29.07.10 20:19 Uhr
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Keine Gigaliner auf den Straßen von Nordrhein-Westfalen

Harry Kurt Voigtsberger (SPD), der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, hat jetzt erklärt, dass es auf den Straßen seines Bundeslandes keine Gigaliner geben wird.

Der NRW-Verkehrsminister führte aus, das sich schon vor drei Jahren die Verkehrsminister gegen diese speziellen übergroßen und schweren LKW ausgesprochen hätten.

Der Bund will einen über fünf Jahre angelegte Feldversuch mit Gigaliner starten. Der ADAC und Umweltorganisationen sind ebenfalls gegen diese "Monstertrucks".


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Verkehr, Verkehrsminister
Quelle: www.wdr.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2010 20:36 Uhr von kingoftf
 
+11 | -4
 
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NRW: ist dagegen, weil die Straßen dort so kaputt sind, dass die Giga da einfach versinken würden
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29.07.2010 20:51 Uhr von tai_pan
 
+4 | -2
 
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Ich bin auch dagegen! So lange LKW´s sind beschissen zu überholen, wodurch eventuell mehr Verkehrsunfälle passieren, weil man die Strecke die benötigt wird falsch einschätzt.
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29.07.2010 20:54 Uhr von GunnarOS
 
+0 | -0
 
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Ich hatte wirklich das Gefühl, diese Pläne seien seit der Wirtschaftskrise verworfen worden.
Seit dem jedenfalls hab ich bisher nie wieder davon gehört.
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29.07.2010 23:19 Uhr von megaakx
 
+2 | -1
 
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Klar dagegen: Wer kann ernsthaft für diese Gigaliner stimmen - okay, ausgenommen Politiker und Lobbyisten!
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30.07.2010 08:52 Uhr von Tom504
 
+1 | -2
 
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Keine Gigaliner in NRW: Wenn ich diese Beiträge zum Thema Gigaliner lese, stelle ich für mich nur eines fest: Typisch Deutsch!!!
Die Länge von 22,25m sind weniger 5m mehr als die bisher zulässigen 18,35m bei Hängerzügen. Oder anders formuliert, ein Anhänger Aufbau hat 7m, zzgl. der Deichsel kämen wir auf 8m. in der Addition haben wir also gerade einmal die Länge eines halben Anhängers mehr. Wenn hierdurch (wie in diversen in und ausländischen Studien nachgehalten) jeder dritte 18m lange LKW von der Bildfläche verschwinden würde, so hätte in erster Linie einmal die Umwelt gewonnen. Denn liebe Kritiker, was die Belastung der Straßen angeht, so seih euch die Rechnung ans Herz gelegt, 40 Tonnen verteilt auf 18m oder auf 25m Autobahn verteilt, wo wird die Belastung höher sein?
Zugegeben, in engen Straßen haben Gigaliner nichts verloren. Aber was spricht dagegen, wenn man gut ausgebaute Teile der Städte (wie Industriegebiete) für diese Fahrzeuge frei gibt, und andere wiederum sperrt?
Diese Frage stellt sich natürlich nur an die nicht Bahn Lobbyisten die sich eine frei Meinung bilden können.

Europa wird wieder einmal fortschrittlicher (in diesem Fall effektiver) und die dummen deutschen trotteln mal wieder hinterher.
Und wenn die Bahn etwas flexibler im Umgang mit den Frachtgütern wäre, so hätte sie so viel Arbeit, das sie die Gigaliner gar nicht fürchten müsste. Also liebe Bahn´ler, legt mal euer (nicht mehr zeitgemäßes) Beamten denken ab und orientiert euch am europäischen Markt, dann könnt ihr noch viel lernen und braucht der Entwicklung nicht eure Bremsschuhe vor die Räder zu werfen.

Glückauf
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30.07.2010 10:15 Uhr von pippin
 
+2 | -0
 
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@Tom504: Was spricht denn dagegen, z.B. der Bahn ihr altes Versprechen möglichst viel Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern wieder ans Herz zu legen.
Ach nein, die Bahn hat ja mit Schenker ihre eigene Spedition.

