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Immer mehr Ärzte schwören auf den Placebo-Effekt

Ärzte verschreiben ihren Patienten immer häufiger Placebo-Produkte. In Umfragen gab die Hälfte der Ärzte zu, ihren Patienten die Tabletten ohne Wirkung zu verschreiben. Bekannt ist auch der Nocebo-Effekt. Bei dem verursacht die schlechte Erwartungshaltung zu einem Medikament weniger Wirkung.

Meist werden die Placebos dann eingesetzt, wenn die Schulmedizin keine Lösung mehr weiß. Dennoch ist der Ruf der Placebos immer noch sehr schlecht und erinnert oft an eine Beschimpfung. Dagegen will die Bundesärztekammer mit einem 150 Seiten umfassenden Kompendium ankämpfen.

Der Vorstand des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, Robert Jütte, mahnt, dass Botenstoffe, die das Gehirn bei der Erwartung auf ein helfendes Medikament ausschüttet, nicht unterschätzt werden dürfen. Gerade bei Schmerzen können Placebos eine Ausschüttung eigener Morphine anregen.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Medikament, Effekt, Placebo
Quelle: www.welt.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.07.2010 15:27 Uhr von Schaumschlaeger
 
+40 | -0
 
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Das Problem ist nur, je mehr Menschen von Placebos und deren Einsatz wissen, desto mehr Menschen gehen auch grundsätzlich davon aus eines zu erhalten und damit ist der positive Effekt wohl dahin.
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25.07.2010 15:53 Uhr von shadow#
 
+15 | -14
 
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Wenn ich wirkungslosen Scheis will Dann geh ich zum Heilpraktiker!
Beim Arzt möchte ich wissen was los ist.

Was steht bei solchen Dingen eigentlich auf der Packungsbeilage?
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25.07.2010 17:30 Uhr von Genius_AH
 
+8 | -0
 
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Na Prima: dann können ja die Krankenkassenbeiträge wieder sinken !
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25.07.2010 19:24 Uhr von Mui_Gufer
 
+1 | -0
 
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money for nothing and drugs for free (dire straits)
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25.07.2010 20:22 Uhr von ohne_alles
 
+3 | -3
 
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Heilung kommt oftmals von innen und nicht von außen. Von daher auch der positive "Effekt" der Placebos.
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25.07.2010 21:05 Uhr von lupor
 
+2 | -2
 
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Ist doch Mist! Wenn ich zum Arzt gehe, möchte ich nicht von diesem belogen werden! Ich finde das absolut unverschämt. Hier wird der Pantient wie ein kleines Kind behandelt.
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25.07.2010 22:24 Uhr von TommyWosch
 
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es wäre klüger: wirksame Medikamente zu verschreiben
und die Wirksamkeit durch den Placebo effekt zu verstärken.
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25.07.2010 23:07 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Das Zeug wirkt nicht! Zumindest ist die Wirkung oder Nicht-Wirkung absolut unberechenbar und kann guten Gewissens ausschließlich dort verwendet werden, wo es keine Alternativen gibt.
Placebos zeigen nur bei etwa einem Drittel der Menschen überhaupt eine Wirkung und können ebenso Nebenwirkungen entwickeln.
Ich könnte einem Arzt nicht länger vertrauen, der mir ein Placebo in die Hand drückt, anstatt Probleme anzusprechen.
Und beides zusammen geht nunmal nicht.
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25.07.2010 23:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Deshalb empfiehlt es sich unbedingt das Medikament einmal in Überdosis zu schlucken. Wenn man dann nicht geistig wegtritt, erbricht oder Hitzewallungen bekommt, wars ein Placebo.
Vielleicht muss man der Bevölkerung nur beibringen, dass Aspirin bei allem hilft.
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26.07.2010 01:15 Uhr von DeeRow
 
+1 | -0
 
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ich auch: Ich schwöre bei einigen Dingen auch drauf.

Doch sollte man bei Armbrüchen keines geben...
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26.07.2010 06:07 Uhr von SamuelTee
 
+2 | -0
 
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Für alle "Ungläubigen" ;-): http://www.welt.de/...
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26.07.2010 08:53 Uhr von saber_
 
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jedes schaltjahr bin ich mal beim arzt (ausgenommen vorbeugeuntersuchungen wegen krankenkasse etc)... und dann moechte ich auch geholfen werden...

ich gehe bei gott nicht sinnfrei zum arzt...da muss dann schon was richtig weh tun oder fieber ueber 40° sein...

von demher will ich auch keine placebos....

aber man muss auch bedenken das nicht alle so eine einstellung haben wie ich... in meinem bekanntenkreis und meiner familie gibt es ein paar praktizierende aerzte... und da kriegt man doch schon bissl was mit... und die meisten patienten koennte man mit nem tritt in den arsch getrost heimschicken...

