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Auch Lehrer verwenden Codes in Zeugnissen

Nicht nur Arbeitszeugnisse, auch Schulzeugnisse enthalten Codes. Wenn Lehrer das Verhalten ihrer Schüler beurteilen, greifen sie gerne auf bestimmte Formulierungen zurück. Die muss man allerdings lesen können, um zu wissen, was sie in Wirklichkeit bedeuten.

War das Kind zum Beispiel "stets für alle neuen Lerninhalte zu begeistern", steht das für eine glatte Eins. War es nur "für Lerninhalte offen, die es interessierten", ist das eher eine Drei. Vor allem bei Benehmen und Ordnung verwenden Lehrer in Zeugnissen ganz bestimmte Umschreibungen.

Der Grund für die verklausulierten Aussagen ist, dass Kritik im Zeugnis niemals herabwürdigend sein darf. Außerdem darf den Schülern nicht der Übertritt in das Berufsleben erschwert werden.


WebReporter: augsi
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schule, Lehrer, Verhalten, Code, Zeugnis, Formulierung
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2010 12:17 Uhr von EvilMoe523
 
+12 | -11
 
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Hmm und ich dachte das steht da ohnehin in Zahlen eindeutig drauf, was will man da drumrum duchsen mit diesen Codierungen?

Beim Arbeitszeugnis im Form eines Schreibens ist es ja noch nachvollziehbar und allgemein bekannt. :)
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30.07.2010 12:27 Uhr von Darth Stassen
 
+21 | -3
 
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@EvilMoe523: Ich weiß nicht, wie es mittlerweile ist, aber bei mir war es so, dass in der Grundschule die ersten beiden Jahre komplett ohne Noten, sondern nur mit Textzeugnissen waren. Erst im dritten Schuljahr kamen dann die Noten hinzu, allerdings blieb der Zeugnistext weiterhin enthalten und kam erst nach der sechsten Klasse raus.
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30.07.2010 12:30 Uhr von Moepjunge
 
+109 | -3
 
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Bei meinem Freund stand: Um fehlerfreie Arbeiten zu bekommen, wandte sich Mark oft seiner Nachbarschaft zu. :D:D:D:D
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30.07.2010 12:36 Uhr von Götterspötter
 
+37 | -11
 
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"... spart schon für einen 3-er BMW": Was könnte der Lehrer damit wohl meinen ?

:)
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30.07.2010 12:41 Uhr von penetrada
 
+30 | -1
 
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"Er hat sich bemüht, die Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen, hat stets zur Verbesserung des Klassenklimas beigetragen und bewies viel Einfühlungsvermögen für seine weiblichen Mitschüler."

Was heißt das?
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30.07.2010 12:45 Uhr von midn8
 
+41 | -1
 
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@pene: " die Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen, hat stets zur Verbesserung des Klassenklimas beigetragen und bewies viel Einfühlungsvermögen für seine weiblichen Mitschüler."


Das heißt:
"Fauler Penner der jedem Rock nachgestiegen ist"
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30.07.2010 12:46 Uhr von Canay77
 
+8 | -2
 
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@penetrada: Dass das kind eine quasselstrippe ist und gerne den Klassenclown gibt. Außerdem ist er immer an den Rockzipfeln der mädels gehangen, eine kleiner gigolo
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30.07.2010 12:52 Uhr von penetrada
 
+5 | -1
 
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@midn8 & @Canay77: Ihr habt noch den Alkoholiker vergessen:
"hat stets zur Verbesserung des Klassenklimas beigetragen"

http://www.internetratgeber-recht.de/...

[ nachträglich editiert von penetrada ]
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30.07.2010 12:54 Uhr von MrKlein
 
+0 | -0
 
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das: ist doch nichts neues! machen die doch seit jahren und die arbeitgeber kennen die formulierungen auch
der kontaktfreudige schüler = er labert gern usw...
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30.07.2010 12:58 Uhr von PakToh
 
+4 | -4
 
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Wo ist bitteschön die News?!?
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30.07.2010 12:58 Uhr von PeterLustig2009
 
+12 | -4
 
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@penetradas: Dass du schulisch ne Niete warst, den Klassenclown gemimt hast und latent homosexuell bist :)

Weiß ja jeder dass Homosexuelle einen "besonderen" Draht zu Frauen haben

LOL nicht bös gemeint aber den konnt ich mir nicht verkneifen
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30.07.2010 13:15 Uhr von mr.sky
 
+5 | -1
 
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hmmm: also ich finde das total bescheuert...warum sollte man im Zugniss nicht das schreiben was auch stimmt? Was heißt hier "keine Formulierungen die herabwirkend sind oder den Einstieg in das Berufsleben erschweren" ??..
blödsinn...das ist doch "kuschel pädagogik". Was bringt das den? Entwender man ist schlecht und sagt es auch oder der schüler wird es eben später schon merken....später ist dann oftmals zu spät...
ich halte von sowas gar nichts. Ist ja fast wie waldorf schulen. Da gibt es bis zur 10-ten klasse (oder so ählich) gar keine noten und später kommt der hammer und das kind ist verloren...
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30.07.2010 13:27 Uhr von PakToh
 
+3 | -0
 
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@mr.sky: Weils bei arbeitszeugnissen auch (aus gutem Grund) so ist und nicths mit "Kuschelpädagogik" zu tun hat!
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30.07.2010 13:32 Uhr von PeterLustig2009
 
+4 | -2
 
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@mr.sky: Gut du nimmst den klassischen Fall wo der Schüler dumm ist und seine Leistungen nicht "gewürdigt" werden.