Deine Berechnung in Bezug auf die Verteilung von 40t auf 18 oder 25m hinkt übrigens ein wenig, da das Gewicht ja immer noch auf den Reifen lastet und somit nur an wenigen Punkten auf die Straße kommt.

Ich sehe es auch nicht als Effizienzsteigerung an, wenn man solche Riesen auf die ohnehin schon völlig überlasteten Autobahnen schickt. Selbst wenn Speditionen mehrere alte "kurze" LKW durch einen Gigaliner ersetzen. Die Dinger sind noch unflexibler als die bisherigen LKW und sie machen das Überholen gefährlicher.
Wenn du jemals bei Seitenwind einen "normalen" LKW überholt hast, dann dürfte dir dabei der Allerwerteste ziemlich auf Grundeis gehen. Und die Angriffsfläche eines Gigaliners ist ja nur "unbedeutend" größer als die eines herkömmlichen LKW.

Nein, ich bleibe dabei, die Nachteile überwiegen klar und deutlich die wenigen Vorteile.
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30.07.2010 11:49 Uhr von Ottokar VI
 
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Her damit: Ich seh keine Probleme. Wer seine Überholmanöver so knapp kalkuliert, daß 5 Meter mehr Länge zum problem werden, sollte seinen Führerschein abgeben.

Mehr Achsen, geringere Achslast, geringerer Straßenschäden. Außerdem sind die Straßen sowieso größtenteils im Arsch.

Ein Großteil des geheuls disqualifiziere ich als die Angst des Wertkonservatismus vor der Veränderung und vor dem Neuen.
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30.07.2010 17:04 Uhr von tai_pan
 
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@Ottokar VI: Die fünf Meter mehr Länge werden aber zu ca. 50m mehr benötigter Überholstrecke, wenn man einen Lkw der 80km/h fährt mit 100km/h überholt.
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31.07.2010 09:39 Uhr von Tom504
 
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Gigaliner in NRW: Zitat Anfang:
Deine Berechnung in Bezug auf die Verteilung von 40t auf 18 oder 25m hinkt übrigens ein wenig, da das Gewicht ja immer noch auf den Reifen lastet und somit nur an wenigen Punkten auf die Straße kommt.
Zitat Ende:

Das die Last nach wie vor auf den Reifen lastet ist unbestritten, jedoch habe ich beim Gigaliner die 40 Tonnen auf zwei zusätzlichen Achsen (7 statt 5) verteilt. Hieraus resultierend ist die Last der einzelnen Achsen reduziert und die Belastung der Straßen wird um Tonnen reduziert.

Zitat Anfang:
Ich sehe es auch nicht als Effizienzsteigerung an, wenn man solche Riesen auf die ohnehin schon völlig überlasteten Autobahnen schickt. Selbst wenn Speditionen mehrere alte "kurze" LKW durch einen Gigaliner ersetzen. Die Dinger sind noch unflexibler als die bisherigen LKW und sie machen das Überholen gefährlicher.
Wenn du jemals bei Seitenwind einen "normalen" LKW überholt hast, dann dürfte dir dabei der Allerwerteste ziemlich auf Grundeis gehen. Und die Angriffsfläche eines Gigaliners ist ja nur "unbedeutend" größer als die eines herkömmlichen LKW.
Zitat Ende:

Warum kann man es nicht als Effizienzsteigerung ansehen, wenn jeder dritte LKW nicht mehr auf die Autobahn muss und trotzdem dieselbe Anzahl von Gütern befördert werden kann?
Durch die Reduzierung der Anzahl von LKW´s würde man zur Entlastung beitragen und somit einen weiteren positiven Beitrag leisten.
Bezugnehmend auf die Angriffsfläche beim überholen eines LKW´s (ganz gleich ob Gigaliner oder herkömmlicher LKW) hast Du hier einen kleinen Denkfehler.
Der von Dir angesprochene Seitenwind hat unabhängig von der Länge eines LKW´s genau zwei Mal Einfluss auf den überholenden PKW.
Sobald Du in den Windschatten eines LKW´s fährst, ist der Seitenwind für den PKW praktisch nicht mehr vorhanden. Erst beim heraus fahren aus dem Windschatten, bekommt der PKW den Wind erst wieder zu spüren. Hierbei ist es völlig gleich wie lang der LKW ist.

