Wissenschaftliche Studie belegt: Schutz geistigen Eigentums bremst Fortschritt
Der Wirtschaftshistoriker Eckhard Höffner stellt sich gegen die heute anerkannte Theorie, ohne gesichertes Urheberrecht lohne sich die Produktion geistiger Güter nicht, mit einer vergleichenden historischen Studie über die Auswirkungen des Urheberrechts auf den Buchmarkt in Deutschland und England.
"Das Urheberrecht wirkte sich nachteilig auf die Autoreneinkommen aus", so Höffner: "Nur der Interessengruppe der führenden Verleger und einer Handvoll Bestsellerautoren nutzte es." Das britische Copyright gab es seit 1710, in Deutschland wurde es erst 1837 eingeführt.
Höffner ging ursprünglich der Frage nach, wie sinnvoll Softwarepatente sind. Die nun vorgelegte Arbeit entstand aus der Frage, "wie man den technischen Fortschritt misst", auf die Höffner stieß, während er Material zu Begründungen für EU-Richtlinien zum Schutz geistigen Eigentums sammelte.