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NRW: Verschwundene Milchtüte - Arbeitgeber verzichtet auf Kündigung

In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hatte ein Stahlunternehmen einen Mitarbeiter entlassen, weil dieser statt einer Milchtüte zwei an sich genommen haben soll. Der Arbeitgeber gibt jedem Arbeitnehmer täglich eine kostenlose Milchtüte.

Der Beschuldigte ist 58 Jahre alt und arbeitet bereits seit mehr als 30 Jahren in dem Unternehmen. Für die nächste Woche war bereits ein Termin vor dem Arbeitsgericht in Düsseldorf anberaumt.

Allerdings hat der Arbeitgeber jetzt auf die Kündigung verzichtet, daher wurde der Gerichtstermin gestrichen. Zuletzt hatte das Bundesarbeitsgericht geurteilt, dass bei kleineren Diebstählen auch auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit Rücksicht zu nehmen ist.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Nordrhein-Westfalen, Kündigung, Milch, Arbeitgeber
Quelle: www.wdr.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.08.2010 16:54 Uhr von W4rh3ad
 
+64 | -12
 
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ZWEI MILCHTÜTEN?
Mein Gott...
Er treibt das Geschäft in den Ruin!

Lebenslänglich, außer er hatte eine schwere Kindheit, dann natürlich nur ein Jahr auf Bewährung.
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12.08.2010 16:55 Uhr von Klassenfeind
 
+55 | -0
 
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Wenn es denn so war, warum wurde er nicht erstmal abgemahnt ?
Dann hätte man sich die Peinlichkeit erspart.
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12.08.2010 16:56 Uhr von Sonnflora
 
+59 | -0
 
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Das Schärfste daran ist aber, die zweite Tüte Milch wurde bei dem Mitarbeiter nicht gefunden. Hier nachzulesen:
http://www.t-online-business.de/...

Vielleicht hat er ja die zweite Tüte einem Kollegen mitgenommen und dem dann gegeben. Naja, irgendwie muß man die teuren Mitarbeiter ja los werden. Oder es zumindest versuchen.
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12.08.2010 17:00 Uhr von dopaminbernd
 
+12 | -3
 
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Gut, wenn jeder sich da zwei Milchtüten anstatt eine kann das auch nicht angehn. Abmahnung, bzw einfach persönlich ermahnen wäre angemessen, aber Kündigung?
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12.08.2010 17:28 Uhr von Chuzpe87
 
+22 | -1
 
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Wie manche Chefs so drauf sind, meine Fresse ist das peinlich. Gebt mir ne Firma, ich hab noch Ahnung von Menschlichkeit.
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12.08.2010 17:34 Uhr von DerMaus
 
+8 | -3
 
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Bei uns im Betriebsrestaurant gibt es zum Essen Mineralwasser, dass man sich zapfen kann. Ich möchte beichten, dass ich letztens zwei statt einem Glas getrunken habe und ich jetzt Angst habe, gekündigt zu werden.
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12.08.2010 17:41 Uhr von Floppy77
 
+14 | -0
 
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Wenn: da auch Leute arbeiten, die wie ich z. B. gar keine Milch trinken, hätte der Arbeitnehmer vielleicht auch ganz legal eine 2. Tüte haben können, und das jeden Tag.

Wenn zwei Mann ihn dabei beobachten, warum zum Geier haben sie ihn nicht gleich darauf angesprochen. Dann hätte es vielleicht auch eine vernünftige Begründung gegeben. Kommt mir auch eher wie eine Ausrede vor um bequem Stellen abzubauen, und Leute mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit wird man sonst ja nicht so schnell los.
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12.08.2010 18:25 Uhr von KeesPopinga
 
+6 | -0
 
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Abschaum: Der Denunziant, der möglicherweise sogar wusste, daß er die zweite Tüte für einen Kollegen mitgenommen hat, gehört entlassen.
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12.08.2010 19:21 Uhr von snfreund
 
+0 | -5
 
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@ TurkischerAnalphabet: ****ich würd seine adresse rausfinden und dann per street view sein haus suchen und alles analysiere und planen. schliesslich nach alter türkischer tradition zick zack pille ab! ****

und nach deutscher tradition die rübe runter, ...yeah
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12.08.2010 19:34 Uhr von loman69
 
+1 | -6
 
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Milch!!! Der soll lieber ne Flasche Bier kostenlos abgeben anstatt Milch.
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12.08.2010 20:29 Uhr von Menthanar
 
+3 | -2
 
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Floppy77: "Kommt mir auch eher wie eine Ausrede vor um bequem Stellen abzubauen, und Leute mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit wird man sonst ja nicht so schnell los."