Ich glaube hier herrscht einfach nur die Angst vor dem was man nicht kennt.
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01.08.2010 11:37 Uhr von F. I. Mad Axle
 
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Gigaliner transportieren aber bis zu 60t: Moin,

7 statt 5 Achsen sind schon nett, wenn denn die Maximallast gleich bleiben würde. Nur dürfen diese längeren Modelle bis 60t transportieren, also 50% mehr Gewicht bei "nur" 40% mehr Achsen. Und die Speditionen reizen das aus Kostengründen bestimmt aus.

Davon ab sind dann noch mehr Verkehrsteilnehmer an Stauenden gefährdeter, weshalb schon diverse Feuerwehren und Sanitäter gravierende Bedenken angemeldet haben (auch irgendwo hier bei SN gelesen). 60t statt 40t schieben dann noch mehr Blech ineinander und aus Kostengründen würden die Speditionen auf die elektronische Abstandskontrolle/-regelung verzichten. Fährt heute eigentlich noch eine Spedition ohne Zeitdruck?

Raststätten sind für diese Ungetüme auch (noch) nicht geeignet umgebaut. Das dürfte aus Kostengründen (wie so oft) auch ewig auf sich warten lassen. Damit verstopfen diese Dinger dann auch noch Durchfahrten oder kommen um manche Kurven gar nicht erst rum.

Und wenn so eine Gurke dann mal umkippt, dauert das Wegschaffen der Ladung noch länger, weil mehr drin ist.

Ferner können die meisten LKW-Fahrer heute schon nicht mehr mit Verstand fahren, weil das Navi denen sagt, dass sie auch über einen Feldweg zum Ziel kommen. Mit zwei Gelenken dauert das Wenden in einer bspw. Sackgasse sehr lange oder ist gar unmöglich. Und ein Stadt-/-Ortsverbot bekommen unsere Politiker nicht durchgesetzt. Oder wollen es erst gar nicht.

Und falls nun jemand meint, das wäre mit vorher Überlegen machbar, ... werden unsere Verkehrsteilnehmer intelligenter oder nicht? Ich tendiere zum "nicht".

Ich will diese 50% mehr an kinetischer Energie auch nicht um mich herum haben!
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01.08.2010 12:22 Uhr von Tom504
 
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Gigaliner in NRW: Da bist Du wohl nicht auf dem aktuellen Stand.
Das Thema 60 Tonnen ist bereits aus der Welt. Das Höchstgewicht bleibt also beim heutigen Obergrenzen Standard (verteilt auf zwei Achsen mehr).

Die Rechnung das noch mehr Verkehrsteilnehmer an Stauenden gefährdet sind, kann ich auch nicht so recht nachvollziehen.
Denn durch die Länge der LKW´s ändert sich doch nicht gleichzeitig die Anzahl der Staus.

Zum Thema Raststätten würde ich dich gerne einmal einladen (zugegeben nur auf größeren Rastplätzen), dir die LKW Parkplätze einmal näher anzusehen. Hinter den 15 bzw. 18m langen Zügen parken häufig noch Wohnwagen Gespanne.

Allerdings gebe ich dir im Punkt Ortsdurchfahrten recht, weshalb ich bei Gigalinern für eine vorgeschriebene Wegstrecke (also keine Durchfahrt von engen Straßen) bin, die diese Fahrzeuge nicht verlassen dürfen. Wie es bereits beim ersten Feldversuch von unseren Politikern erfolgreich durchgeführt wurde.

Jedoch finde ich dass du dich ein wenig im Ton vergreifst, wenn du einen ganzen Berufsstand als Verstand los bezeichnest. Wie du sicherlich weißt, werden solch Ausnahmefälle von den Medien gerne einmal hochstilisiert und die Leser die noch nie einen LKW aus der Nähe gesehen haben, neigen dazu dieses leichtfertig zu glauben.

