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ver.di-Experte: "IKEA betreibt organisierte Steuerflucht"

Schwere Vorwürfe macht der ver.di-Wirtschaftsexperte Dierk Hirschel der schwedischen Möbelhauskette IKEA. Er wirft dem Konzern vor, "organisierte Steuerflucht" zu betreiben, indem er ganz bewusst ein komplexes Firmennetz aufbaut.

Durch diese Komplexität, so Hirschel, soll das Geflecht für nationale Finanzbehörden undurchschaubar gemacht werden. Der Konzern wich den Vorwürfen aus. Nach seinen Angaben werden Steuern nach den jeweils geltenden Gesetzen in den einzelnen Ländern abgeführt.

Im Normalfall muss der Mutterkonzern Ingka Holding, mit Sitz in den Niederlanden, zwischen 30-35 Prozent Steuern zahlen. Tatsächlich wurden im Kalenderjahr 2008 jedoch nur 19,3 Prozent Steuern auf einen Gewinn in Höhe von 2,28 Milliarden Euro gezahlt.


WebReporter: p3rsi2k
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Steuer, Experte, Steuerhinterziehung, ver.di, IKEA, Ingka Holding, Dierk Hirschel
Quelle: www.n24.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2010 09:45 Uhr von p3rsi2k
 
+21 | -1
 
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Wenn diese Vorwürfe stimmen sollten, so wirft dies ein ganz schlechtes Licht auf IKEA. Darüber hinaus wird in der Quelle auch noch über ausgebeutete Leiharbeiter berichtet. Diese verdienen angeblich so wenig, dass sie ihr Gehalt zusätzlich mit Hartz IV aufstocken müssen. Übrigens meine 1. News hier! :-)
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11.08.2010 09:47 Uhr von Win7
 
+11 | -9
 
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Verdi: soll sich lieber um die Löhne kümmern und nicht um die Steuern. Sinnloser Verein, die kümmern sich eher um die Stadt-Bediensteten, als um die Verkäufer.
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11.08.2010 10:10 Uhr von Renek85
 
+13 | -6
 
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Mitarbeiter: Dafür kümmert sich IKEA aber hervorragend um seine Mitarbeiter.
Ausserdem sind die Tricks zur Steuerflucht legal:>
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11.08.2010 10:15 Uhr von zimBow
 
+3 | -4
 
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also falls da was dran sein sollte, dass ikea den fiskus bescheißt dann rollen da sicher bald köpfe!

@author gute news - guter stil!

+++
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11.08.2010 10:26 Uhr von usekevin
 
+9 | -1
 
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@ Autor: Falsch. Zumindest im Lager verlangt IKEA von den sklavenbuden, ein Gehalt von MIN 7€ brutto / std. Sollte IKEA mitbekommen, dass die leihbude weniger zahlt fliegt die gesamte leihbude dort heraus. und gerade IKEA ist für leihbuden sehr attraktiv, da die extrem gut bezahlt bekommen. (Laut der Aussage der leihbude wo ich war)

Habe 4 Monate in Dortmund im Lager gearbeitet, daher weiss ich wie das läuft =)

[ nachträglich editiert von usekevin ]
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11.08.2010 10:41 Uhr von hertle
 
+2 | -0
 
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@Autor: Top News... und das beim ersten Mal!!

@Topic
Da hat N24 wohl ein wenig beim ZDF abgeschaut.

Hier mal der original Bericht der gestern bei Frontal 21 lief:
http://www.zdf.de/...
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11.08.2010 10:44 Uhr von HBeene
 
+1 | -3
 
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ALLE ausländischen Firmen bescheißen uns! Ist doch klar!

Siehe Opel: Gewinn war ein Auslandsgewinn der in die USA gehörte, Verluste sind natürlich Sachen die in das ausführende Land gehören also Deutschland!

Denke auch das bei IKEA vieles im Sande verläuft was den Gewinn angeht...traurig!
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11.08.2010 10:47 Uhr von hertle
 
+2 | -0
 
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@HBeene: Na klar...
Das liegt aber natürlich nur und ausschließlich daran, dass es ausländische Firmen sind, gelle???

Deutsche Frimen sind IMMER ehrlich und ausländische Firmen wollen uns IMMER NUR BÖSES...
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11.08.2010 11:02 Uhr von pippin
 
+2 | -1
 
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Wenn der Gesetzgeber: Gesetze erlässt, die derartige Konstruktionen zulassen und die Schlupflöcher für Firmen im Steuersystem weiter in der Größe von Scheunentoren offenlässt, dann ist es kein Wunder, wenn Firmen das ausnutzen.
Da dürfte IKEA bei Weitem nicht alleine sein.

Wenn ich allein daran denke, dass deutsche Unternehmen marode Unternehmen im Ausland aufkaufen, um die dortigen Verluste hier steuermindernd geltend zu machen, dann könnte ich kotzen.
Am abgefahrensten wird es dann noch, wenn diese Käufe durch Subventionen oder ähnliche staatliche Leistungen finanziert werden.