das sind so neurotiker die quasi jede woche wegen was anderem 4 mal beim arzt sind... oder schulkinder die jede woche wegen was anderem beim arzt sind und sich entschuldigungen holen... das belastet auch kaum das krankensystem...

eigentlich sollte man direkt praxisgebuehren einfuehren... 10€ fuer jeden der zum arzt geht... befreiung gibts dann nach einschlaegigem aerztlichem atest wo auch die symptome eindeutig belegbar sind...

dann denken manche eben 2 mal nach ob sie wegen jedem eingerissenem nagel zum onkel doc gehen oder nicht
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26.07.2010 08:58 Uhr von Fusselkopf
 
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Nicht in Deutschland: In Deutschland sind meines wissens nach Placebos verboten, es sei denn es handelt sich um medizinische Studien, wo es mindestens zwei Gruppen gibt. Die eine bekommt das Medikament und die andere ein Placebo. Keiner der Teilnehmer weiss was er bekommen hat, dann kann die Wirksamkeit eine Medikamentes beurteilt werden.

Es braucht also niemand Angst zu haben das er von seinem behandelnden Arzt welche verschrieben bekommen würde.

Ansonsten sehe ich Placebos durchaus als alternative Heilmethode. Es gibt sehr viele Krankheiten, vor allem in der Psychiatrie, die durchaus mit Placebos behandelt werden könnten.
Kenne selbst einige Fälle wo Leute über Jahre mit Psychopharmaka vollgestofft wurden und sich trotzdem kaum eine Besserung einstellte. Da diese Medikamente zumeist über die Leber abgebaut werden, war der einzige Erfolg eine Verschlechterung des Blutbildes der Patienten. In diesen Fällen wo Medikamente der Schulmedizin versagen, finde ich Placebos eine geeignete Alternative.
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26.07.2010 10:33 Uhr von Wieselshow
 
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PHÄNOMENALE IDEE! Man gäbe den Arbeitslosen zusätzlich zum Hartz4 MONOPOLIE-GELD. Ob das auch hilft? LOL!
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26.07.2010 12:13 Uhr von Fischgesicht
 
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ja ja: der wille kann berge versetzen, stimmt schon.
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26.07.2010 12:36 Uhr von uprwin
 
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Medizin-Wahn: Unser Organismus heilt viele Beschwerden von selbst, wenn man nicht "alles sofort" erwartet. Nicht sofort mit jeder Bagatelle zum Arzt rennen, würde viele Kosten einsparen, und die Heilung käme deshalb nicht weniger schnell. Mit den Placebos wird die Zeit überbrückt und die positive Einstellung erreicht, die es zur Heilung braucht, die man aber auch in sich selber finden könnte. Doch das Geschäft mit der Gesundheit lebt recht gut von der Unsicherheit und Ungeduld der Leute. Mehr Selbstvertrauen und mehr Selbstverantwortung täte gut.
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26.07.2010 12:45 Uhr von MrsHebadesher
 
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Gebühren: Ich zahle also Praxisgebühr und Medikamentenzuschläge für keine Heilung?

Dann kann ich mich auch selber daheim hinsetzen, mir einreden, dass TicTacs mich heilen und esse die Dinger päckchenweise.
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26.07.2010 19:16 Uhr von MTKsays
 
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@uprwin: Ich kenne bei mir auch die eine oder andere Geschichte, in der ich es geschafft habe, einzele Gebrechen (kleine Löcher in den Zähnen, eingewachsener Zehnnagel, der norm. entfernt gehört, Bauchschmerzen, Verspannungen, etc.) bei denen ich mittels "Anweisungen" an den Körper und normalen Reaktionen (Zähne mit der Zunge absaugen, Nagel richtig schneiden und Wachsrichtung bestimmen, so blöd es sich anhört) durchaus Effekte erzielt habe, die Medizinisch nicht belegbar waren, aber danach waren diese Gebrechen weg. Umgekehrt konnte ich als Schüler, vom Erbrechen bis zum hohen Fieber, meinen Körper durchaus auf Kommando krank machen, um zu "schwänzen". Die Medizin ist noch immer in den Kinderschuhen, auch wenns Berg auf geht. Dieser Effekt eines Placebos ist aber nur gewährleistet, wenn man an die eigentlich beschriebene Heilmethode glaubt, und ich denke auch dann auch nur in bestimmten Fällen vertretbar. Sie haben Krebs, sind schon ohne Energie und eigentlich fix und fertig? Hier ein Dragee!? Ich würde dann kein Placebo haben wollen, und schon garnicht als Versuchskaninchen eingesetzt werden wollen. Hoffentlich wird sich sowas nicht durchsetzten, bis es viel besser verstanden und angewandt werden kann.
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27.07.2010 13:52 Uhr von U.R.Wankers
 
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Placebo Spritzen funktionieren am Besten: und Honöopathie fällt in die gleiche Rubrik.

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