Ob Gigaliner nun wirklich der Wirtschaft etwas bringen, bleibt abzuwarten. Jedoch sollte man nicht gleich alles verteufeln und diesen Versuch starten.
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01.08.2010 17:34 Uhr von F. I. Mad Axle
 
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Aktueller Wissensstand: Moin,

ich habe vorher mehrere Quellen gesucht und die 40t kommen, soweit zu finden war, wohl aus NRW und Niedersachsen. In Bremen verkehrt ein Fahrzeug mit bis zu 66t, in Hamburg eines mit 46m Länge. Baden-Württemberg testet ebenfalls die 60t-Variante. Regional gibt es daher scheinbar deutliche Unterschiede und die 40t scheinen eben nicht vom Tisch.
(http://de.academic.ru/...)

Was die Anzahl der Staus in der Risikorechnung zu suchen hat, hab´ ich nicht nachvollziehen können. Es ging darum, dass ein ungebremstes Fahrzeug mit 60t das Stauende deutlich mehr komprimiert als eines mit 40t. Das war eigentlich nicht missverständlich geschrieben.

Was die Raststätten angeht, habe ich ausreichend Erfahrungen auf der Strecke Deutschland/Frankreich/Spanien auf dem Weg in den Urlaub sammeln können. LKW stehen in den Parklücken nicht hintereinander, sondern diagonal nebeneinander. Außer die, die zwangspausieren müssen und sich dann einfach hinter die anderen LKW oder in die Zufahrt zur Raststätte stellen (was nicht nur nicht richtig sondern sogar ziemlich gefährlich ist, in Anbetracht fehlender Abstellflächen aber augenscheinlich nicht anders geht).
EuroCombis mit 6m mehr Länge passen in diese diagonalen Lücken nicht mehr hinein, was noch mehr falsch abgestellte Fahrzeuge zur Folge hätte.

Was den Berufsstand angeht, nochmal lesen bitte. Ich habe geschrieben, dass "unsere Verkehrsteilnehmer" (was alle bedeutet inklusive mir, nicht einen speziellen Berufsstand) nicht intelligenter werden. Gemeint war an dieser Stelle aber der Durchschnitt, da es durchaus auch Auto- und LKW-Fahrer gibt, die versuchen, sich kontinuierlich zu verbessern, was ich persönlich selbst versuche und daher befürworte/mir wünsche. Der Mehrheit scheint die StVO allerdings in weiten Teilen egal zu sein. Ich ging jedenfalls davon aus, dass klar wäre, dass der Durchschnitt gemeint ist. Scheinbar nicht ...

Außerdem zweifelt wohl kaum einer daran, dass es der Umwelt zugute kommen würde, wenn die derzeit transportierte Menge auf Gigaliner verladen würde. Diese verbrauchen prozentual zu ihrem Ladevermögen weniger Sprit als derzeitige LKW und belasten die Umwelt auch weniger mit CO2.
In der Quelle finden sich am Ende allerdings noch einige interessante Links, zu was diese EuroCombis noch führen können. Zum Beispiel einer deutlichen Rückverlagerung von der Schiene auf die Strasse (laut einer Studie, beauftragt von der Regierung). Die Anzahl LKW auf den Strassen würde also merklich ansteigen. Und das Überholverbot für LKW gibt es heute schon abschnittsweise. Genauso wie Fahrer, die das ignorieren. Das wird auch mit den EuroCombis so werden, ich finde das zumindest plausibel.

Und natürlich würden die der Wirtschaft etwas bringen. Genauso wie Krankheitssymptome zu lindern, die Ursache aber nicht zu beseitigen, HDTV (jeder muss sich trotz gleich lanweiligem Programm neue Geräte kaufen) und viele andere Beispiele, die ich nicht auch noch aufzählen will, weil jeder selbst welche hat. Was für die Wirtschaft besser ist, muss aber nicht zwangsläufig für weite Teile der Bevölkerung besser sein. Daher finden ja viele Diskussionen über diese LKW statt, was gut ist.
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04.08.2010 23:15 Uhr von shadow#
 
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Gute Idee mit den Dingern: Aus praktischen Gründen haben die aber ausserhalb von autobahnnahen Industriegebieten und der rechten Spur der Autobahn nichts verloren.

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