporter: U.R.Wankers
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Leipzig, Affäre, Geldstrafe, Journalismus, Sachsensumpf
Quelle: www.mdr.de
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13.08.2010 13:47 Uhr von U.R.Wankers
 
+9 | -2
 
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Ein höchst brisanter Fall. Alles deutet darauf hin, das man versucht, den Deckel auf der Geschichte halten will und Beziehungen spielen lässt, um Journalisten mundtot zu machen. Sonst ist es üblich, zunächst presse-rechtliche Schritte einzuleiten, das geschah hier nicht. Das die Verhandlung an einem Gericht stattfand, dessen Vorsitz ebenfalls in die Affäre verwickelt war, wirkt ebenfalls höchst verdächtig.
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13.08.2010 14:27 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -1
 
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@U.R.Wankers: Der Fall und der Prozess ist noch vie brisanter: der jetzige Präsident des Amtsgerichts Dresden, wo die Verhandlung stattfand, war früher Staatsanwalt in Leipzig und selbst mit den den "Sachsensumpf" verwickelt - Honi soit qui mal y pense... ;)

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