Unsereins wird auf Heller und Pfennig abgerechnet und wie ein Schwerverbrecher behandelt, wenn man mal in der Steuererklärung zwei Euro nicht angibt.

Das allertraurigste ist aber dann das Bild, dass unsere Politiker in diesem Zusammenhang abgeben.
Immer wird gejammert, dass die Steuereinnahmen zurückgehen, aber im gleichen Atemzug werden dann doch wieder Vergünstigungen für Unternehmen eingeführt.
Alles unter dem Deckmantel der Arbeitsplatzsicherung.
Davon sieht man aber herzlich wenig bei uns.
Wenn dann doch mal Arbeitsplätze "gesichert" werden, dann sind das meist Zeitarbeitsplätze oder ähnlich schlecht bezahltes.

Solange die Lobbies schmieren, was das Zeug hält, wird sich daran auch nichts ändern. Schließlich beißt kein Politiker die Hand, die ihn mit Euros füttert.

[ nachträglich editiert von pippin ]
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11.08.2010 11:10 Uhr von strausbertigen
 
+1 | -1
 
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na und? in diesem Staat hier würd ich auch keine Steuern mehr zahlen und egal wieviel Geld es ist, vor dieser Regierung hier in Sicherheit bringen, selbst wenns 10 Euros wären. MEine Kohle ist überall besser in Sicherheit und sinnvoller investiert als hier. Ich gönne jedem Arbeiter in Deutschland SEIN Geld wofür er arbeitet und wenn er es in Sicherheit bringt, gönne ich es ihm 10fach. Diese Regierung und dieses System haben es so verdient! Und komm mir keiner es würde nicht mit weniger Steuern gehen...es gibt auch andere Länder in Europa wo man knapp halb so viel Steuern blecht als in D und es geht auch dort alles normal. Was wir hier zahlen sind keine Steuern, das ist Raubrittertum krassester Sorte!
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11.08.2010 11:59 Uhr von pippin
 
+0 | -1
 
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@strausbertigen: Du hast schon Recht. Wir könnten uns eine Menge erlauben, wenn unsere Regierung mit Geld umgehen könnte.

Was wir allein eingespart hätten, wenn der Regierungssitz in Bonn geblieben wäre, mag ich mir gar nicht ausmalen.
Und die Kosten für das dauernde Hin- und Hergefliege der Politiker sind wohl nur in den Augen mancher Banker "Peanuts".
Die Niederlande kommen ja auch ganz gut mit der Trennung von Hauptstadt und Regierungssitz zurecht.

Wenn ich mir dann noch überlege, was die - in meinen Augen pottenhässlichen - Neubauten der Bundesregierung in Berlin gekostet haben, dann wird mir erst Recht schlecht.
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11.08.2010 12:40 Uhr von Marius2007
 
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Das sind alte Karamellen: Da die Steuergesetze in Deutschland so umfangreich sind das teilweise nicht mal das Finanzamt und die Steuerberater durchblicken ist es doch kein Wunder das die Besteuerung teilweise geringer ausfällt.

Das hat null mit der organisierter Steuerflucht zu tun sondern mit organsiertem Chaos was die Steuergesetze in Deutschland angeht.
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11.08.2010 12:56 Uhr von bigpapa
 
+2 | -1
 
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Ich lach mich weg: Das was der Typ da so grossartig herausgefunden hat, ist Wirtschaftstechnik für Anfänger.

In globalen Konzernen ist es Gang und Gebe , das man durch den Verkauf von Waren die Steuern manipuliert.

Die meisten Steuern werden auf Gewinne gezahlt. Durch die Manipulation des Einkaufspreises der Ware im Land des Vertreiber kann man Millarden machen. Sind in einen Land die Steuern hoch, bekommt das Land einfach ein hohen Einkaufspreis, und kann deshalb weniger bis gar kein Gewinn machen. Resultat das Kapital wird abgeschöpft ohne das man dafür Steuern zahlt. :)

So einfach ist das :)

Gruß

BIGPAPA
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11.08.2010 12:56 Uhr von Mario1985
 
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LOL: Wäre in deutschland nicht möglich, da dies zu einer missbräuchlichen Gestaltung führen würde(§42 AO)
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11.08.2010 13:07 Uhr von U.R.Wankers
 
+2 | -0
 
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Mal anders gefragt: welcher Grosskonzern tut dies nicht?

Michael Schuhmacher tut es doch auch, wieso der als "Schweizer" noch für Deutschland startet, muss man ja auch nicht verstehen.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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11.08.2010 19:39 Uhr von Mario1985
 
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Originell: das ist falsch der ist schon vor jahren in die schweiz ausgewandert, auch schon zu seiner erfolgreichen Zeit bei Ferrari....

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