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Missbrauchsfall von Ameland: Nur Anti-Aggressionstraining für die mutmaßlichen Täter?

Die mutmaßlichen Vergewaltiger in einem Feriencamp auf der Nordseeinsel Ameland kommen möglicherweise um ein Strafverfahren herum. Wie der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer sagte, wird gegen die Beschuldigten vielleicht keine Anklage erhoben.

Retemeyer begründete dies mit dem Erziehungsgedanken im Jugendstrafrecht. "Im Jugendstrafrecht gibt es verschiedene Möglichkeiten der Ahndung", so Retemeyer. Daher könne das Verfahren für einige der Jugendlichen auch mit einem Anti-Aggressionstraining oder einen Täter-Opfer-Ausgleich beendet werden.

Anfang Juli dieses Jahres waren in dem Feriencamp auf Ameland, was vom Stadtsportbund Osnabrück organisiert wurde, mehrere Jungen von anderen Teilnehmern der Ferienfahrt sexuell misshandelt und gequält worden (ShortNews berichtete mehrfach).


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Strafe, Täter, Missbrauch, Missbrauchsfall, Ameland
Quelle: www.abendblatt.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.08.2010 14:41 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -1
 
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Ich finde schon, dass die mutmaßlichen Täter vor Gericht gehören, denn das waren keine "dummen Jungenstreiche" mehr, sondern schwere sexuelle Vergehen. Kommt es nicht zur Anklage, ist das eine Verhöhnung der Opfer!
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04.08.2010 14:46 Uhr von Xadramir
 
+7 | -0
 
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Ach nen Klaps auf den Po das reicht: Wenn ich das schon lese der Erziehungsgedanke steht im Vordergrund, ja toll. Man darf also Jugendlicher jemanden auf übelste Vergewaltigen und kriegt als bestrafung nen klapps auf den PO, so lernt man natürlich das man es nicht wieder tun sollte.
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04.08.2010 16:03 Uhr von misantroph
 
+2 | -7
 
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@DerBelgarath: wann begreifen leute wie du eigentlich, dass die "kuscheljustiz" um einiges mehr bringt als knast? ist wissenschaftlich erwiesen. musst mal die rückfallquoten bei knast und erzieherischen maßnahmen vergleichen. erzieherische maßnahmen sind 12 mal wirkungsvoller. aber diese wissenschaftler sind ja alles gutmenschen, oder? klappt auch in anderen ländern, die solche sachen so handhaben, wie du es dir wünscht, super... in amerika zum beispiel... 90 % rückfallquote in bootcamps. na das nenn ich doch mal erfolgreich.
knast bringt einem nur bei, dass das, was man getan hat, falsch war, bzw. von jemand anderem als falsch angesehen wird. eine verbesserung tritt aber nur ein, wenn man selbst begreift, warum die tat falsch war, also lernt, sich in das opfer zu hinein zu versetzen.
aber was red ich, ihr seid doch alles erziehungsexperten und habt euch sicher jahrelang mit solchen themen beschäftigt, wissenschaftliche studien auf der ganzen welt ausgewertet und analysiert und jugendliche straftäter auf ihrem weg zurück in die gesellschaft begleitet, oder?
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04.08.2010 16:11 Uhr von Kamimaze
 
+4 | -0
 
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@misantroph: Es kommt natürlich auch immer auf die Taten an, aber in diesem Fall handelt es sich nicht mehr um "Kaugummidiebstahl", sondern um schweren sexuellen Missbrauch, wodurch die Opfer tagelang in Angst uns Schrecken versetzt wurden, von den selischen und körperlichen Schmerzen mal ganz zu schweigen.

Das sagte selbst Wolfgang Bergmann, ein renomierter Kinder- und Jugendpsychologe, gestern in einem Interview, obwohl auch gerade DER sonst nicht zur Law-and-Order-Franktion gehört, sondern genau wie du FÜR die "Kuscheljustiz" plädiert, aber wie gesagt, schwerer gemeinschaftlicher sexueller Missbrauch ist eben kein Bagatelldelikt mehr...
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04.08.2010 18:07 Uhr von misantroph
 
