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Loveparade-Veranstalter: Schuldzuweisung an Polizei

Der Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hat am Abend noch einmal alle Schuld zur Massenpanik bei der Techno-Party von sich gewiesen und die Schuld der Polizei angelastet, welche die Besucherschleusen zum Unglückstunnel geöffnet habe.

Im Vorfeld des Unglücks habe der Veranstalter nach Angaben Schallers, zehn der sechzehn Zugangsschleusen schließen lassen, nachdem eine Überfüllung des Tunnels abzusehen war. Die Polizei habe die Schleusen wieder öffnen lassen, was einen unkontrollierten Zustrom der Menschen bewirkte.

Nach Schallers Angaben waren nur 187.000 Menschen auf dem Unglücksgelände, welches erst zu 75 Prozent ausgelastet war. Die genaue Ursache des Menschenstaus sei Schaller aber auch noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft habe bereits die Ermittlungen begonnen.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Loveparade, Veranstalter, Schuldzuweisung
Quelle: www.wdr.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.07.2010 21:11 Uhr von Teffteff
 
+9 | -1
 
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Jetzt beginnt die Zeit der Schuldzuweisungen. Wahrscheinlich wird die Wahrheit im Endeffekt, wie fast immer im Leben, ein Mix aus unvorhergesehenen Ereignissen, schlechter Planung und inkompetenten Verantwortlichen sein.
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26.07.2010 21:19 Uhr von anderschd
 
+7 | -2
 
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Der nette: Hr. Schaller soll uns mal lieber erklären, wie er 1 400 000 Menschen auf diesem Platz unterbringen wollte, der schon mit 187000 zu 75% ausgelastet war? Da helfen auch Sperren nicht viel, die wollten da mit aller Macht rauf.

War ja klar, alle anderen haben Fehler gemacht, nur er nicht.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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26.07.2010 21:22 Uhr von Kutte1969
 
+7 | -0
 
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Ich habe in: verschiedenen Quellen gelesen, dass sowohl Polizei als auch Feuerwehr gewarnt, aber kein Mitspracherecht hatten.

Jetzt sucht der Schaller eine Instutition, der er die Schuld geben kann. Eine Einzelperson würde sich viel heftiger wehren.
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26.07.2010 21:52 Uhr von muhschie
 
+4 | -0
 
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sollte: ich mir das MC FIT um die Ecke sichern?
Gibt immer Verlierer. Leider gehts hier um Tote. -.-
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26.07.2010 21:59 Uhr von anderschd
 
+2 | -1
 
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Nee, er meinte tatsächlich: das Gelände, lt Quelle.
So Menschen sollten an den Panger. Echt.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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26.07.2010 23:19 Uhr von CardiBa75
 
+2 | -1
 
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die 1,4 Mio: Zuschauer, die erwartet wurden und eventuel auch da waren, sollten zu keinem Zeitpunkt auf diesem Gelände alleine untergebracht werden. Auch in den Jahren davor (Dortmund, Essen) waren ca. 1,4 - 1,6 Mio Zuschauer da, mit der Zahl war aber gemeint, das diese Anzahl im Umfeld, wegen der Lopa und vor allem über den ganzen Tag insgesamt angereist waren. Und diese Diskussion über die zugelassene Zahl der Besucher lenkt von einer Tatsache ab: Die Lopa wurde erstmalig in einem abgesperrten Areal versucht durch zu führen. Man errichtete erstmals massive Zugangskontrollen, wofür?? Dabei ging es darum, dafür zu sorgen, das möglichst wenige sich selbst mit Getränken u.ä. versorgen, sondern im Areal Getränke an den Bierwagen und Buden kaufen mussten. An dem Verkauf war dem Veranstalter und auch der Stadtverwaltung doch aus Profitgründen eindeutig gelegen. Daher auch nur ein einziger Zugang.
Das Probelm ist also eigendlich die Profitgier. Daraus resultierte leider, das der Veranstalter Bedenken der Feuerwehr und Polizei missachtet hat. Und letztlich führten die Kontrollen, der einzige Zugang dazu, das eben die Masse an nachdrängenden Besuchern nicht bewältigt werden konnte und es kam zur Katastrophe. Letztlich sollte die Zahl da egal sein, die da gedrängelt hat. Das wirklich verwerfliche ist in meinen Augen eben, das die, ich nenn sie mal vorsichtig "Fehlplanungen und -einschätzungen" eben nur auf Grund der Profitgier zum Tragen kamen. Aus keinem anderen Grund wurde nämlich das Konzept der breiten Zu- und Abgänge, des nicht abgesperrten Veranstaltungsgeländes der vergangenen Jahre verworfen.
Und daraus resultiert eben, das es bei der Tragödie 2 Hauptverantwortliche gibt, die versucht haben an der Lopa Geld zu verdienen: Herr Schaller, mit seiner Lopavent GmbH und die Verantwortlichen der Stadt Duisburg, die aus Profitgier Veranstaltungsvorgaben ausser Kraft gesetzt haben, um das diesjährige Konzept überhaupt erst realisieren zu können.
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26.07.2010 23:20 Uhr von derSchmu2.0
 
