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Enthüllung: Autor Ludwig Thoma schrieb hasserfüllte Schmähschriften gegen Juden

Der bayerische Schriftsteller Ludwig Thoma (1867 - 1921) war als Volksdichter, u.a. mit seinem irdischen Stück "Dienstmann Nr. 172" oder als dem Aloisius als nörgelnder "Münchner im Himmel" erfolgreich. Dafür erhielt Ludwig Thoma fast einen Logenplatz im bayerischen Dichterhimmel.

Aus dem Erfinder der "Lausbubengeschichten" als Deutschen Klassiker wäre noch mehr geworden, das Schicksal nahm aber andere Wege. Was Thomas Kapazitäten schon länger bekannt war: Der Autor verfasste mehr als 100 Leitartikel und Schmähschriften im Miesbacher Anzeiger gegen Juden und die Weimarer Republik.

Der Schriftsteller Thoma erschien als Volksverhetzer und sein Ruf und Ruhm waren stark beschädigt. Die Landeshauptstadt München ging so weit, dass sie den bayerischen Chronisten zu gerne posthum gewürdigt hätten. Das Magazin "Der Spiegel" meldete sogar mit Genuss vom Sturz des "Säulenheiligen der bayerischen Literatur".


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Autor, Jude, Schrift, Enthüllung, Ludwig Thoma
Quelle: www.br-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2010 13:13 Uhr von jsbach
 
+2 | -5
 
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Es muss aber fast 20 Jahre in den Zeitungsarchiven geschlummert haben, bis dies bewusst -oder unbewusst - in die breite Öffentlichkeit gelangte. Aber Volksverhetzung hat nichts in meinem Sprachgebrauch zu suchen. (Bild zeigt Ludwig Thoma in einer seiner beliebten Posen)
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10.08.2010 13:23 Uhr von pippin
 
+7 | -3
 
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@autor: Gibt es diese Meldung auch in verständlich????
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10.08.2010 13:42 Uhr von hitzi
 
+5 | -1
 
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ich versteh ehrlich gesagt auch nur Bahnhof. Wer ist Thomas Kapazitäten? Wurde aus ihm nicht mehr, weil er Schmähschriften geschrieben hat? Hat München ihn nun gewürdigt oder nicht?Was hat der Spiegel am Ende damit zu tun?

Ich les jetzt erstmal die Quelle.

[EDIT] Unbedingt die Quelle lesen, erst dann ergibt das alles Sinn.

[ nachträglich editiert von hitzi ]
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10.08.2010 14:07 Uhr von mag189
 
+2 | -1
 
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Neuigkeit? Lieber Autor,
da hast du ja wirklich eine "Neuigkeit" aufgetan!
Das Thoma Antisemit war bzw. zumindest antisemitische Schriften verbreitet hat, habe ich davor schon gehört. Und darum steht ja auch in der Quelle:

"1989 wird im großen Stil enthüllt, was Thoma-Kenner schon lange wussten: Thoma hatte anonym für den Miesbacher Anzeiger geschrieben, weit über hundert Leitartikel, hasserfüllte Pamphlete gegen Juden und die Weimarer Republik."

Was an deiner Nachricht neu sein soll erschließt sich mir nicht ganz. Du kommst mit deinen "Enthüllungen" also fast 21 Jahre zu spät... ;-)
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10.08.2010 14:09 Uhr von fallobst
 
+3 | -0
 
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@ jsbach: was soll der müll? du bringst eine news aus dem jahre 1989.

http://www.spiegel.de/...

schreib doch noch über den fall der mauer, wenn du schon dabei bist...
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10.08.2010 14:32 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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Die News ist schlichtweg grauenvoll und hat außerdem einen Punkt total außer acht gelassen:

Das alles wurde bereits 1989 enthüllt.

Hier haben wir es also mit einer 21 Jahre alten News zu tun.


Ein großes Lob auch an die Checker!
Anhand solcher Sätze "Was Thomas Kapazitäten schon länger bekannt war" muß ich schon fast weinen...


EDIT: Ähm, OK, war dann doch etwas zu spät.
Na, vielleicht hilft die dreifache Kritik wenigstens...

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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10.08.2010 17:08 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -1
 
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wo wir schon dabei sind: goethe, friedrich rückert oder auch wilhelm busch, verfassten ebenfalls und durchaus vergleichbare ansichten bezüglich unserer "auserwählten".

fehlt noch eine news darüber, welche staatsräson denn nun endlich genehm sein sollte.

heinrich heine, sohn jüdischer eltern, wäre glatt um seinen schlaf gebracht...

"Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht..."
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20.08.2010 02:56 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@funk-a-Tronic: Auch wenn er jetzt umstritten sien mag, gehören Ludwig Thomas Lausbubengeschichten doch zum Allgemeingut.

Wer also mit dem Namen nichts anzufangen weiss, hat in Sachen Literatur eine Lücke.

Meinetwegen verbuche es unter "unnützes Wissen, dass man trotzdem für gewöhnlich hat".
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02.09.2010 21:37 Uhr von OrangeRight
 
+0 | -0
 
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omg das war nun mal früher Gang und Gebe...Wilhelm Busch kann ein Lied davon singen^^

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