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Forscher beobachten erstmals die Elektronenlücke ionisierter Atome in Echtzeit

Prof. Ferenc Krausz vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching gelang eine Premiere: Gemeinsam mit seinem internationalen Team konnte er erstmals die entstandene Elektronenlücke eines kurz zuvor ionisierten Atoms in Echtzeit beobachten.

Zunächst schoss ein vier Femtosekunden kurzer Lichtpuls ein Elektron aus der äußeren Schale eines Krypton-Atoms heraus. An dieser Stelle entstand eine positiv geladene Elektronenlücke, welche auch weiterhin pulsiert. Dieses Phänomen wird als Quantenschwebung bezeichnet und ist schon länger bekannt.

Die Wissenschaftler konnten diese pulsierende Lücke anschließend mit Hilfe von 150 Attosekunden andauernden Lichtblitzen beobachten. Sie schwingt in einem Zeitraum von nur sechs Femtosekunden zwischen einem gestreckten keulenförmigen Zustand und einem zusammengezogenen Erscheinungsbild hin und her.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Atom, Echtzeit, Elektron, Quantenoptik
Quelle: www.mpq.mpg.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2010 13:06 Uhr von alphanova
 
+9 | -2
 
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Quantenmechanische Experimente dieser Art sind leider nur schwer vorstellbar, allein schon wegen der notwendigen Präzision und natürlich wegen den winzigen Dimensionen der Elementarteilchen.
Die Ergebnisse dieses Versuchs können mittelfristig in verschiedenen Forschungsbereichen weiter verwendet werden, weil sie das Verständnis fundamentaler biologischer und chemischer Prozesse verbessern.
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05.08.2010 20:41 Uhr von Sopha
 
+1 | -0
 
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allein die Vorstellung das man Elektronen aus ihrer Schale rausschießen kann....

Und auch die Zeitdimensionen gehen eher in den Bereich unvorstellbar :P

Klasse News
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06.08.2010 12:13 Uhr von K.T.M.
 
+0 | -0
 
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Mal ne Frage an die Physiker hier: Wie schafft man es mit sichtbaren Licht Krypton zu ionisieren?
Die Ionisierungsenergie von Krypton ist 14 eV. Sichtbares Licht hat maximal 3,26 eV (Violett: 380 nm). Ich weiß, dass es eine Zwei-Photonen-Absorption gibt. Allerdings müsste ja in dem Beispiel 5 Photonen innerhalb 0,1 femtosekunden auf die gleiche Stelle treffen. Das erscheint mir extrem unwahrscheinlich.
Oder hab ich jetzt irgendwo nen Denkfehler?

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