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Chinesische Comics umgehen mit knalligem Kitsch die Zensur

Die Tradition der Comics in China ist lang, die Manhua genannten Bildbände existieren bereits seit den zwanziger Jahren. Die neuen Comics stehen zwar in der Tradition der quietschbunten Bilderbücher, doch im Zeitalter der Zensur denken sich die neuen Schreiber einen Kniff aus.

Mittels überladener Bildsprache, die kitschig und ultrabunt ist, schaffen sie es sogar, die chinesische Zensur zu umgehen. Unter dieser glatten Oberfläche kann nämlich eine subtile Kritik an der Regierung versteckt werden.

Offiziell gibt es für die wenig angesehenen Comiczeichner, Manhuajia wie sie hier heißen, in China drei Tabus: Sex, Tod und Tibet sollte man nicht erwähnen.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: China, Comic, Zensur, Kitsch, Manhua
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2010 14:05 Uhr von Gorli
 
+0 | -8
 
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Ohne die Schrift könnte man das schon glatt für Japanische Comics halten. Chinas Verwestlichung ist schon extrem weit vorangeschritten.
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22.07.2010 14:51 Uhr von komichan
 
+3 | -4
 
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Schrift: Die chinesische Schrift gibts auch in Japan ;)
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22.07.2010 15:03 Uhr von Gorli
 
+2 | -5
 
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@komichan: Das war jetzt eher an das Flair der Comics gerichtet. Großstadtszenen die eher an New York, als an eine chinesische Provinzstadt erinnern. "China Girls" die mehr in ihren Gedanken an Mode und Jungs rumhängen, als sich für das maoistische Vaterland zu engagieren. Eben dieser klassische Prozess der Traditionenverwerfung. China ist jetzt in den 60ern, wo die Leute die ersten Kostproben von Freiheit und Wohlstand kennen lernen, auch wenn das "Spießertum" immer noch den Staatsapparat beherrscht. Gib denen noch 30 Jahre und man wird die Diktatur dahinter kaum noch erkennen können. Der beste Revolutionsführer ist eben doch der Wohlstand.
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23.07.2010 01:05 Uhr von aral
 
+5 | -5
 
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@Gorli: Sorry, aber In den besten Zeiten der Wohlstandsgesellschaft in Deutschland ist das Volk verfettet und verblödet.

Die Deutschen sind leider das beste Negativbeispiel: Ein Volk von entpolitisierten, saudummen und bequemen Feiglingen, die Ihren Arsch nichtmal hochbekommen, wenn es um ihre ureigensten Interessen geht.

Wir brauchen mal wieder ne Rebellion, gegen den ganzen Dreck, den unsere dekadente Oberschicht in Gesetze pressen läßt.
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23.07.2010 09:37 Uhr von mr_shneeply
 
+7 | -0
 
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Schade Ich hatte mich schon auf Sex, Tod und Tibet gefreut.
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24.07.2010 09:45 Uhr von zeroFX
 
+0 | -0
 
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Sorry, aber irgendwie passt da was nicht. Eine "Bildsprache, die kitschig und ultrabunt ist" kann ich in der Gallery beim Spiegel nicht so recht entdecken. Sicher einige Bilder sind bunt, ja, aber das sind eben "Comics". Sieht für mich nicht wirklich anders aus als andere (jap.) Mangas - und auch die Bezeichnung klingt ähnlich. Von daher ...

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