+1 | -2
 
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ich: sag doch nicht, dass man die täter nicht bestrafen soll. ich sag nur, dass man sie sinnvoll bestrafen soll. bewährung und müllaufsammeln im park ist genauso sinn- und nutzlos wie 5 oder 7 jahre knast. außerdem denk ich nicht, dass diese täter "intensivtäter" sind. wenns dir um intensivtäter geht, dann lies das buch von der leider verstorbenen richterin heisig, dann siehst du mal, was sinnvolle vorschläge sind. die täter in diesem fall würde ich dazu verdonnern, ein jahr lang mindestens 3-4 nachmittage die woche in die geschlossene anstalt schicken und dort zu arbeiten und gespräche mit missbrauchsopfern zu führen. oder ins frauenhaus, damit sie mal sehen, wie die leute, die opfer geworden sind, darunter leiden.
ich hab letztens einen artikel über einen richter gelesen, der die jugendlichen zum bücher lesen verurteilt, und zwar bücher, die mit der tat zu tun haben. die jugendlichen bekommen einen zeitraum, in dem sie das buch lesen und danach ihre gedanken dazu aufschreiben müssen. dann gibt es ein abschlussgespräch zu dem geschriebenen, bei dem geprüft wird, in wie weit sich wirklich zu dem thema gedanken gemacht wurden. und siehe da, bei einem großteil wirkt es. und das nach einem buch. klar, das das nicht bei jedem funktioniert, aber es gibt immer einen besseren weg, als die täter nur weg zu sperren. und wenn es heim mit richtiger pädagogischer betreuung ist. knast ist nichts als bloße demütigung, es wird nichts weiter als hass aufgebaut. und das ziel sollte doch nicht sein, jemanden weg zu sperren, wieder raus zu lassen und dann wieder weg zu sperren, weil sich nichts geändert hat, sondern den täter dazu zu bringen, seine tat ernsthaft und ehrlich zu bereuen. denn nur dann kommt so etwas nicht wieder vor.
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04.08.2010 19:24 Uhr von Kamimaze
 
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@misantroph: Ich stimme dir ja insofern zu, dass ich auch der Meinung bin, dass die mutmaßlichen Täter nicht in den Knast gehören, weil das, wie du richtig schreibst, nichts bringt.

Allerdings gehören sie durchaus vor einen Jugendrichter, die Taten sollten schon gesühnt werden, aber natürlich nicht vergolten...

> "... dann lies das buch von der leider verstorbenen richterin heisig..."

Apropos: http://detlefnolde.wordpress.com/...
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04.08.2010 20:08 Uhr von misantroph
 
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@kamimaze: "Allerdings gehören sie durchaus vor einen Jugendrichter, die Taten sollten schon gesühnt werden, aber natürlich nicht vergolten..."
dafür 100% zustimmung.
allerdings nicht für den link. wie schwer ist es zu glauben, dass eine jugendrichterin, die nur ihre arbeit lebt einfach irgendwann nicht mehr kann? und du weißt ja nicht mal, was in ihrem privatleben los war. das war weder eine zionistische verschwörung noch irgendwelche von den arabischen großfamilien geschickte auftragsmörder. und auch nicht der geheimdienst, weil sie unbequem geworden ist.
menschen bringen sich auch um, wenn man es ihnen davor nicht angemerkt oder zugetraut hätte. siehe enke, siehe merckle (ratiopharm-chef).
dass es allgemein auf der welt oft beschissen läuft, ist keine verschwörung, das ist einfach unfähigkeit, unwille, verbohrtheit, gier und faulheit. wenn leute etwas verbessern wollen, dann steht ihnen eine riesige masse entgegen, die vor allem nur wollen, dass sich nichts verändert. die einen, weil sie angst vor veränderung haben, die anderen, weil sie ihre stellung oder macht nicht verlieren wollen.
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06.08.2010 10:14 Uhr von CoffeMaker
 
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aus den News werd ich nicht schlau. Am Anfang steht Vergewaltigung und am Ende sexuelle Misshandlung. Was den nun? Beides sind unterschiedliche Taten.

Wir haben damals im ZV-Lager auch mal einen beiseite genommen und mit nem Handfeger übern Schniedel gerubbelt. Genau betrachtet wäre dies auch schon sexuelle Misshandlung.
Die Frage ist wie wird die Sache aufgebauscht. Wir haben das als erzieherische Maßnahme angewendet (die nebenbei natürlich auch lustig war) ..ein anderer hätte daraus ein Verbrechen gemacht.
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06.08.2010 23:40 Uhr von CardiBa75
 
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@CoffeMaker: Bitte was?? "mit nem Handfeger übern Schniedel gerubbelt" als erzieherische Massnahme?? Und dann wars nebenbei noch lustig?? Das ist demütigend und du bist krank, soviel steht für mich fest!!
Zur Info:: 15 jährige Jugendliche sollen anderen, jüngeren Jugendlichen Colaflaschen, Stiele von Kehrschaufeln oder Besen anal eingeführt haben. Das ist sowohl Vergewaltigung als auch sexueller Missbrauch.
Und keine erzieherische Massnahme, die nebenbei noch lustig ist.
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08.08.2010 20:48 Uhr von speak999
 
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Knallharte Justiz-: Eigentlich hätte sich das Opfer entschuldigen müssen!

Mein Gott.

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