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Google Street View: Deutsche Politiker lassen ihre Häuser pixeln

Nach der überraschenden Ankündigung vom vergangenen Montag, dass Google bereits Ende des Jahres mit den Aufnahmen in 20 deutschen Städten beginnen will (ShortNews berichtete) regt sich nun Widerstand seitens einiger Politiker.

"Ich bin gegen Google Street View und werde die Möglichkeit wahrnehmen, Einspruch einzulegen". So äußerte sich zum Beispiel Hans-Christian Ströbele. Auch die Datenschutzexpertin der FDP, Gisela Piltz, Monika Grütters von der CDU oder Bodo Ramelow von der Linkspartei verweigern sich Google.

Die Gefahr des "gläsernen Bürgers" liege, nach Ansicht einiger Experten, vor allem in der fehlenden gesetzlichen Regelung begründet. Weder Innenminister Thomas de Maizière noch die neue Enquête-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" können bisher konkrete Auflagen vorlegen.


WebReporter: maude
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Google, Politiker, Datenschutz, Google Street View, Einspruch
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.08.2010 08:12 Uhr von lossplasheros
 
+7 | -2
 
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lächerliche Angst vom bösen Blick: http://www.spiegel.de/...

Finde das ganz passend - spiegel meine Meinung wieder.
Lächerliche Aktion...

Jetzt könnten die Diebe quasi die Häuser suchen die verpixxelt sind und hier wohl gute Beute vermuten...
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12.08.2010 08:14 Uhr von Careo
 
+6 | -0
 
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schon: krass das sich so viele Leute dagegen wehren, aber bisher trotzdem noch nichts passiert ist...ich will nicht, dass XY mein Haus sehen kann...ja aber gut für mich, dass die Polizeiwache vor meiner Haustür ist :)
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12.08.2010 08:28 Uhr von mr_shneeply
 
+11 | -2
 
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sehr guter Plan dann kann man anhand der gepixelten Häuser gleich erkennen wo die Politiker wohnen.

[ nachträglich editiert von mr_shneeply ]
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12.08.2010 08:34 Uhr von skriptkiddie
 
+3 | -1
 
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Deutschlands Regierung ist schon lächerlich.
Imer zuerst gegen irgendetwas sein und wenn es dann doch gute Argumente dafür gibt, sind die Politiker auf einmal auch dafür.
Außerdem kann jeder selbst entscheiden ob sein Haus gezeigt wird oder nicht:
http://www.yourimage24.de
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12.08.2010 08:34 Uhr von br666
 
+2 | -5
 
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Klar, die haben Schiss, die Verbrecher. Und gerade Ströbele, der alte RAF´ler. Hat ja auch genug Dreck am Stecken.
Aber iss gut mit dem verpixeln, da weiß man gleich, wo sie wohnen!
Wir kriegen euch alle!
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12.08.2010 08:35 Uhr von Maestro79
 
+1 | -1
 
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@Careo: Wenn Du nicht willst, dass XY Dein Haus sehen kann.... welche Maßnahmen ergreifst Du denn losgelöst von Google Street View? Eine große Hecke würde sich anbieten, um die Sicht vom Öffentlichen Gelände auf das Gebäude zu versperren.
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12.08.2010 08:59 Uhr von Torias
 
+5 | -3
 
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@Maestro79: Hast du mal ein Streetview-Auto gesehen? Die Filmen über deine Hecke drüber!
Genau das ist ja das Problem, die fotografieren aus einer Höhe, die eben NICHT dem Blickwinkel eines Menschen entspricht.
Fändest du es in Ordnung, wenn sich jemand mit der Leiter vor deine Hecke stellt und drüber fotografiert? Ja? Nein? Ich würde ihm seine Knipse inkl. Leiter ins Gesicht integrieren!
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12.08.2010 09:39 Uhr von Maestro79
 
+0 | -0
 
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@Torias: Ok, die Bildhöhe ist gesondert zu bewerten.
Ich wollte nur ausdrücken, dass ich nicht verstehe, dass sich jemand über die Fotografie von Häuserfronten aufregt, die ohnehin öffentlich zugänglich sind und sowieso jeder sehen kann.
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12.08.2010 09:56 Uhr von Torias
 
