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USA: Erben fordern von Ungarns Regierung Rückgabe von Nazi-Raubkunst

Die Erben des ungarisch-jüdischen Kunstsammlers und Bankiers Baron Mór Lipót Herzog, die in den USA leben, fordern die Rückgabe von mehr als 40 Kunstobjekten aus der Sammlung ihres Vorfahren. Hunderte Kunstwerke waren ihm während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten geraubt worden.

Viele der Werke, darunter Bilder von Monet, El Greco und Lucas Cranach dem Älteren, befinden sich im Besitz des ungarischen Staates und hängen in Budapester Museen. Ihr Wert beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Erben von Mór Lipót Herzog fordern schon seit Jahrzehnten deren Rückgabe.

Leider bisher ohne Erfolg. In Ungarn war eine Klage abgewiesen worden. Nun haben die Erben vor einem US-Gericht in Washington gegen die ungarische Regierung Klage erhoben. "Ich will endlich Gerechtigkeit. Mein Urgroßvater war einer der berühmtesten Sammler Europas", so der Urenkel Herzogs.


WebReporter: lieserle
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: USA, Gericht, Regierung, Klage, Nationalsozialismus, Rückgabe, Raubkunst, Mór Lipót Herzog
Quelle: derstandard.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2010 12:02 Uhr von wordbux
 
+8 | -9
 
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Erben fordern: Wieso erst jetzt ??
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29.07.2010 12:10 Uhr von Klassenfeind
 
+12 | -6
 
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Die Bilder: gehen, wenn dieErbengemeinschaft sie bekommt,ja doch sofort in die Versteigerung..
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29.07.2010 12:37 Uhr von NBonaparte
 
+10 | -3
 
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Ich finde die Kunstobjekte sind in einem öffentlichen Museum besser aufgehoben als in einer Privatsammlung.
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29.07.2010 12:46 Uhr von lieserle
 
+7 | -0
 
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@wordbux: "Die Erben von Mór Lipót Herzog fordern schon seit Jahrzehnten deren Rückgabe" --> steht in der News.
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29.07.2010 13:28 Uhr von fallobst
 
+5 | -0
 
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nbonaparte: da stimme ich dir zwar zu, aber dennoch kann man dir nicht einfach dein eigentum abnehmen...
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29.07.2010 13:48 Uhr von fallobst
 
+5 | -3
 
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@ alles-nichts-oder: vielleicht weil du in geschichte aufgepasst hast und weißt, dass das eigentum (und oft auch das leben) sehr vieler juden von den nazis genohmen wurde. ebenso, dass sehr viele juden deshalb in die usa emigriert sind.

aber vielleicht wundert es dich auch nicht, dass jeden tag die sonne aufgeht ^^
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29.07.2010 13:59 Uhr von GermanCrap
 
+3 | -0
 
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Amerikanisches Gericht? Die Klage wurde bereits in Ungarn abgewiesen. Ein Amerikanisches Gericht hat in der EU absolut keine Bedeutung. Ich kann also der Ungarischen Regierung und Museen die Annahme der Klageschriften zu verweigern und die Sache einfach zu vergessen.
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29.07.2010 16:43 Uhr von Nordwin
 
+3 | -2
 
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... wenn (oder besser da) es ja eigentlich Erbstücke dieser leute sind sollten sie auch zurückgegeben werden.

Klar ich stimme auch zu dass solche kunstwerke viel besser in ein Museum passen und dort auch hingehören, jedoch sollte dazu niemals jemandem sein eigentum (denn genau darum handelt es sich ja sofern man kein abstraktes verhältniss zu besitz hat)

und @ alles-nichts-oder

ähm ja fallobst hat ja schon genug gesagt
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30.07.2010 15:13 Uhr von Falkone
 
+1 | -2
 
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Da wäre es doch gerecht, wenn die Rückgabebedingung lauten würde:

1. Ihr ständiger Wohnsitz muss sich in Ungarn befinden, ansonsten ist Zoll im wert von 100 Mill. Euro fällig....
2. Die Kosten für die Ausstellung / Einlagerung / Werterhaltung belaufen sich auf 100 Mill. Euro....

Übrigens, wäre mir auch wurscht, was ein AMI-Gericht extern entscheided.

[ nachträglich editiert von Falkone ]
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30.07.2010 19:05 Uhr von Lieberal
 
+1 | -3
 
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Stop:

Nazis beklauen die, Ungarn behalten es

und es gibt hier tatsächlich Leute,

die sowas unterstützen?

Ich möchte gar nicht darüber nachdenken,

was von den Nazis alles geklaut wurde:

es ist bekannt, dass Nachbarn und Hauswarte

die Wohnungen deportierter Juden geplündert

haben

die sind nur entweder tot (die Juden) oder

waren nicht so berühmt, dass sie ihr Eigentum zurückfordern könnten

es ist jawohl eine Schande,

dass darüber noch diskutiert wird,

ob die ihr Eigentum zurückbekommen

und falls sie es danach versteigern lassen sollen @Klassenfeind.

es ist ihr Eigentum: damit können die machen, was sie wollen

wer bist Du eigentlich, dass Du meinst,

anderen was klauen und darüber bestimmen zu können?

@NBonaparte:

Kunstobjekte gehören dem, der sie gekauft hat

und nicht Dir, Du hast nicht zu bestimmen,

wo die sind

oder sympathisiert Du mit den Dieben (Nazis)?

abgesehen davon sind hier so einige

Unverschämtheiten gepostet worden:

die Ungarn haben kein Recht auf Diebesgut,

und wenn jmd. meint, ein US-Gericht hätte keine Entscheidungsbefugnis bzw.

in DT kein Gewicht:

es gibt internationale Gerichte:

möchten manche es lieber dort diskutiert haben:

Nazis beklauen Juden, Ungarn rücken Diebesgut nicht raus..

ich würde die Kunstwerke an die rechtmässigen Eigentümer in den USA

zurückgeben und zwar:

Transportkosten trägt Ungarn

Entschuldigungsschreiben von Deutschland

da hier jmd. Zollgebühren vorgeschlagen hat, wenn die Erben ihr Eigentum aus Ungarn erhalten:

wie wär`s wenn Ungarn die ungerechtfertig eingenommenen Eintrittsgelder zurückzahlt?

an deren Stelle würd ich ruhig sein und

die Werke an die Eigentümer in den USA übergeben

[ nachträglich editiert von Lieberal ]
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01.08.2010 21:52 Uhr von hori
 
+2 | -0
 
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Viel Interessanter: find ich, ob die Künstler überhaupt vorhatten, die Bilder an ihre Verwandtschaft zu vererben.

Wenn nicht, erübrigt sich die Diskussion ja.
Wenn doch, sollnse dran verrecken.

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