04.08.10 17:48 Uhr
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Hartz IV: Im Süden die meisten Sanktionen

Aus einer aktuell von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Statistik geht hervor, dass im Süden Deutschlands die meisten Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen werden. Spitzenreiter ist dabei Kelkheim mit 6,2 Prozent "Strafquote". Allerdings gibt es dafür Gründe, wie die BAfA erklärt

So seien nicht etwa die Arbeitsvermittler in den südlichen Bundesländern strenger, vielmehr liege das an den dort häufigeren Angeboten. Je mehr Stellen einem Hartz-IV-Empfänger angeboten werden, desto häufiger werden diese auch verweigert. Auch verspätete Meldungen oder Pflichtverletzung sind Gründe

Insgesamt aber sinkt die Zahl der Sanktionen. Im letzten Jahr wurden bei 126.946 Langzeitarbeitslosen die Leistungen komplett gestrichen, ca. 4.500 weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen stieg in diesem Zeitraum von 4,8 auf 4,9 Millionen Menschen.


WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Sanktion, Süden
Quelle: wirtschaft.t-online.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.08.2010 17:48 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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Fällt mir jetzt irgendwie schwer, diese News als positiv oder negativ einzustufen. Wenn ich die Gesamtzahlen so sehe, möchte ich nicht in Jubel ausbrechen, mal vornehm ausgedrückt...
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04.08.2010 18:03 Uhr von Dark_Apollo
 
+15 | -3
 
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Arbeitslose die bösen faulen Menschen, oder was will uns jetzt diese Statistik suggerieren?

Eine Arge oder Arbeitsagentur arbeitet für mich nur dann gut, wenn sie überdurchschnittlich viele Menschen unter Brot und Arbeit bringt. Ich meine damit nicht Arbeit zu Dumpinglöhnen und 1€-Job, sondern anständige Arbeit. Vielleicht sollte man mal in dieser Richtung eine Statistik machen. Aber dann könnte man die ganze BRD einheitlich dunkelrot malen.

Mfg d_a
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04.08.2010 18:18 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -2
 
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Statistik: Die Statistik sagt, dass nur relativ wenige Hartz-IV-Empfänger sanktioniert werden wenn sie eine Arbeit einfach so ablehnen oder anderweitig ihren Pflichten nicht nachkommen. 127.000 von 4,9 Millionen, also gerade mal 2,6 Prozent im Schnitt. Im Osten oft noch weniger.

Im Süden wird viel vermittelt, deswegen kommt es dort öfter zu Strafen, weil zwangsläufig dann auch mehr Stellen abgelehnt werden.

Ich vestehe nicht, warum man da gleich wieder was gegen die Hartz-IV-Empfänger hineininterpretieren muß...
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04.08.2010 18:42 Uhr von Dark_Apollo
 
+9 | -0
 
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"Stellenvermittlung": Jolly.Roger schrieb:
"Im Süden wird viel vermittelt, deswegen kommt es dort öfter zu Strafen, weil zwangsläufig dann auch mehr Stellen abgelehnt werden."

Es wird dort möglicherweise viel vermittelt. Aber so wie ich die Bayern kenne, lassen die nicht jeden Mist mit sich machen. In den nördlichen, speziell östlichen Bundesländern wo Lohndumping beinahe schon ein Dauerzustand ist, macht es schon fast keinen Unterschied mehr, ob die für einen Euro ackern gehen, oder für 7 Euro .. oder weniger regulär arbeiten. Die sind schon froh wenn sie einen 1€ Job bekommen.

Machen wir uns doch nichts vor. Das was die vermitteln spottet jeder Beschreibung. Alles was ich bisher gehört habe, sind immer "Vermittlungen" in diverse sinnfreie Kurse wzB. "besser bewerben", oder "wie ernähre ich mich besser"
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04.08.2010 18:47 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -3
 
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Vermittlung: Schwer zu sagen, kenne einen Fall sehr genau, aber das ist sicher nicht repräsentativ....

Trotz seines hohen Alters von 60 Jahren bekam der Bekannte etliche Stellenangebote vom Arbeitsamt vermittelt. Einen Job hat er dann auch bekommen, Bezahlung war auch gut.