+2 | -0
 
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Schleusen sind absoluter Schwachsinn wenn du da die Masse hast, die rein will, aber dem personaltechnisch nix entgegensetzt, dann werden die von den Massen einfach ueberrannt.
Als vor 2 Jahren in Dortmund die Polizei so ne Schleuse zwischen Fussgaengerzone (weg zur LP) und Bahnhof aufgebaut hatte, war die nur mit 2 Polizisten besetzt. Die Schleuse sollte eigentlich die Heimreisenden vom Bahnof temporaer frei halten, damit dieser entlastet wird. Wenn gleichzeitig, eben die Masse derer, die nach Hause wollen, da durch wollen und andere zur LP wollen (was der Polizei lieber war, als Leute, die den Bahnhof ueberlasten), dann haben die 2 Leute keine Chance.

Hier duerften die Polizisten die Schleusen fuer die ganzen Leute geoeffnet haben, die nach Hause oder einfach aus den Tunnel wollten. Dem kam ne feierwuetige Menge entgegen...da duerften die Sicherheitsleute keine Chance gehabt haben.

Im Grunde muss das Personal auch nicht zu wenig gewesen sein...aber es waere einfacher und besser gewesen 1000 Leute auf 20 Eingaenge zu verteilen, als die gleiche Anzahl auf nur einen Eingang...
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27.07.2010 00:39 Uhr von HansiHansenHans
 
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was soll bitte schön die polizzei machen: wenn tatsächlich bis zu 1,4 millionen besucher kamen oder da waren und selbst wenns nur 100.000 wären. stehts immer noch 1000 zu 100.000. da war ja kein platz zum ausweichen . in den videos gabs ja alles. ignorante polizisten, helfende polizisten, unfreundliche, freundliche, schlagende, überforderte, weinende.

das sind auch nur menschen. ich hätte als polizist angst wenn ich mit 10 kollegen auf nen mob von 10000 antreffen würde.

war da nicht ne regelung das die polizei keine ordnerfunktion haben darf und das beim veranstalter liegt?
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27.07.2010 07:51 Uhr von PeterLustig2009
 
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@anderschd: Man muss hier al eines kar stellen.

Die Veranstaltung war für 250.000 Leute genehmigt die gleichzeitig auf dem Gelände sind.

Das Gelände selbst war für 800.000 Leute ausgelegt (genug Puffer, also)

Die 1,4 Millionen Besucher sind über den ganzen Tag gerechnet.

Das heißt z.B.

von 9-12 250.000
von 12-14 250.000
von 14-16 250.000
von 16-18 250.000

Laut Beispiel hast du 1 Mio Besucher aber das Gelände niemals überlastet.

Ist halt immer besser in den Medien zu verkaufen wen man solche unwichtigen Details verschweigt.