+2 | -0
 
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@Maestro79: Weil möglicherweise eine sagen wir mal nicht öffentlichkeitstaugliche Situation für längere Zeit online für ein größeres Publikum einsehbar wird.
z.B. hole ich gerade im verrutschten Morgenmantel die Zeitung rein, oder mir quillt beim hecke schneiden der Hintern aus der rutschenden Hose, oder meine kleine Tochter ist nackig im Planschbecken hinter der Hecke.
All das sieht im Normalfall - wenn überhaupt - der Nachbar von gegenüber oder eben der, der in dem Moment gerade vorbeikommt. Und er hat es nächste Woche wieder vergessen! Hier wird alles dokumentiert und gerade ortsbezogen ist auch mit verpixeltem Gesicht einwandfrei zuzuordnen wer das ist.
Beispiele gibt es jetzt schon mehr als genug bei Google zu bewundern, nicht nur im privaten Bereich, sondern auch Sexshop-Besucher, Schnapsleichen, Wildpinkler und was nicht sonst noch alles.
Es kann mir auch keiner erzählen, dass es irgend ein berechtigtes Interesse daran gibt zu sehen wie jemand irgendwo wohnt.
WENN es für sowas irgend eine Rechtfertigung gibt, dann höchstens irgend welche Sehenswürdigkeiten oder vielleicht noch Stadtzentren. Und auch dann bitteschön aus Sichthöhe eines Fußgängers und mit mehreren Aufnahmen sämtliche Menschen ausblenden.
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12.08.2010 10:02 Uhr von zeitgeist
 
+1 | -0
 
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Öffentlichkeit im Netz: Genauso wie privater Raum im Netz gefordert wird, gehört für viele eine Öffentlichkeit ins Internet. Im öffentlichem Raum darf jeder dein Haus fotografieren, aber nicht deine Privaträume (Wohnung...)

daher lob ich mir das Projekt von Jens Best, einfach die Häuser nachzufotografieren und online zu stellen. Virtuelle Gleichstellung!

http://www.zeit.de/...
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12.08.2010 10:05 Uhr von BK
 
+2 | -0
 
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KommentarTitel sind doof ;): Kaspertheater... alle die Meckern haben selber schon den Dienst benutzt und sich daran erfreut das sie mal New York von zu Hause aus anschauen können....

Aber wenns das eigene Haus ist.... uuuuuuuhh.... ;)
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12.08.2010 10:29 Uhr von Thingol
 
+0 | -1
 
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Oh nein, sie gucken über die Hecke: Wenn die Fotos im Winter aufgenommen worden sind kann man eh durch die Hecken schauen.
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12.08.2010 10:38 Uhr von Torias
 
+0 | -0
 
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@Thingol: es gibt genug Heckensorten, die immergrün sind
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12.08.2010 10:54 Uhr von Maestro79
 
+0 | -0
 
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@Torias: Ja, auch mit den Personen gebe ich Dir Recht. Meine Aussage bezog sich ausschließlich auf die Häuserfassade und nicht die Notwendigkeit, Personen und deren Tätigkeiten zu verschleiern.

Das berechtigte Interesse liegt einfach an der öffentlichen Freiheit, an öffentlichen Orten Fotos machen zu dürfen und zu veröffentlichen. Das ist einfach ein öffentlicher Raum es ist erlaubt diesen zu sichten und zu betreten. Alles andere wäre eine Rechtsbeschneidung bzw. Zensur.

Wohlgemerkt - ich beziehe mich nicht auf die Dokumentation von Personen, die sich irgendwo aufhalten.
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12.08.2010 11:19 Uhr von datenfehler
 
+2 | -0
 
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die Politiker jetzt auf einmal schieben sie den gläsernen Bürger vor. Die haben nur Angst, dass der gläserne Politiker seine Villa im Internet stehen hat, wo dann jeder Steuerzahler sehen kann, wieviel Geld so ein Politiker wohl haben muss. *g*

@lossplasheros
"Jetzt könnten die Diebe quasi die Häuser suchen die verpixxelt sind und hier wohl gute Beute vermuten..."
Die Diebe schauen bei Facebook und Co. wo die Leute aus dem Haus gehen. GoogleStreetView interessiert die Diebe nicht. GoogleStreetView ist nur Aufreger für die gleichen Vollpfosten, die ihre Daten frei in Facebook und Co. stellen und sich dann bei Google über mangelnden Datenschutz beschweren. Wenn solche Leute über die Straße laufen sind sie ein RUNNING GAG...