Also alles nur auf die Vermittler in den Jobagenturen zu schieben ist auch etwas zu einfach...
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04.08.2010 18:51 Uhr von Copykill*
 
+4 | -22
 
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04.08.2010 19:09 Uhr von chap0club
 
+5 | -5
 
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copykill: wer hat dir in dein hirn geschissen?
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04.08.2010 19:30 Uhr von Marco Werner
 
+9 | -1
 
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@Copykill: >Wobei es da schon bals Traurig ist, das man teilweise mit ehrlicher Arbeit fast schlechter dasteht als mit H4.
Da soll der Staat mal eingreifen.


Falls du dabei daran denkst,daß die Hartz4-Sätze zu hoch sind und dadurch kein Arbeitsanreiz für Geringverdiener besteht,solltest du aber folgendes bedenken: Würden die Hartz4-Sätze gesenkt,würde zwar die Differenz zwischen Geringverdienst und Hartz4 größer werden...aber wem (außer der Staatskasse) wäre damit geholfen ? Der Geringverdiener hat dadurch auch nicht mehr Geld in der Tasche. Und daß unsere Politiker kein Interesse daran haben,was in die gegenteilige Richtung zu ändern (d.h. daß Löhne auch mal steigen),haben sie ja mittlerweile nicht erst einmal bewiesen...
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04.08.2010 19:32 Uhr von Copykill*
 
+4 | -14
 
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04.08.2010 19:36 Uhr von Copykill*
 
+4 | -5
 
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@Marco Werner: Mich stören im Grunde die Empfänger die Hartz 4 nicht als das sehen wo für es gedacht wurde.
Als eine Überbrückung für eine Zeit in der man eben keine Arbeit findet.
Sondern die jenigen, die sich sagen "H4 reicht mir vollkommen, wofür arbeiten gehen, ich bin zufrieden"

Es gibt zu viele Menschen für die H4 nicht der Anreiz ist, sich so schnell wie möglich wieder einen Job zu suchen,
sonder ein Anreiz sich eben keinen mehr zu suchen.

[ nachträglich editiert von Copykill* ]
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04.08.2010 20:14 Uhr von weg_isser
 
+4 | -1
 
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@ Copykill*: Ist ja interessant, dann sag mal was du unter "zuviele" verstehst und woher du weißt, wieviele so leben?

Laut der Studie sind es ca. 2,5% die Arbeit komplett Verweigern, dass ist nicht sonderlich viel.

Ich weiß nicht wieviele es sind, die keine Lust auf Arbeit haben, es aber nicht so weit treiben, dass ihr H4 gekürzt wird.
Aber es sind sicher nicht 97,5%.
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04.08.2010 20:40 Uhr von cyrus2k1
 
+7 | -3
 
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@weg_isser: Es steht doch in der BILD, dann muss es doch stimmen. Weiter geht der Horizont von so Leuten wie Copykill halt nicht. Aber wenn er mal selbst mit der Arge zu tun hat, dann wird er sehen wie "gemütlich" das ist in der "Sozialen Hängematte". Solche Leute wie er müssen erst selbst in so eine Situation kommen um zu verstehen.
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04.08.2010 23:22 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -0
 
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Naja: sagen wir mal, 2,6 Prozent sind so dreist, dass sie die Jobs einfach ablehnen und deshalb ihr Leistungen gestrichen bekommen.

Wieviel solche Jobs mit Tricks "umgehen", weiß man natürlich nicht.

Aber es ist richtig: Nicht die Hartz-IV-Sätze sind zu hoch, die Arbeit wird im Vergleich zu den Preisen viel zu schlecht bezahlt.
Ist auch erstaunlich, daß die Unternehmen das nicht kapieren. Je schlechter die Bezahlung, desto niedriger der Konsum. Die Inlandsnachfrage ist sowieso schon extrem niedrig. Aber hauptsache der Export boomt...
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05.08.2010 06:11 Uhr von frederichards
 
+0 | -2
 
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und auch die meisten Verfahren deswegen: Glückwunsch Bayern und BW, dass ihr den Rechtsanwälten Umsatz generiert, der bei den Hartz IV Empfängern viel besser aufgehoben wäre!
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05.08.2010 16:05 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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@frederichards: ?

Ein H4 ignoriert ein Stellenangebot oder kommt seinen Pflichten nicht nach, bekommt deswegen die Unterstützung gestrichen, rennt zum Anwalt und deiner Meinung nach sind die Arbeitsagenturen daran schuld?

Musst du mir bitte erklären...

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