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Buch der toten Jugendrichterin Kirsten Heisig wird zum Verkaufsschlager

Das kurz vor ihrem Selbstmord entstandene Buch der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig zum Thema Jugendkriminalität scheint auf eine breite Leserschaft zu stoßen.

So sollen die ersten 40.000 Drucke des Werks mit dem Titel "Das Ende der Geduld - Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter" bereits am Erscheinungstag ausverkauft worden sein.

In der 208-seitigen Publikation beschreibt Heisig das Leben von kriminellen Jugendlichen und verweist auf Schwachstellen der zuständigen Institutionen im Umgang mit diesen Straftätern.


WebReporter: Polemiker
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Verkauf, Buch, Kirsten Heisig, Jugendkriminalität
Quelle: www.morgenpost.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2010 15:25 Uhr von Polemiker
 
+5 | -0
 
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Bei Amazon ist das Buch direkt auf Platz 1 der Bestseller-Liste. Ich habe hier leider vor Ort auch kein Exemplar mehr bekommen.
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27.07.2010 15:30 Uhr von gruenesQuadrat
 
+9 | -1
 
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bewundert: ich habe schon länger den "Mut" dieser Richterin bewundert, keine die gleich klein bei geben wollte und mal etwas aufgerüttelt hatte.. auch ich werde mir ihr Buch kaufen!
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27.07.2010 15:31 Uhr von Klassenfeind
 
+10 | -1
 
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Kein Wunder ! Da stehen Warheiten im Buch, die jeder kennt, ausser Politiker...
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27.07.2010 16:06 Uhr von misantroph
 
+5 | -2
 
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@zustimmer: aber aufpassen! für manche hier dürften die enthaltenen wahrheiten ganz schön weh tun, frau heisig hetzt nämlich nicht. und sie erklärt zusammenhänge. und man wird nirgends den satz:"muslime sind alle böse" lesen. ich hoffe wirklich, dass sich viele das buch kaufen und auch verstehen, vielleicht lässt die hetze hier dann ein bisschen nach.
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27.07.2010 16:29 Uhr von One of three
 
+4 | -2
 
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@ misantroph: "für manche hier dürften die enthaltenen wahrheiten ganz schön weh tun"

Das macht nichts - die Betroffenen können sowieso kaum lesen ...

Sie interpretieren lieber - so wie es ihnen passt ..
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27.07.2010 16:44 Uhr von jimmybondy1972
 
+2 | -4
 
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da sollte es noch was besseres geben, als strafauffällige Jugendliche in Heime stecken zu wollen.
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27.07.2010 21:14 Uhr von Lieberal
 
+3 | -2
 
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Frau Heisig: von der hab ich zugegebermassen erst gehört,

als sie vermisst wurde:

ich find die gut

ganz besonders, nachdem in den News was über libanesische Kinderbanden war:

die werden hier rüber geschickt, um Asyl zu beantragen (minderjährig, zurückschicken geht bei der aktuellen Gesetzes lage nicht),

dann handeln die hier mit Drogen, um damit die
kriminelle Verwandtschaft im Libanon durchzufüttern:

na, herzlichen Dank auch

mal abgesehen davon, dass nicht alle deutschen Kinder Engel sind...

aber der Fall war in den News

und ja, entweder ausweisen (schluss mit der Mitleidsnummer, wer aus dem Libanon kommt, kann auch dahin zurück: Kinderheime gibt es da bestimmt auch)

oder hier in ein Kinderheim

by the way: das gleiche gilt auch für deutsche Jugendliche

US-System: wer alt genug ist, kriminell zu sein,

ist alt genug, bestraft zu werden..
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27.07.2010 22:10 Uhr von misantroph
 
+1 | -4
 
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@Lieberal: anscheinend hast du frau heisig nicht verstanden. sie fordert an keiner stelle, die kinder zurück zu schicken, in den knast zu stecken oder allgemein härtere strafen zu verhängen. warum auch? die richter haben genug spielraum, was sie anprangert, ist, dass nicht schnell und konsequent genug gehandelt wird und deswegen gegen die strukturen gar nicht vorgegangen werden kann. außerdem liegt die schuld doch eindeutig nicht bei den kindern.

