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Firma ließ Zeitarbeiter ohne Schutzkleidung arbeiten - auch Sohn vergiftet

In Dortmund wurde ein 28-jähriger Zeitarbeiter durch krebserregende Dioxine vergiftet. Auch beim Sohn des Mannes wurden erhöhte Giftwerte im Blut festgestellt. Das Gift hatte der Mann nichts ahnend mit seiner eigenen Arbeitskleidung mit nach Hause gebracht.

Der Mann arbeitete als Schweißer beim Dortmunder PCB-Entsorger Envio im Dortmunder Hafen. Schutz- oder Arbeitskleidung für seinen gefährlichen Job bekam er weder von Envio noch von der Zeitarbeitsfirma. Später wurde ihm mitgeteilt, dass sein Körper einen 300-fach erhöhten PCB-Wert aufweist.

Erst als sich die Familie des Zeitarbeiters an die Presse gewandt hatte, wurden auch die Blutwerte der Familie des Zeitarbeiters überprüft.


WebReporter: KurtsNachrichten
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Sohn, Firma, Vergiftung, PCB, Zeitarbeiter, Envio
Quelle: www.derwesten.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.08.2010 11:59 Uhr von realsatire
 
+20 | -1
 
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Wird immer schlimmer, kostet eben ein paar Euro die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Warum denn auch bei Leiharbeitern Geld "verschwenden"?
Ob in diesem Falle ein hartes Urteil gesprochen wird?
Vermutlich aber eher Bewährung und lächerliche Geldstrafen, vielleicht noch Schmerzensgeld etc in geringer Höhe.
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07.08.2010 12:49 Uhr von darkdaddy09
 
+19 | -0
 
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Der "einfache" Arbeitnehmer ist nix mehr wert: wenn sie arbeitslos sind, werden sie vom Staat schikaniert und wie Dreck behandelt, wenn sie dann arbeiten müssen, sind es meist so billige Firmen, die kurz vor der Pleite stehen und die Arbeitnehmer richtig ausbeuten. Irgendwann kommt die Zeit, wo normale Arbeitnehmer auch geschlagen werden dürfen.
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07.08.2010 17:52 Uhr von there4you
 
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wäre mal intressant zu wissen ob die festangestellten Mitarbeiter Schutzkleidung tragen.Die Firma hätte den Zeitarbeiter auf jedenfall über Risiken aufklären müssen und ihm die Schutzkleiung aushändigen müssen.
Solchen Firmen würde ich es gönnen,wenn sie dichtgemacht werden.
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07.08.2010 18:19 Uhr von bpd_oliver
 
+9 | -0
 
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Nähern: sich deutsche Firmen etwa immer mehr chinesischen Standards an, was die Sicherheit am Arbeitsplatz betrifft?
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08.08.2010 13:45 Uhr von Jorka
 
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@there4you: Nicht nur dichtmachen, hohes Schmerzensgeld an die Opfer und den Vorstand der Firma in den Knast werfen.

Im übrigen kann ich nur sagen, unglaublich wie ein ehemals blühendes Land in 2 Jahrzehnten so herunterwirtschaften kann, das selbst die Ärmsten der Armen Deutschland meiden (jedenfalls solange sie arbeitswillig sind).

[ nachträglich editiert von Jorka ]
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08.08.2010 15:11 Uhr von TheEagle92
 
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leichtsinn: dafür sollte die firma nun blechen bis zum abwinken

solch ein leichtsinn sollte meiner meinung nach hart bestraft werden
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08.08.2010 19:20 Uhr von richie1608
 
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so was kommt von hartz4: so was kommt von hartz4, sparen saren sparen, Arbeitslose gibt es zu massen.
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08.08.2010 22:19 Uhr von hofn4rr
 
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kostengründe: hmmm

ich kann mir kaum vorstellen das es absicht war, aus kostengründen auf die entsprechende schutzkleidung und hinweisen zur arbeitssicherheit zu verzichten.

jeder halbwegs gebildete weiß wie extrem gesundheitsschädlich
der umgang mit pcb (dreckiges dutzend chemischer substanzen) sein kann.

und vorgesetzte müssten eigentlich wissen, das sie mit einem bein im gefängnis stehen, wenn sie das leben der mitarbeiter wegen fahrlässigkeit aufs spiel setzen.
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09.08.2010 17:58 Uhr von floridarolf
 
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lol: zeitarbeit ist doch klasse arbeiten für nichts so wie praktikum der chef muß kein gehalt bezahlen muahahaha
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17.08.2010 16:57 Uhr von PeterLustig2009
 
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@jorka: Lol so lustig was dir zu Dolchen Themen einfällt.

Das erste ist immer erstmal den Vorstand entlassen , weil es so einfach ist.

Schon mal überlegt dass bei einem Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen der Vorstand ganz sicher gar nichts davon weiß? Aber Hauptsache die Bnzen müssen gehen was :)

Warum hat er sich eigentlich darauf eingelassen die vorgeschriebene Schutzkleidung nicht zu benutzen?
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17.08.2010 17:57 Uhr von Jaraen
 
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Tjaja die lieben: Zeitarbeitsfirmen in Deutschland.
Eine davon wollte mich ohne Krankenversicherung zum Arbeitsplatz schicken und eine andere sogar ohne Arbeitsvertrag. Die meinten dann lapidar , dass allein der Arbeitsauftrag bereits als Arbeitsvertrag gillt.

Diese Firmen bescheissen die Arbeitnehmer von vorne bis hinten aber nunja wo kein kläger da kein Richter.
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18.08.2010 07:43 Uhr von PeterLustig2009
 
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@Jaraen: Zeitarbeitsfirma die jemanden ohne KV arbeiten lassen will? Wie geht das wo die Mitgliedschaft in einer KV gesetzlich vorgeschrieben ist?

Und rechtlich gesehen reicht ein Arbeitsauftrag völlig aus solange der Arbeitsvertrag nachträglich abgeschlossen wird.

Übrigens ist hier das Verschulden ausschließlich beim Arbeitgeber und nicht der Zeitarbeitsfirma zu suchen. Allerdings Frage ich mich immer noch wieso er sich darauf eingelassen hat
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20.08.2010 11:21 Uhr von floridarolf
 
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deine zukunft als arbeitssklave: wenn ich chef wär würd ich nur noch 1 euro jobber und praktikanten einstellen zeitarbeiter sind zu teuer weil arbeit muß sich doch wieder lohnen NELSON HA HA
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06.09.2010 11:07 Uhr von supermeier
 
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War im TV: und danch hatte keiner der dort Angestellten die notwendige Schutzkleidung, geschweige denn die notwendige Sicherheiteinweisung im Umgang mit gefährlichen Stoffen.

Ganz zu schweigen von dem sorglosen Umgang mit selbigen, z.B. ungesichertes Lagern an frischer Luft auf dem Firmengelände. Da sind nicht nur die Arbeiter erhöhten Belastungen ausgesetzt.

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