"ich will nicht, dass XY mein Haus sehen kann."
Dann bau eine große, hohe Mauer drum rum, denn wenn ich mit dem Auto vorbeifahre, am Gartentor durch die Hecke schaue, auf dem Hügel in der Nähe stehe, als Privatflieger drüber fliege, als Klemptner zu dir komme (nur mal so ein paar Beispiele dass JETZT auch schon XY euere Häuser sehen können und sich durch GoogleStreetView NICHTS ändert!) kann ich auch dein Haus sehen.

Also lasst den Unsinn und regt euch über RICHTIGE PROBLEME auf. Davon hat Deutschland/Europa/die Welt genug... Euere Paranoia ist echt lächerlich. GoogleStreetView fotografiert von einer Straße (ÖFFENTLICHER RAUM WO JEDER MENSCH "XY" FAHREN UND AM RAND GEHEN KANN). Wenn euch das nicht passt, dass XY auf euer Haus einen Blick werfen kann, dann müsst ihr eine Hecke pflanzen oder eine Mauer bauen.
Manchmal würde es dem Volk gut tun, wenn es etwas mehr nachdenken würde...
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12.08.2010 11:29 Uhr von pippin
 
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Ein fataler Punkt dieser ganzen Fotografiererei ist ja, dass sich Banken und Versicherungen jetzt noch einfacher ein Bild von der Umgebung potentieller Kreditnehmer und Kunden machen können.

Es ist ja schon bekannt, dass in die Bewertung der Kreditwürdigkeit mittlerweile auch das Umfeld einbezogen wird. Da kannst du als Kunde nachweisen, dass du noch nie zu spät deine Raten gezahlt hast. Sobald das Umfeld anderes vermuten lässt, hast du verschissen. Oder du musst schlechtere Kreditkonditionen in Kauf nehmen!

Ein Kollege erzählt mir letztens, dass sein Sohn beim Onlinekauf an seiner Adresse nur die Möglichkeit zur Lieferung per Nachnahme bekam. Der gleiche Artikel beim gleichen Hersteller an die Adresse seine Eltern geschickt, ging dann per Rechnung raus.
Ein Schelm, wer sich dabei was denkt.

Und mit Google Streetview müssen sich die Banker jetzt nichtmals mehr vor Ort umschauen, sondern können sich im Internet ein Bild von deinem Haus und der Umgebung machen. Um darauf dann nach dem Motto "Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" gegen dich zu entscheiden.
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12.08.2010 18:47 Uhr von Totoline
 
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Liebe Politiker-innen: UNS wollt ihr am liebsten noch eine Kamera im Hintern platzieren um genau zu wissen, wer, wann Luft lässt. Bei einem Onlineservice, der die Welt Kartografiert sagt ihr nun, das verstoße gegen den Datenschutz?
Es ist ja schon geraume Zeit bekannt, das ihr völlig Merk befreit seid, aber jetzt noch auf Gutmensch zu machen und die Gefahr vom "gläsernen Bürger" zu propagieren, obwohl ihr bei weitem schlimmer seid - eigentlich Rotzfrech!

--------------

http://www.shortnews.de/...

" Die Daten würden ausschließlich zu statistischen Zwecken erhoben und würden "niemals an Verwaltungen, Ämter oder Sozialbehörden weitergegeben", wie Sabine Bechtold, Leiterin der Abteilung Zensus, versichert "

Seht ihr!? Und google speichert auch nichts vertrauliches.... Aber ihr wisst, das ihr Lügt - und da können andere auch nicht besser sein, nicht wahr!?

[ nachträglich editiert von Totoline ]

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