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Architekt Hans Kollhoff bezeichnet Erscheinung der Berliner Mitte als "deprimierend"

Wenn man einen Berliner zum Bezirksamt Berlin Mitte befragt, fallen ihm viele Stadtteile vom Hauptbahnhof bis zum Alexanderplatz ein. Der Zeitung "Tagesspiegel" gab der bekannte deutsche Architekt Hans Kollhoff (63), als Entscheidungsträger für den Masterplan des Alexanderplatzes, nun seinen Unmut bekannt.

Das Bauwerk des Einkaufszentrums "Alexa" bezeichnete er als "ein Monstrum". Auch andere Neubauten seien eine "Katastrophe" und ergänzte: "Billig, billig, billig, das Primitivste, was man sich vorstellen kann", so der Architekt. Bekanntestes Berliner Kollhoff-Bauwerk ist am Potsdamer Platz, das Backstein-Hochhaus.

Die Lage am Hauptbahnhof zum Alexanderplatz sei noch um einiges schlimmer. "Das ist das Entree Berlins für eine große Zahl von Besuchern. Dort wird eine gigantische Chance vergeben". Kollhoff sagte noch: "Bevor Investoren der Stadt den Rest geben und sie ruinieren, sollte Berlin lieber eine Denkpause einlegen."


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Gebäude, Architekt, Erscheinung, Hans Kollhoff
Quelle: www.ln-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2010 09:12 Uhr von jsbach
 
+4 | -1
 
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Ich kenne Berlin nur aus der Zeit der 90er Jahre und kann mir jetzt nur durch Fernsehbilder einen aktuellen Eindruck davon verschaffen. (Bild zeigt Architekten Hans Kollhoff.
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11.08.2010 10:54 Uhr von Loxy
 
+8 | -0
 
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Stadtplaner Prestigeobjekte, Glas- und Betonklötze werden natürlich umgesetzt und dabei Milliarden verballert, aber lebendige Orte der Subkultur und Publikumsmagnete werden ausgehungert, platt gemacht und gentrifiziert.

Letztens kam bspw. ein Bericht über den Tresor und ich wusste garnicht wie legendär das Teil mittlerweile in aller Welt bei DJs und Anhängern elektronischer Musik ist, aber es hat noch nichtmal für ein Gedenkplakettchen gereicht... einfach platt gemacht und Mietbutzen draufgehauen, die heute zu zwei Dritteln leerstehen.

Dr. Motte meinte es würden heute und wahrscheinlich noch in Jahrzehnten junge Leute aus aller Welt, die nach Berlin kommen danach fragen wo den der Tresor stand.
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11.08.2010 10:59 Uhr von Urrn
 
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Najaaa Berlist ist sich immerhin seines histporischen Erbes bewusst und so erstrahlt Unter den Linden fast wieder im preußischen Glanz. Mit der Fertigestellung des Humboldt-Forums wird dieses ehrwürdige Ensemble vollendet.
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11.08.2010 11:52 Uhr von MacTop
 
+4 | -0
 
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In Berlin Regiert nur noch der Klüngel: Ich bin nun schon 34 Jahre in dieser Stadt, und muss leider festellen, dass hier nur noch geklüngelt wird. Ob bei der Planung, Ausführung und Bewohnerabzocke. Es wird der Mietspiegel gefälscht(ach nee, das heisst ja der Realität angepasst). Auch werden Clubs einfach rausgeekelt. Siehe das Icon, erst wird neben dem Club ein Mietshaus genehmigt, und jetzt Klagen die zugezogenen Landeier über Lärm und bekommen auch noch Recht. Hans Kollhoff HAT RECHT MIT JEDEM WORT.
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11.08.2010 12:15 Uhr von quade34
 
+2 | -3
 
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Schmeißt endlich: das rote Gesocks aus den Rathäusern. Proletarisch/kapitalistische/sozialistische Baukultur auf Billigbasis ist ein großer Schaden für die Stadt. Den roten waren schon immer moderne kulturelle Strömungen suspekt. Sie sind nämlich nicht fortschrittlich, sondern rückwärts gewandt, aus Angst ihre Ideologie nähme Schaden. Freiheit und selbstbestimmte zivile Lebensweise können sie nicht gebrauchen.
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13.08.2010 17:03 Uhr von maki
 
+0 | -1
 
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Wander doch aus, wenns Dir hier nicht passt. :-D: Ist mir sowieso ein Rätsel, wie Du Dein hasserfülltes, armseliges Leben erträgst - wäre fast schon wieder bewunderungswürdig, wenn Du nicht die Atmosphäre rund um Dich vergiften würdest.

PS: Die meisten aktuellen Lampenläden und Protzbauten stammen ja wohl nicht von irgendwelchen "Roten", sondern von solchem Zeug wie "Raffke-Bank" und "Gierschlund&Halsnichtvoll-Properties".

[ nachträglich editiert von maki ]

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