Dann gibt es aber auch den Fall dass der Schüler eine Art hat mit dem der Lehrer nciht so klar kommt, und ihn deswegen schlecht bewertet.

Aber mal so ganz am Rande es gibt doch eh nur in der 1 und 2 Klasse an einigen Schulen noch bis zur 4 Klasse Text-Zeugnisse. Sonderschulen wie Waldorf-Schule etc mal ausgenommen aber da ist es auch egal weil es schon oben drüber steht.

Sorry nix gegen die Schüler von Waldorfschulen, sind einige ganz schön schlau aber die Schulen haben halt nen beschissenen Ruf.

Ich war auf einer der ersten Ganztagsschulen und schon da wurde meine Zeugnisleistung herabgestuft.
Als meine Bewerbung zurückkam lag ein Zettel mit handschriftlichen Notizen dabei auf dem jede Note um eine nach unten korrigiert wurde
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30.07.2010 13:33 Uhr von BigTX
 
+3 | -1
 
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coaching: also ich hatte mal von der uni aus ein coaching zum thema bewerben etc. und dort wurde gemeint, dass es so einen code nicht gibt. das wurde irgendwann mal in den medien festgetreten und jetzt denken alle den gibts.
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30.07.2010 13:34 Uhr von tobe2006
 
+2 | -1
 
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jaund davon abgesehn hab ich sone "beurteilung" seit der 4ten klassse nimemr gehabt o0

danach kamen nur noch noten mehr nich ...
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30.07.2010 13:44 Uhr von shadow#
 
+4 | -0
 
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"nicht der Übertritt in das Berufsleben erschwert": Wer bewirbt sich denn mit seinem Grundschulzeignis?
In Abschlusszeugnissen gibt es keine Kopfnote.
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30.07.2010 14:16 Uhr von EvilMoe523
 
+1 | -0
 
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In der Codierung von Pene stand eindeutig noch, dass er zum Alkohol langt...^^
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30.07.2010 14:45 Uhr von YetiF
 
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@ EvilMoe523: Das heißt:

"Er zeigt eine ausgeprägte Affinität zu Hydroxy-Kohlenwasserstoffketten!"

:-)
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30.07.2010 15:13 Uhr von JustMe27
 
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@penetrada: Alkoholmissbrauch heisst: Der stets sehr gesellige Mitarbeiter..
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30.07.2010 15:17 Uhr von Moepjunge
 
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@penetrada: Das heißt das du ein Weiberheld bist :D!
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30.07.2010 15:21 Uhr von wupfi
 
+2 | -0
 
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Kritik im Zeugnis niemals herabwürdigend sein darf: Seit wann ist das denn so?
Ich erinnere mich an Zeugnisse wo meine Mutter der Lehrerin am liebsten an die Gurgel gegangen wäre.
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30.07.2010 16:42 Uhr von Großunddick
 
+2 | -0
 
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Interessant: Abgesehen von der Zeugnissen der Primarstufe - auf welchen Schulzeugnissen in welchen Bundesländern erscheinen denn solche Kommentare, abgesehen von "...hat erfolgreich im Schulchor mitgesungen"?

Würde mich mal sehr interessieren ;o)
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30.07.2010 17:15 Uhr von sodaspace
 
+1 | -0
 
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BigTX: ich stimm dir zu,das ist fakt
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30.07.2010 18:34 Uhr von p-o-d
 
+0 | -0
 
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Interpretation des Schreibenden müsste auch die des Lesenden sein, um Sinn zu ergeben.

Das Gros der angeblichen "Codes" kann bei Unkenntnis seitens des neuen Arbeitgebers positiv gewertet werden...

Zudem ist die Qualität der angeblichen, versteckten, Aussage bestimmter Formulierungen auch stark vom Berufsfeld abhängig: der Passus"...bewies viel Einfühlungsvermögen in die Probleme anderer Mitarbeiter" im Arbeitszeugnis bei z.B. Vertreterberufen, in denen derjenige mit den meisten Abschlüssen auch das größte Gehalt durch Provisionen erhält, wäre wieder ganz anders zu werten als selbiger Text im Arbeitszeugnis eines Sozialarbeiters...

[ nachträglich editiert von p-o-d ]

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