10.08.10 09:30 Uhr
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Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn die Erde aufhört, zu rotieren?

Witold Fraczek vom Environmental Systems Research Institute in Redlands (Kalifornien) hat sich mit einem - zugegebenermaßen - sehr hypothetischen Szenario beschäftigt: Er untersuchte die zu erwartenden Auswirkungen, wenn die Erde plötzlich aufhören würde, sich um ihre eigene Achse zu drehen.

Die Erde ist keine Kugel sondern ein Sphäroid - an den Polen abgeflacht und durch die Fliehkraft am Äquator etwas ausgebeult. Hört die Erde nun auf zu rotieren, würde die äquatoriale Wasserwulst in die abgeflachten Polargebiete strömen, bis schließlich näherungsweise eine richtige Kugel entstanden ist.

Dadurch würde sich ein völlig anderes Bild der Erde ergeben: Ein zusammenhängender, ringförmiger Superkontinent trennt die zwei polaren Ozeane voneinander. Russland, Zentralasien und die größten Teile Europas und Nordamerikas wären von der Erdoberfläche verschwunden - überflutet von den verschobenen Wassermassen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Welt, Erde, Natur, Experiment, Kontinent
Quelle: bigthink.com

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.08.2010 09:30 Uhr von alphanova
 
+68 | -3
 
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Ja ja, ich weiß, ich weiß, das ist alles seeeeeeeehr weit her geholt. Trotzdem finde ich die Ergebnisse ganz interessant. Sie zeigen recht eindrucksvoll, dass das Erscheinungsbild der Erde mit ihren Kontinenten und den regionalen Ökosystemen stark von der Erdrotation abhängt. Völlig wertlos im wissenschaftlichen Sinn sind die Daten übrigens auch nicht: Die Erdrotation verlangsamt sich - zwar über den Zeitraum von Millionen Jahren, aber dennoch deutlich messbar.
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10.08.2010 09:38 Uhr von AugenAuf
 
+29 | -14
 
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Dann müssen wir die halt mit ein paar Atomraketen wieder "anschieben". Wo ist das Problem? ;-)
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10.08.2010 09:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+41 | -2
 
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Wieder mal sehr interessante News! Thx!

Aber das Südspanien noch trocken ist, während die Alpen so gut wie komplett im Wasser liegen, ist schwer vorstellbar.

Hätte nicht gedacht, das die Verformung der Erde so stark ist, dass die Ozeane um den Äquator rum trocken gelegt werden.

Naja, kannste zu Fuß nach Mauritius laufen....Was dann aber keine Insel, sondern ein Berg wäre. Auch blöd...Hauptsache Mallorca gibts noch. ;-)

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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10.08.2010 09:49 Uhr von saber_
 
+10 | -2
 
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dieses thema wurde schon in der neusten folge futurama vom freitag behandelt :)

hab die quelle zwar nicht durchgelesen, aber ich sehe das nicht so!

vielleicht waere es in der anfangszeit so wie beschrieben...aber dann wuerde sich theoretisch auf der sonnenabgewendeten seite eine riesen eisschicht bilden und der pol wuerde in der ewigen finsternis bis zum aequator wachsen... und da es immer so weitergehen wuerde, wuerde der wasserspiegel in den ozeanen auch immer weiter sinken... am ende muesste dann ja quasi das komplette wasser in eisform auf der polkappe liegen? :)
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10.08.2010 09:52 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -1
 
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interessanter: fände ich, welche scenarien dafür infrage kommen könnten, damit die erdrotation zum stillstand kommt.

der äquatorwulst ist etwa sechs kilometer höher wie in europa, oder generell in der nähe der pole.

ein stillstand würde einen tsunami in gang setzen, abgesehen von erdbeben, und einer neudefinition der tag- und nachtgleiche =>
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10.08.2010 10:11 Uhr von Kaan71
 
+2 | -7
 
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Falls die Erde ein Hohlkörper ist würde sie wohl ganz zusammenbrechen.

Ähnliche wie wenn man ein Ball mit Wasser füllen würden und schnell drehen würde.
Würde natürlich eine Masse bleiben, aber wohl die Form schon mächtig ändern.