Herr Schaller selbst hat sicherlich keinen Fehler gemacht da er zwar der Veranstalter und Finanzier war, aber mit der Planung rein gar ncihts zu tun hatte.

Und wenn Besucher ein "Sorry hier gehts ncith mehr rein, es ist voll" nicht verstehen, dann kann der Veranstalter da niht wirklich was für
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27.07.2010 07:58 Uhr von anderschd
 
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Der Veranstalter sagt: mit 187000 zu 75% ausgelastet und du schreibst was von 800000. Wem solle ma jetzt glauben? Die vierfache Menge als Sicherheit? Und woher stammen diese Zahlen?
Hr. Schaller hat also keine Fehler gemacht. Alles klar. Doch die Anderen. Und was ist mit den zuvor erwähnten Bedenken, die abgeschmettert wurden vom Chef Sicherheit und Veranstalter?

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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27.07.2010 08:02 Uhr von Menthanar
 
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blödsinn: ich habe gestern eine ziemlich interesante reportage darüber gesehn, ich glaub spiegel tv wars.

da hat man meiner meinung nach deutlich gesehn, dass die polizei alles getan hat, was in ihrer macht stand (megaphondurchsagen, barrieren aufbauen, leute anleiten usw). alles wirkte ziemlich entspannt.

BIS auf einmal die security sich dazu entschieden hat immer mehr leute durchzulassen, weils von hinten her einfach zu viel "druck" war. von den securityleuten wollte aber niemand mehr einen kommentar dazu abgeben, als der reporter fragte ob das jetzt nicht langsam zu viele würden.

die schuld hier bei den öffentlichen organen zu suchen halte ich für absolut unangebracht. die koordination der rettungskräfte ist zweifellos alles andere als glatt gelaufen und der zugang zu der stelle war extrem schwierig, so dass die retter natürlich große probleme hatten, aber als die ersten retter vor ort waren, waren die ersten opfer schon 15 minuten lang leblos.

dass sich feuerwehrleute, notärzte, rettungssanitäter und polizisten WÄHREND sie da versuchen menschenleben zu retten anscheinend noch von wütenden besuchern beschimpft und beleidigt werden halte ich persönlich für das letzte.

und abschließend kann ich nur _nochmal_ sagen, dass es weder polizisten, noch andere beamte oder politiker, schon gar nicht feuerwehrleute oder ärzte waren, die die absperrungen runter gerissen haben, richtung gelände gestürmt sind und dann 20 oder mehr leute totgetrampelt haben.

[ nachträglich editiert von Menthanar ]
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27.07.2010 08:08 Uhr von Harry3333
 
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@ Menthanar: @ Menthanar

auweia auweia

dein Beitrag ist ist so unsäglich dämlich.
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27.07.2010 13:26 Uhr von CardiBa75
 
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@ Menthanar: Zweifellos ist es das Letzte, wenn Rettungskräfte während ihrer Arbeit beschimpft und bedroht werden. Die Sanitäter und Notärzte tragen sicherlich auch keine Schuld an der Tragödie. Aber die Beamten und Politiker da mit einzubeziehen, sie seien auch Schuldlos ist absoluter Quatsch. Die Beamten und Politiker wollten nach bisherigem Erkenntnisstand die Loveparade um jeden Preis durchdrücken, Beamte in verantwortlicher Position haben Vorgaben für die Breite von Zu- und Abgängen ausser Kraft gesetzt ("Ausnahmeregelung" zitierte spiegel-online das glaube ich), um die Lopa eben auf diesem Gelände durchzuführen. Wären diese Vorgaben und Richtlinien konsequent eingehalten und umgesetzt worden, hätte diese Megaveranstaltung niemals eine Genehmigung erhalten, vermutlich auch an keinem anderen Gelände in Duisburg. Und da eben Beamte dieses Konzept mit erarbeitet, mindestens jedoch abgesegnet und genehmigt haben, sind eben diese Beamten und auch Politiker der Stadt Duisburg auch die Hauptverantwortlichen, die man zur Rechenschaft ziehen muss.

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