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Mottenlarven können das Leben sterbender Blätter verlängern

David Giron von der Université Francois Rabelais in Tours hat eine ungewöhnliche Eigenschaft bei Mottenlarven entdeckt: Sie können das Leben absterbender Blätter aktiv verlängern. Deutlich sichtbar wird dies vor allem im Herbst, wenn manche gelb-braune Blätter grünlich gefärbte Stellen aufweisen.

Diese Stellen weisen eine erhöhte Konzentration bestimmter pflanzlicher Hormone auf, so genannter Cytokinine. Durch Untersuchungen an der Miniermottenart "Phyllonorycter blancardella" fand Giron heraus, dass Bakterien der Gattung Wolbachia für die gesteigerte Hormonkonzentration verantwortlich sind.

Diese Bakterien leben im Innern der Larven und existieren mit selbigen somit in einer Endosymbiose: Die Bakterien bringen die Pflanzen durch einen noch unbekannten Prozess dazu, weitere Nährstoffe für die Larven zu produzieren. Im Gegenzug dienen die Larven gewissermaßen als Zuhause der Bakterien.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Leben, Pflanze, Bakterie, Blatt, Larve, Motte, Mottenlarve
Quelle: www.wissenschaft.de

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27.07.2010 06:12 Uhr von alphanova
 
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Ähnliche endosymbiotische Beziehungen sind schon länger bekannt, zum Beispiel bei Termiten. Im vorliegenden Fall sind die zugrunde liegenden Abläufe aber noch unerforscht. Deswegen müssen weitere Untersuchungen zeigen, wie genau die Bakterien die Pflanze zur Nährstoffproduktion stimulieren.

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