Denke mal, das was in den News steht ist Schwachfug, bin überzeugt das die Auswirkungen viel gravierender wären.
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10.08.2010 10:11 Uhr von little_skunk
 
+9 | -0
 
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@saber: Die Erde bewegt sich immernoch um die Sonne. Damit würde dann ein Tag ein Jahr dauern.

Dein Szenario funktioniert nur wenn die Erde sich immernoch ganz langsam um ihre eigene Achse dreht und zwar so, dass immer die gleiche Seite zur Sonne zeigt.
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10.08.2010 10:12 Uhr von Jaecko
 
+4 | -2
 
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Ähnliche Überlegung hatte ich auch schon mal.

Bei mir die Frage: Was passiert, wenn die Erde schlagartig stehenbleibt. Alles andere (Wasser, Pflanzen, Tiere, Luft) besitzt noch die eigene Trägheit.

Theorie: Wir am Boden würden das garnicht mehr mitkriegen bzw. verarbeiten, da wir durch die Trägheit am nächsten Baum/Wand/Hindernis in Einzelteile zerlegt werden. Bei 6370km Radius sinds ja dann doch gute 1668 km/h, mit denen man sich am schnellsten Punkt auf der Erdoberfläche bewegt.
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10.08.2010 10:16 Uhr von zeitgeist
 
+2 | -0
 
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die berühmte Futurama studie ;): war gute Folge, aber denk mal darüber nach:
Die Sonne würde ohne Eigenrotation der Erde im Sommer die eine Halbkugel bescheinen, im Winter die andere. Nur wenn die Erdrotation 1x /Jahr beträgt, hätten wir das Futurama-Szenario.
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10.08.2010 10:26 Uhr von dreamlive
 
+2 | -2
 
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Szenarien: Die Erde würde auf der einen Seite erheblich an Temperatur zunehmen und auf der anderen S... stark abkühlen. Auf beiden Seiten wäre Leben folglich undenkbar.
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10.08.2010 10:28 Uhr von strausbertigen
 
+10 | -1
 
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Das wird dank: Chuck Norris aber niemals passieren ;)
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10.08.2010 10:48 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -1
 
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Gar nicht so unreal: Die Rotation der Erde nimmt beständig ab.
http://www.welt.de/...

Die Verschiebung der Wassermassen dürfte dabei das kleinste Problem sein. Das Klima und selbst die Atmosphäre hängt an der Rotation.
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10.08.2010 10:53 Uhr von Wieselshow
 
+4 | -30
 
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10.08.2010 11:24 Uhr von Mives
 
+0 | -2
 
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joa: jeh nach dem ob wir auf der tag oder nacht seite sind, könnte es sehr finster für uns aus sehen ...
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10.08.2010 11:26 Uhr von zeitgeist
 
+8 | -0
 
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Abnehmen der Erdrotation: nehmen wir mal an, die errechnete Bremsrate von 4cm/Jahr wäre korrekt und bliebe konstant
Erdumfang in cm 4.000.000.000 / 4cm = 1.000.000.000 Jahre bis zum Stillstand

In 1 Milliarden Jahre haben wir glaub ich andere Probleme. Die von vmaxxer gemutmaßten Auswirkungen auf Klima und Atmosphäre sind eher gering (für die nächsten paar tausend Jahre). Wichtiger ist das Phänomen derzeit für exakte Geowissenschaften und Raumfahrt.

@Wieselshow
Was wäre, wenn wir das Atom spalten könnten? oder Temperaturen nahe dem Nullpunkt? oder Heliumkerne fusionieren?
Alles mal als Gedankenexperiment angefangen. Wissenschaft funktioniert nicht wie im Computerspiel:
"So, ich stecke 5 Billiarden in das Projekt, jetzt wird Fusion erforscht, danach Nahrungsreplikatoren, das dauert 20 Runden"

[ nachträglich editiert von zeitgeist ]
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10.08.2010 11:43 Uhr von CageHunter
 
+0 | -1
 
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Jaaa MoO rockt :D: Ich denke es würde nie so weit kommen...
Wir sind weit genug in der Technik die Erde zu zerstören, da kann das kleine Rotationsproblem ja nich so schlimm sein^^

Wenn die Menschheit erstmal erkannt hätte, dass sie am Arsch ist, wenn das passiert, würden sich vermutlich die großen Nationen zusammenschliessen und eine Lösung für das Problem bauen.