Jemanden nach 30 Jahren "bequem" zu kündigen kannst du eh vergessen. Selbst wenn du das durchkriegst musst du unglaublich hohe Abfindungen zahlen.
Was meinst du, was in manchen betrieben für Asis rumlaufen, die sich auf Kosten der Firma (und somit auch den Mitarbeitern), einfach zurücklehnen und nen Scheißdreck tun, Sprüche klopfen, tun und lassen, was sie wollen, und das nur, weil sie praktisch unkündbar sind. Wenns dafür nur ner Milchtüte bedürfe, hätten viele Unternehmer weniger graue Haare. Und mehr Weihnachtsgeld...
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12.08.2010 20:46 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -3
 
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Komischerweise schüttelt man den Kopf wenn man sieht wie Leute wegen so Kleinigkeiten gekündigt werden.
Jetzt stellt euch umgekehrt vor, ihr habt eine kleine Firma, alles was da steht ist von eurem Geld gekauft - und ihr erwischt einen Mitarbeiter, der sich am Kopierer 500 Blatt Papier für zuhause mitnimmt. Oder er nimmt sich 20 CD-Rohlinge nach Hause mit. Beides sind 3.- Euro. Wie gross ist ab sofort euer Vertrauen zu eurem Angestellten?
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12.08.2010 21:05 Uhr von GPSy
 
+1 | -1
 
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Welches Stahlunternehmen wars eigentlich ?
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13.08.2010 00:14 Uhr von LoL15
 
+2 | -2
 
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Ich könnte kotzen vor längerer Zeit haben die ollen Bauern die Milch so auf die Felder geschüttet weil sie mehr Geld haben wollten und nun klagen sie an wegen einer Milchtüte....Ein wunder das es zurückgenommen wurde....
ich könnte kotzen wenn ich das Wort "DIEBSTAHL" schon höre...bei einer Tüte Milch...
Was ist aus dem Land nur geworden....???
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13.08.2010 03:26 Uhr von dr-klappspaten
 
+1 | -2
 
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Fakt ist: Eine Kündigung durch einen "Diebstahl" kommt billiger als eine Kündigung aus betrieblichen Gründen (Abfindung u.s.w.).

Ich bin überzeugt, dass der Chef sich so Geld sparen wollte.
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13.08.2010 07:05 Uhr von maretz
 
+1 | -0
 
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hmm: klasse... DA geht man doch dann gern zur Arbeit...

Hier muss man sich dann fragen ob es wirklich gut ist wenn der Wirtschaftliche Faktor das einzige ist was noch zählt... Ich glaub ich würd zur Rente dann von der Firma auch kein Geschenk und keine Karte akzeptieren - dafür aber dem Chef nen gepflegten Haufen auf den Schreibtisch legen... Als kleinen Dank für eine solch besch...ene Aktion
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13.08.2010 13:24 Uhr von Atrio
 
+0 | -1
 
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hmmm schwieriges Thema....prinzipiell sind die Milchtüten Eigentum des Unternehmens. Wenn nun jedem Mitarbeiter nur eine zusteht und ein Mitarbeiter sich eine weitere ohne Zustimmung des Arbeitgeber aneignet, erfüllt das durchaus den Tatbestand des Diebstahls. Dies gilt z.B. auch wenn ich mir einige Seiten Druckerpapier mit nach Hause nehmen würde. Dies würde unter Umständen auch die fristlose Kündigung rechtfertigen. Das Gesetz unterscheidet hier leider nicht, wie hoch der Wert des Gegenstandes ist; es geht um die Tat an sich. Ich finde es dennoch, wie ihr auch, eine Sauerei einen Mitarbeiter, der so viele Jahre loyal zur Firma stand, so "billig" zu entsorgen. Gott sei Dank hat man hier bei der Rechtsprechung durch den aufsehnerregenden "Emmely" Fall einen Erfolg zu Gunsten der Arbeitnehmer erringen können.

http://www.derwesten.de/...

Nun ist nur zu hoffen, dass dies manche Arbeitnehmer nicht als eine Art "Freifahrtsschein" ausnutzen.

[ nachträglich editiert von Atrio ]
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16.08.2010 09:04 Uhr von Wiggleshaker
 
+0 | -0
 
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Das ist die Moderne Art Arbeitnehmer los zu werden.

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