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Neue Studie weckt Zweifel an bisherigen Ergebnissen zum lunaren Wassergehalt

Kürzlich veröffentlichten mehrere Forschungsteams Ergebnisse, wonach das Mondgestein mehr Wasser beinhaltet als zunächst vermutet (ShortNews berichtete). Zachary Sharp von der University of New Mexico kommt gemeinsam mit einigen Kollegen zum gegenteiligen Ergebnis - der Mond soll demnach sehr trocken sein.

Sharp konzentrierte sich in seiner Studie auf verschiedene Chlor-Isotope und deren Gehalt im Mondgestein. Dazu analysierte man zwölf Proben und maß den Gehalt des schwereren Chlor-37-Isotops. Chlor gilt im Allgemeinen als extrem wasserliebend, weswegen es sich bei Abwesenheit von Wasser schnell verflüchtigen soll.

Den Forschern zufolge spricht der hohe Anteil dieses Isotops dafür, dass das Mondgestein bei seiner Entstehung wesentlich weniger Wasserstoff enthielt als irdisches Gestein. Damit wäre auch der Wassergehalt des Mondgesteins deutlich kleiner als jener, der in vorangegangenen Untersuchungen geschätzt wurde.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Wasser, Weltraum, Mond, Astronomie
Quelle: astronomie.scienceticker.info

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.08.2010 13:39 Uhr von alphanova
 
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R´in inne Kartoffeln, raus ausse Kartoffeln.. So hätte man dieses "Hin und Her" früher bezeichnet. Gewissheit in dieser Fragestellung kann wohl nur eine Mondmission geben, in welcher Gesteinsproben aus vielen verschiedenen Regionen analysiert werden können.
Für den hohen Wassergehalt der früheren Studien machen die Forscher laut Quelle übrigens Untersuchungen an "untypischem" Mondgestein verantwortlich.
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06.08.2010 19:22 Uhr von K.T.M.
 
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Ist es eigentlich möglich, dass sich das Verhältnis auch noch nach der Entstehung ändert? Das Gestein ist ja 3.2-4.6 Mrd Jahre alt. Demzufolge ist es ja auch schon lange dem Sonnenwind und der kosmischen Strahlung ausgesetzt. Wenn sich dadurch auch Chlorwasserstoff bilden kann, kommt es doch auch zu einer Anreicherung von Chlor-37 unabhängig vom Wassergehalt.
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06.08.2010 22:06 Uhr von CrazyT
 
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@DerBelgarath: ,,Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält`

Wozu überhaupt irgendwas wissen?
Schätze die meisten fasziniert es einfach, und wollen am besten alles über unsern "Nachbarn" wissen.
Vieleicht kann man diese Erkenntnisse ja auch auf andere Monde anwenden, um Schlüsse über deren Entstehung zu ziehen.

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