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Urteil: Arbeitszimmer ist wieder absetzbar

Das Arbeitszimmer in den privaten Räumlichkeiten ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder steuerlich absetzbar. Das Urteil erklärte die geltende Regelung der eingeschränkten Absetzbarkeit mit fünf gegen drei Richterstimmen für grundgesetzwidrig. Die Änderung gilt rückwirkend zum 01.01.07.

Ein Lehrerehepaar hatte gegen die seit 2007 geltende Regelung somit erfolgreich geklagt. Die Regelung sah vor, dass ein Arbeitszimmer nur dann steuerlich geltend gemacht werden kann, wenn es den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet.

Stellt der Arbeitgeber hingegen einen Arbeitsplatz, kann das Arbeitszimmer nach wie vor nicht steuerlich geltend gemacht werden. Für die rückwirkende Anrechnung war allerdings ein rechtzeitiger Einspruch notwendig. Wer jetzt erst nachträglich Widerspruch einlegt, hat schlechte Karten.


WebReporter: Jolly.Roger
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Urteil, Steuer, Räumlichkeit
Quelle: wirtschaft.t-online.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2010 12:03 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -1
 
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Zumindest ein Teilerfolg auch für alle Selbstständigen und Freiberufler. Allerdings war es, wie bei der Pendlerpauschale, notwendig, die Aufwendungen trotzdem stur einzutragen und Widerspruch einzulegen. So wirklich rückwirkend ist das Urteil also auch wieder nicht....
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29.07.2010 14:34 Uhr von darkdaddy09
 
+3 | -1
 
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"Wer jetzt erst nachträglich Widerspruch einlegt.": Na Klasse, dann hätte jeder klagen müssen, da man sonst vom Finanzamt eine Abfuhr bekommen hätte.
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29.07.2010 15:54 Uhr von Jolly.Roger
 
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Widerspruch <> Klagen: Nein, klagen hätte man nicht müssen.

Es reicht ein Widerspruch mit dem Hinweis auf die vermeintliche Grundgesetztwidrigkeit oder sogar auf ein laufendes Gerichtsverfahren. Der Steuerbescheid wird dann zwar trotzdem erstellt, bleibt aber "vorläufig", kann also im Nachhinein bei entsprechenden Urteilen geändert werden.

Vor Gericht muß deswegen keiner ziehen, sondern nur abwarten bis es ein entsprechendes Urteil gibt. Theoretisch ist das bei jeder Regelung möglich, könnte ja alles grundgesetzwidrig sein...

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