Wenn schon der Drei-Schluchten-Staudamm die Erdachse verschieben kann, überlege man sich mal, was man erreichen könnte, wenn man was baut, das nur zum Drehen der Erde gedacht ist und nicht zur Stromerzeugung^^

Problematischer wäre ein Asteroid weil die Dinger viel zu spät entdeckt werden und sie verdammt schnell sein können, aber wenn´s so weit ist werden wir das wohl kaum noch merken ;)

So...ich geh jetzt den Sternenkonverter erforschen und warte auf die Antaraner, die da kommen mögen :D
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10.08.2010 11:50 Uhr von emjaybmg
 
+4 | -0
 
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Ich bin immer wieder überrascht, wieviel Wissenschaftler sich bei Shortnews rumtreiben :-D
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10.08.2010 12:02 Uhr von emjaybmg
 
+3 | -6
 
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@ Wolfsburger: Die Leute,die sich über sowas Gedanken machen, werden nunmal bezahlt und müssen eine Daseinsberechtigung nachweisen.
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10.08.2010 12:25 Uhr von HBeene
 
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Was würde passieren wenn Politiker Arbeiten? Man weiß es nicht...
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10.08.2010 12:42 Uhr von WinnieW
 
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Diese Überlegung haben wir in der Schule: bereits mal im Physik-Leistungskurs angestellt.

Zunächst mal muss man sich überlegen ob die Erde langsam oder abrupt abgebremst wird.
Sollte die Erde selber abrupt abgebremst werden würden sich nicht nur die Wassermassen tsunamiartig verhalten auch die Atmosphäre würde weiterströmen und wir hatten einen globalen Sturm mit Überschallgeschwindigkeit.
Die Rotationsenergie der Erde müsste auch irgendwie in eine andere Energieform umgewandelt werden, und die ist nicht wenig.

Wenn die Erde still steht und die Sonne ständig nur eine Seite bescheint dann wird die eine Seite heiss und die andere Seite kalt. Auf der heissen Seite würde bald ein dampfendes Klima herschen und auf der kalten Seite würde es fast immer regnen oder schneien.
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10.08.2010 12:43 Uhr von Schwertträger
 
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@Wolfsburger, ejaybmg, HBeene: Ihr habt mit wissenschaftlicher Arbeitsweise nicht sehr viele Berührungspunkte, nicht wahr?
Irgendwie merkt man das.
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10.08.2010 13:33 Uhr von saber_
 
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@little_skunk: "Die Erde bewegt sich immernoch um die Sonne. Damit würde dann ein Tag ein Jahr dauern.

Dein Szenario funktioniert nur wenn die Erde sich immernoch ganz langsam um ihre eigene Achse dreht und zwar so, dass immer die gleiche Seite zur Sonne zeigt."


Falsch

befestige einen ball an einem seil und dreh dich um deine eigene achse - dann wirst du feststellen das der ball sich zwar um dich dreht, aber immer mit der selben seite zu dir schaut;)

ich glaub da ist dir ein kleiner gedankenfehler unterlaufen;)
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10.08.2010 13:43 Uhr von little_skunk
 
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@saber: Dann betrachte dein Beispiel mal aus Sichtweise des Balls. Der dreht sich dabei um seine eigene Achse. Das ist deine kleiner gedankenfehler ;)
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10.08.2010 13:58 Uhr von alphanova
 
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@saber_: In den beschriebenen Fällen ist trotzdem noch eine Rotation vorhanden. In dem Szenario mit der Erde ist es eine gebundene Rotation.

Dein Beispiel mit dem Ball ist eine doppelt gebundene Rotation bzw Korotation, wie sie auch beim System Pluto-Charon auftritt.

http://de.wikipedia.org/...
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10.08.2010 14:10 Uhr von AnotherHater
 
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Total interessant und in meinen Augen doch absolut belanglos. Aber wer es toll findet: Bitte, tut euch keinen Zwang an. ;-)

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