die werden aus palästinensischen flüchtlingslagern geholt, nichts zu essen, miserable zustände. dann geh mal hin zu einem 10-jährigen und sag ihm, er kann in ein land, wo er genug zu essen bekommt, dafür muss er aber was verkaufen und kann dann vielleicht sogar seine mutter ernähren.
natürlich sagt ein 10-jähriger dann: "ne, ich bleib lieber hier, drogen zu verkaufen kann ich mit meinem gewissen nicht vereinbaren. ich hab hier zwar kein fließend wasser, aber ich fände es unfair, in ein fremdes land zu kommen, dort versorgt zu werden und im gegenzug gesetze zu brechen."
außerdem weiß doch schon jedes kind, wie gefährlich drogen sind. da kannst mal ein bisschen in afrika rumfragen, was die kinder, die von warlords heroin gespritzt bekommen und dann mit der kalaschnikov ganze dörfer niedermähen. machst du die auch verantwortlich? ich mein, die könnten doch einfach davonlaufen, oder?
man muss die kinder aus dem system holen aber doch nicht für was bestrafen, wofür sie nur von kriminellen missbraucht wurden.
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27.07.2010 22:55 Uhr von Lieberal
 
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@misantroph: a)
erstens: der Fall mit den libanesischen Kindern war in den News

b)
wenn jmd. Sie erschiesst, weil er Geld dafür bekommt, und sich damit entschuldigt, er hätte kein fliessend Wasser, würden Sie das gut finden?

c)
stellen Sie sich vor, diese Person ist nach deutschem Gesetz minderjährig, und erschiesst Ihr Kind (falls Sie eins haben) oder Ihre Mutter:

sorry, hatte kein fliessend Wasser

und der Staat bestraft diesen Täter nicht,

was dann?

Würden Sie dann auch noch die Ansicht vertreten, man kann diese Person nicht bestrafen, weil sie nur von Kriminellen missbraucht wurde?
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28.07.2010 09:30 Uhr von misantroph
 
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wenn: ein 10-jähriger jemanden erschießen würde, der mir nahe steht, dann würde ich nicht ihn dafür verantwortlich machen sondern die leute, die den kleinen zu dem gemacht haben. ein 10-jähriger kann nicht abschätzen, ob sein handeln richtig oder falsch ist, wenn es ein erwachsener richtig rüberbringt.

und wenn ein 10-jähriger menschen umbringt oder drogen verkauft, dann macht der das nicht, weil er ein schlechter mensch ist, sondern weil ihn seine lebensumstände dazu zwingen.
wenn sich ein 10-jähriger "gut" verhält, dann macht er das nicht, weil er sich eine moral gebildet hat und sein leben nach bestimmten regeln leben will, sondern weil ihm erwachsene gesagt haben, dass es falsch ist, das und das zu machen. nennt sich erziehung und funktioniert genauso auch in die andere richtung. und da soll knast dann die richtige lösung sein? es müssen maßnahmen ergriffen werden, ja, aber keine strafe verhängt.
durch strafen wird das eigene verhalten nicht reflektiert, man lernt nichts dabei. wenn du einen 10-jährigen killer in den knast steckst, wird er danach genauso weiter machen wie davor, weil ihm niemand die bedeutung seiner tat klargemacht hat.
schick ihn in ein heim, stell ihm einen betreuer an die seite, verhindere den kontakt zu den hintermännern und du hast vielleicht noch die chance, dem jungen eine einigermaßen normale entwicklung zu ermöglichen.

was ist denn eigentlich am us-system so toll? wenn du dich mal ein bisschen genauer informierst, wirst du feststellen, dass es überhaupt nichts bringt. die haben z.b. in bootcamps rückfallquoten von 90%.
repressionen alleine bringen nichts. das ist wissenschaftlich erwiesen (auswertung von strafvollzug und -maßnahmen), das denk ich mir nicht nur aus.
was hilft sind präventive maßnahmen und therapeuthisch bzw. pädagogisch begleitete maßnahmen. dort ist die rückfallquote bis zu 12 mal niedriger!
strafen werden nur ausgesessen aber nicht verstanden. und jede von euch als kuschelprogramm verachtete maßnahme bringt um einiges mehr als knast.
natürlich springt nicht jeder darauf an, aber die rückfallquote sollte man schon als argument zählen lassen.
das mal allgemein für die leute, die immer härte strafen fordern.

ich sag ja nicht, dass man den 10-jährigen jetzt einfach wieder laufen lassen soll. das versteh ich nicht unter "keine strafe". sondern dass man ihn nicht sinnlos und wirkungslos in den knast steckt.
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29.07.2010 09:30 Uhr von handyandy
 
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@misantroph: du hättest besser Pfaffe werden sollen.
Zum Teil gebe ich dir recht, jedoch funktioniert unser Gesellschaftssystem leider nicht so.
Es wird immer ungerechtigkeiten geben.
Ich steh auch klar auf dem Standpunkt, wer kriminell handelt, kann auch dafür bestraft werden, egal wie alt.
Abgesehen von dieser Tasache: Wenn jemand aus einem Land hierher kommt, egal woher, dann kann er dorthin auch wieder zurück, basta!

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