Gewaltorgie hinter Gittern: 17-jähriger Häftling von Mitgefangenen gefoltert
Schläge, Tritte und sogenannte "Sportübungen" bis zur Erschöpfung musste ein 17-jähriger Untersuchungsgefangener in der JVA Chemnitz tagelang über sich ergehen lassen. Auch wurde er von den zwei Peinigern zu Zwangsarbeiten genötigt und sein Kopf wurde 30 Sekunden in die Kloschüssel gedrückt.
Aus Angst vor weiteren Übergriffen meldete der Jugendliche die Vorfälle erst Tage später der Anstaltsleitung. "Ich habe immer noch Angst vor W." sagte der 17-Jährige als Zeuge am Dienstag beim Prozess gegen seine Peiniger David W. (21) und Markus B. (20) vor dem Landgericht Chemnitz.
Dies war durchaus auch berechtigt, denn einer der Folterer war ein Mörder, welcher nur noch in U-Haft saß, weil sein Urteil erst sehr spät rechtskräftig wurde. Die Konsequenzen: ein Peiniger bekam einen Haftaufschlag von sechs Monaten, der andere muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.