12.08.10 23:10 Uhr
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Polverschiebung als mögliche Ursache für Drehung des Superkontinents "Gondwana"

"Gondwana" ist der Name des Superkontinents, der das Erscheinungsbild der Erde vor rund 540 Millionen Jahren prägte: Er lag in der südlichen Hemisphäre und vereinigte bis auf drei kleinere Kontinente die gesamte Landmasse in sich. Forscher der Yale University haben nun neue Erkenntnisse über Gondwana gesammelt.

Das Team um Ross Mitchell analysierte die Magnetisierung von kambrischen Gesteinsschichten im australischen Amadeusbecken. Auffällig war eine Lageänderung der magnetisierten Metallteilchen um 60 Grad, was bedeutet, dass Gondwana innerhalb sehr kurzer Zeit um eben diesen Winkel abgeknickt sein muss.

Neben einer ungewöhnlich schnell ablaufenden Plattentektonik könnte aber auch ein anderes - bisher unbewiesenes - Phänomen dafür verantwortlich sein: Eine Polverschiebung, bei der sich die komplette Erdkruste als Einheit auf dem flüssigen Erdinneren bewegt, wobei der Winkel zur Erdachse geändert wird.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Ursache, Kontinent, Kontinentalverschiebung, Kambrium, Magnetpol
Quelle: www.scinexx.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.08.2010 23:10 Uhr von alphanova
 
+34 | -5
 
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Laut Quelle fand dieser Prozess genau während der so genannten kambrischen Explosion statt - einem Zeitraum, in der sich extrem viele neue Tier- und Pflanzenarten entwickelten. Ob es da einen direkten Zusammenhang gibt, muss aber noch erforscht werden.
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12.08.2010 23:38 Uhr von hofn4rr
 
+4 | -1
 
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für wissenschaftliche: verhältnisse hören sich die möglichen schlüsse daraus, über einen möglichen polsprung in der vergangenheit, fast revolutionär an ==>

auch wenn anderen bereits vor jahrzehnten schon aufgefallen ist, wenigstens einen magnetischen polsprung in erwägung ziehen zu können, hat der geographische polsprung
eine ganz andere kategorie unter den dingen eingenommen, die man eigentlich garnicht ansprechen darf.
http://www.youtube.com/...

ähnlich der wachsenden erde =>
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13.08.2010 00:38 Uhr von Spafi
 
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@hofnarr: das Video ist leider absoluter Schwachsinn. Wenn das Magnetfeld von der Erde ausgeht, warum sollte sich dann die Erde nach dem Magnetfeld ausrichten? Es müssten extreme Energien freigesetzt werden, um die Erde so ins Schwanken zu bringen
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13.08.2010 00:57 Uhr von hofn4rr
 
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@spafi: http://nuoviso.tv/...

vielleicht wirds bei der kompletten fassung klarer, wie der magnetische pol der erde (neuausrichtung) einen geographischen polsprung begünstigen "könnte".

das beispiel mit dem kompass ist einergermaßen einleuchtend wenn man auch noch das magnetfeld der sonne als verstärker inbetracht zieht. vorallem bei einem schwanken der aktivität, womit man die nächsten jahre auch rechnen würde...ohne jetzt panik verbreiten zu wollen ==>
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13.08.2010 07:42 Uhr von alter.mann
 
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soviel: ICH weiss, wird Gondwana grad wieder zusammen gebastelt.
In Leipzig.

;o)
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13.08.2010 08:57 Uhr von skullx
 
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Finde ich sehr interessant: obwohl ich die Evolutionstheorie größenteils ablehne.. du machst echt Spitzennews mit ausführlichen Quellen!
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13.08.2010 11:14 Uhr von little_skunk
 
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@alphanova: Erstmal danke für die gute News. Ich hab da aber mal ne Frage.
Laut einer Doku im TV (BBC?) gilt die Polverschiebung bereits als Bewiesen. Dort war die Rede von einer dramatischen Polverschiebung. Innerhalb von einem Jahr hat da der Nord und Südpol komplett gewechselt. Pro Tag waren bis zu 4° möglich.

Wen dem so wäre, dann hätte sich nicht der Superkontinent um 60° gedreht sondern nur das Magnetfeld. Also was von beiden stimmt jetzt?
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13.08.2010 11:17 Uhr von FirstBorg
 
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@Hofn4rr und Spafi: Also, rein theoretisch könnte die erdoberfläche sich neu ausrichten. Denn die Oberfläche schwimmt auf einem riesigen Lavaozean das den Erdkern umgibt. Das Magnetfeld wird vom Erdkern aus erzeugt, nicht von der Oberfläche. Aber das ginge nur wenn im Ermantel genug paramagnetisches(oder diamagnetisch, ich kann mir das nie merken) Material ist. Da das Erdmagnetfeld aber nicht sonderlich stark ist, wird das nie und nimmer plötzlich geschehen. Von daher wird es auch keinen Globalen Tsunami geben.
Wachsende Erde ist unsinn. Wo soll denn die zusätzliche Masse, oder der zusätzliche Druck im Erdkern herkommen die dazu führt das die Erde sich ausdehnt? Anders als bei der wachsenden Sonne, haben wir nämlich keine Fusionsprozesse im Erdkern die ständig den Druck erhöhen.
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13.08.2010 13:08 Uhr von ckh
 
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Bitte präziser Formulieren! Hier ist in Wirklichkeit nicht von einer POLverschiebung, sondern von einer ERDKRUSTENVERSCHIEBUNG die Rede. Für das Buch, in dem diese Theorie vorgestellt wurde, schrieb seinerzeit A. Einstein das Vorwort. Er hielt ein solches Szenario, in dem sich die komplette Erdkruste verschiebt, für durchaus möglich.
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13.08.2010 13:20 Uhr von Leeson
 
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Die Erdkruste: schwimmt ja auch nur auf dem inneren der Erde.
Warum sollte also die leichtere Oberfläche starr zu Sonne bleiben und das innere verdreht sich!?

Magneten richten sich doch gegeneinander aus...
Im Sonnesystem haben wir viele Magneten und einen ganz großen in der Mitte.
Man kann das doch ganz einfach feststellen und die Sonnenposition am Himmel zu gleichen Zeit die selbe ist.
Man müsste dazu aber Daten von vor 50-100Jahren oder mehr mit den heutigen vergleichen.

Eine Klimaveränderung kann auch daher rühren, weil wenn sich die Sonneeinstrahlung ändert, ändert sich vieles gleich mit.
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13.08.2010 14:02 Uhr von K.T.M.
 
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@ckh: Bei dem von dir angesprochenen Buch von Charles Hapgood ist eine Erdkrustenverschiebung gleichzusetzen mit einer Polverschiebung. Laut seiner Theorie gibt es auch keinen Kontinentaldrift
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13.08.2010 16:04 Uhr von ckh
 
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@K.T.M. Nun, dennoch ist die Formulierung "Polverschiebung" ziemlich mißverständlich, oder nicht? Heißt ja eigentlich, dass sich nur die Pole verschieben würden. Oder man versteht darunter gar einene Verschiebung des magnetischen Pols der Erde. Darum halte ich eben "Erdkrustenverschiebung" für präziser formuliert.
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13.08.2010 16:32 Uhr von FirstBorg
 
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@K.T.M: Aber die Kontinentalverschiebung kann gemessen werden!
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13.08.2010 16:41 Uhr von K.T.M.
 
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@ckh: Nach Meinung von Hapgood kommt die Polverschiebung durch Verschiebungen der Erdachse zustande, die dann eine Kettenreaktion auslösen, bei der sich die Kruste bewegt.

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