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Landgericht: Urteil im Rechtsstreit YouTube gegen GEMA auf Ende August vertagt

Das Urteil über die Sperrung von 600 Videos auf YouTube, welches die Verwertungsgesellschaft GEMA verlangt, wurde auf Ende August verschoben. Sollte die GEMA mit ihrem Anliegen vor dem Landgericht Recht bekommen, könnte die GEMA sogar bis zu 10.000 Videos sperren lassen.

Nach Ansicht der Verwertungsgesellschaft ist die Videoplattform dafür verantwortlich, noch vor Veröffentlichung von hochgeladenen Videos zu prüfen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind.

Google, als Betreiber von YouTube, sieht das etwas anders. Das Unternehmen ist der Meinung, dass die Inhaber urheberrechtlich geschützter Videos selbst nach Verstößen suchen sollen und stellt dafür das Programm "Content-ID" zur Verfügung.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, YouTube, Rechtsstreit, Landgericht, GEMA
Quelle: winfuture.de

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31.07.2010 10:00 Uhr von Jlaebbischer
 
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Hoffentlich kommen die langsam mal zu einem für die User positiven Ergebnis.

Ich will endlich wieder Musikvideos auf YT sehen können.

Bzw. wenn die Gema gewinnt kann YT sowieso in Deutschland die Pforten schliessen, eil man dann wirklich nur noch irgendwelchen Schrott ansehen kann...
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01.08.2010 15:03 Uhr von Hawkeye1976
 
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Stimmungsmache gegen die GEMA: Die GEMA will nur eines: eine faire Entlohnung der Urheber dafür, dass ihre Werke auf Youtube öffentlich aufgeführt werden und Youtube damit Geld verdient.

Es gab seinerzeit schon mal eine entsprechende Einigung. Dann standen die Neuverhandlungen an und in Anbetracht der wachsenden Umsätze der Plattform verlangte die GEMA nun, dass auch die Abgaben für die Urheber dieser Entwicklung angemessen angeglichen werden. Aber Youtube/Google schmeckte das gar nicht und so wurden die Verhandlungen seitens von Youtube/Google gezielt "torpediert", indem sich zum Beispiel nicht an Absprachen gehalten wurde und dann der GEMA der schwarze Peter zugeschoben wurde.

Um das mal mit einem für Normalsterbliche verständlicheren Beispiel klarzumachen:

Stellen wir uns vor, die Firma XY produziert den Artikel Z. Zur Herstellung dieses Artikels benötigt die Firma XY ein Bauteil, welches nur von der Firma A hergestellt wird. Also vereinbaren XY und A einen entsprechenden Vertrag über die Zulieferung des Bauteils.
Im Laufe der Zeit hebt die Firma XY nun den Preis ihres Produkts an, um den Gewinn zu steigern, da sich der Artikel sehr großer Beliebtheit erfreut und reißenden Absatz findet.

Hierdurch hat sich ein Faktor, der für die Kalkulationen der Firma A beim ersten Vertragsabschluss zugrunde lag geändert. Dadurch, dass sich der Artikel so gut Verkauft, ist die Nachfrage danach gestiegen und das spiegelt sich immer auch in den Preisen wieder.

Als dann also ein neuer Vetrag ausgehandelt werden soll, berücksichtigt natürlich Firma A eben diese Faktoren bei ihrem neuen Angebot an die Firma XY und und erhöht den Preis für das Bauteil minimal, um eben auch angemessen an Angebot und Nachfrage zu partizipieren.

Während sowas in der normalen freien Wirtschaft usus ist und entsprechend von beiden Seiten akzeptiert wird, da ja auch beide Seiten einen Nutzen daraus ziehen, geht nun im Fall Youtube/Google versus GEMA sozusagen die Firma XY jedoch hin und versucht die Verhandlungsposition ihres Zulieferes dadurch zu schwächen, dass es ihn in der Öffentlichkeit in Mißkredit bringt.

Und leider scheint die Taktik von Youtube/Google aufzugehen, wie man allerortn nachlesen kann.

Da wird der GEMA dann vorgeworfen, sie sei Schuld, dass man keine Musikvideos auf Youtube mehr sehen könne und verschweigt dabei, dass die GEMA mit einem Musikvideo erstmal nur sekundär zu tun hat. Denn selbst wenn die GEMA die Nutzung ihres Repertoires wieder erlaubt, so greifen bei CD-Tracks oder Musikvideos eben nicht nur die Rechte der Urheber, sondern auch die Leistungsschutzrechte der Musiker, die den Track eingespielt haben usw.

Auch wenn das Repertoire freigegeben ist, was zum Beispiel die Eigeninterpretation eines Werkes erlaubt, so greifen immer noch die Leistungsschutzrechte derer, die einen Track oder ein Video produziert haben. Und dafür sind allein diese verantworlich und nicht die GEMA.
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11.08.2010 13:31 Uhr von ITler84
 
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Man kanns auch übertreiben: Manche guten Videos sind wegen Hintergrundmusik gesperrt.. von mir aus sollen die dann die Tonspur wegmachen aber doch nicht gleich das ganze Video sperren.
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11.08.2010 15:04 Uhr von realsatire
 
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@ITler84: Superidee, ich finde es bei manchen Videos oder anderen Filmen sehr belustigend nur die Mimik zu betrachten. Gerade bei den diversen Karaokeversionen oft göttlich. ^^
So gesehen ist aber jemand der so etwas reinsetzt selbst ein Urheber, der in vielen Fällen dann ohne Erlaubnis des ursprünglichem Urhebers eines Songs z.B. etwas damit macht.
Das man aber das ganze Video sperren muß sehe ich ein, derjenige der das reingestellt hat, könnte das Video nochmal reinstellen, vielleicht dann mit rechtfreien Inhalten.
Nebenbei habe ich letztens Umbrella auf bayerisch gesehen, nur genial ^^ Aber die Musik (Komposition) ist trotzdem nicht frei, trotz des fremden Textes.

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