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Berlin: Gerichtsvollzieher hatte Probleme bei Teilpfändung des Kunsthauses Tacheles

Am vergangenen Mittwoch lief der Versuch eines Gerichtsvollziehers ins Leere, als er Teile des "Café Zapata" und des "Studio 54" am frühen Morgen pfänden wollte. Wie das zuständige Bezirksgericht bestätigte, musste die Amtsperson unverrichteter Dinge wieder kehrt machen.

Wie ihm Vertreter des Kunsthauses Tacheles sagten, wären sie nicht die Nutzer der zur Räumung anstehenden Zimmer gewesen. Lediglich die Kaufhausruine des Künstlerobjekts wäre von der Schließung bedroht gewesen.

Ein Geldinstitut will für das an der Ecke zur Friedrichstraße gelegene Areal eine Zwangsversteigerung erwirken. Da es als Berliner Touristenmagnet gilt, will sich der Senat für den Fortbestand des Künstlerprojektes einsetzen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Gerichtsvollzieher, Pfändung, Kunsthaus, Tacheles
Quelle: www.ln-online.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2010 12:12 Uhr von jsbach
 
+5 | -1
 
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Für alteingesessene Berliner und Künstler aus der Szene, mag es ein Inbegriff Berliner Kultur sein. (Foto zeigt den Ein/Ausgang des Kunsthauses Tacheles)
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23.07.2010 12:58 Uhr von flireflox
 
+24 | -22
 
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Für die einen ist es Kunst für die anderen ist es eine verdreckte Ruine die von assozialen als Unterkunft genutzt wird um zu Saufen und Drogen zu konsumieren.

Aber in Berlin gehört sowas natürlich zur Kultur lol
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23.07.2010 13:13 Uhr von Shik
 
+12 | -9
 
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@flireflox: Und diese Meinung bilden Sie sich aufgrund welcher Informationen?
Waren Sie schonmal dort oder gar im Gebäude drinne oder ist das nur eine leere behauptung das dort keine Kunst publiziert wird, sondern es nur ein Treffpunkt für Assoziale und Drogenabhängige ist?

"Aber in Berlin gehört sowas natürlich zur Kultur lol" - Ach so, das wird nur in Berlin so gesehen? Merkwürdig wieso es dann als Touristenmagnet bezeichnet wird (und wer da war weiß, dass es so ist!). Aber bestimmt gehen die Leute da nur hin um sich die von Ihnen beschriebenen Assis und Junkies anzusehen, macht man ja auch sonst in anderen Städten so...
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23.07.2010 13:44 Uhr von Carle
 
+5 | -6
 
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naja: alles voller punks, keine ausweiskontrollen. für minderjährige ein prächtiger treffpunkt. bier is auch recht günstig.

und ja ich war schonmal da. tagsüber mag es ja ganz okay sein, aber wer nicht gerade aufs höchstgradig alternative mileu umgeben von nutten und zwielichtigem umgang steht sollte den bau meiden.
gehört aber trotzdem irgendwie dazu, ich wäre gegen die schließung.
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23.07.2010 13:50 Uhr von Vasto-Lorde
 
+4 | -3
 
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Hehe in Berlin gibts halt nix zu holen....die sind ja "dauerpleite" XD

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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23.07.2010 14:13 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -5
 
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70 Millionen Euro ist die Forderung ich glaube nicht, dass der Verkauf des Areals so viel Geld bringen wird.
Zumindest die Bilder die ich im Internet sehe, schaffen es bei mir kaum diese als echte "Kunst" einzustufen. Gegen Geld möchte es wohl keiner sehen, und die Kunst ist wohl leider brotlos. Wo sollen jetzt die 70 Mio herkommen?
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23.07.2010 15:34 Uhr von cyrus2k1
 
+5 | -5
 
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Tja alles muss auf dem Geldaltar geopfert werden! So will es unsere Gesellschaft...
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23.07.2010 15:44 Uhr von quade34
 
+5 | -8
 
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Im Tacheles: sitzen nur Pseudokünstler, die als Gebäudebesetzer die Allgemeinheit ausplündern. Die paar Ehrlichen, die in der Vergangenheit dort gut und richtig künstlerisch tätig waren, haben sich längst von dem dort hausenden Gesochs getrennt. Im sogenannten Künstlerhaus Bethanien sitzen ähnliche Schmarotzer.
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23.07.2010 16:22 Uhr von Pistensau96
 
+7 | -2
 
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Das Tacheles gehört dazu: Es wäre schade, wenn das Tacheles eingestampft wird. Wer im Hof schon mal die Metallskulpturen, den Deckaufbau oder das "Biotop" gesehen hat, wird mir da recht geben. Da sieht man mehr, als in vielen Museen. Darüber, ob etwas Kunst ist, lässt sich bekanntlich streiten, beeindruckend ist es auf jeden Fall.

Und ja, die alternative Punkszene gehört zur berliner Kultur. Und dass das Bier da billig ist, stört mich jetzt auch nicht sonderlich...
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23.07.2010 19:31 Uhr von LhJ
 
+1 | -5
 
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Oha diese Ruine.

Schon allein der muffige Gestank der aus den Räumlichkeiten drängt, hat mich bisher davon abgehalten auch nur einen Fuß dort hineinzusetzen.

Aber viele Touris gehen tatsächlich dort schauen.

Da scheints auch öfters mal ein paar Parties oder Konzerte zu geben, die es so sicherlich in Berlin nicht nochmal gibt.

Verdreckt und versifft ist das ganze Haus trotzdem bis zum geht nicht mehr.
Sogar der Straßenkehrer schmeißt Morgens mal ne Schaufel Käsebälle vor die Türe... für die Ratten.

Ich finde aber, das Haus gliedert sich wunderbar in die teils sehr heruntergekommenen Häuser ein, die man in Berlin oft findet.
Ein Stück die Straße runter, auf der anderen Seite ist doch noch so eine kleine Bar, wo man draußen an alten Kabeltrommeln als Tisch sitzen kann. Das ist genauso heruntergekommen.
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28.09.2010 00:52 Uhr von EduFreak
 
+0 | -0
 
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@LhJ: "Ich finde aber, das Haus gliedert sich wunderbar in die teils sehr heruntergekommenen Häuser ein, die man in Berlin oft findet."

das kommt (höchstwahrscheinlich) nicht von ungefähr, sie wollen damit auch ein zeichen setzen. aber zum interpretieren reichts glaub bei dir auch nicht mehr.

ok, 70mio€ sind schon eine menge, aber beim vergleich mit ausgaben für andere projekte ist es noch ist es noch wirklich lohnenswert.

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