Forscher löst Rätsel um Entstehung von Dünen auf dem Saturnmond Titan
Die Raumsonde "Cassini" hat bereits mehrfach Dünen auf der Oberfläche des Saturnmonds "Titan" nachgewiesen. Ein Rätsel war jedoch bislang deren Entstehung: Die Dünen weisen gen Osten, was bedeutet, dass sie von Westwinden verursacht werden müssen. Die Winde wehen aber aus der Gegenrichtung, Osten.
Tetsuya Tokano von der Universität Köln konnte dieses Rätsel nun mit Hilfe komplexer Computersimulationen der Titan-Atmosphäre lösen: Demnach kommt es alle 14,5 Jahre - während der Tagundnachtgleichen Titans - zu einer kurzzeitigen Umkehr der vorherrschenden Windrichtung in den mittleren Breiten.
Verantwortlich dafür sind Konvektionsströmungen, ausgelöst durch senkrecht einfallende Sonnenstrahlung. Die dadurch entstehenden Westwinde sind deutlich stärker als die sonst üblichen Ostwinde und können daher das Erscheinungsbild der Oberfläche mit seinen Hunderte Kilometer langen Dünen prägen.