22.07.10 09:50 Uhr
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Radioastronomie: Neue Methode erlaubt Rückschlüsse auf Materieverteilung im All

Radioastronomie basiert im Wesentlichen auf der Auswertung von Signalen mit bestimmten Wellenlängen. Besonders interessant ist hier die 21-cm-Strahlung, welche auf das häufigste Element im Universum - Wasserstoff - zurückzuführen ist. Mit ihr lässt sich die Verteilung des Gases im Kosmos untersuchen.

Bisher analysierte man hauptsächlich die Signale einzelner Galaxien, was nur bis zu einer Entfernung von wenigen Milliarden Lichtjahren effektiv ist. Tzu-Ching Chang entwickelte mit ihrem Team vom Canadian Institute for Theoretical Astrophysics in Toronto (Kanada) nun eine neue Untersuchungsmethode.

Die Forscher nahmen die Signale von Tausenden Galaxien auf und rechneten die Einflüsse von Störquellen aus den Daten heraus. Zurück blieb eine 3-D-Karte, welche die Strukturen im Abstand bis zu acht Milliarden Lichtjahren zeigt. Eine Perfektionierung könnte auch die großräumige Struktur sichtbar machen.


WebReporter: alphanova
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: All, Astronomie, Methode, Materie
Quelle: www.wissenschaft-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2010 09:50 Uhr von alphanova
 
+7 | -1
 
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Diese neue Methode wäre wohl weit weniger effektiv, wenn die Wissenschaftler jede Störquelle manuell aus den Daten eliminieren müssten. Aber zum Glück gibt es ja Algorithmen und Computer, die das übernehmen.
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22.07.2010 11:07 Uhr von DaKarl
 
+3 | -1
 
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grad nachgelesen: Das Universum ist etwa 13,7 Milliarden Jahre alt, somit können wir maximal 13,7 Milliarden Lichtjahre weit ins All hinaus sehen.
Wenn die jetz schon e Karte bis zu nem Umkreis von 8 Mia Lichtjahren erstellen können, is das schon bemerkenswert würd ich sagen
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22.07.2010 11:23 Uhr von Ishkur
 
+2 | -3
 
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@DaKarl: Das ist so nicht ganz richtig, das Universum ist weitaus größer als die 13,7 Mrd. Lichtjahre, da es sich schneller als die Lichtgeschwindigkeit ausdehnt.

Die "tatsächliche" Größe nach heutigem Stand sind ca. 70 Mrd. Lichtjahre.

Edit: Danke, dass man für die Erklärung ein Minus kassiert.

[ nachträglich editiert von Ishkur ]
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22.07.2010 11:32 Uhr von DaKarl
 
+3 | -1
 
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Ja das weiß ich auch...Ich habe ja auch mit keinem Wort etwas von der Größe des Universums gesagt. Aber da sich Licht oder eben Radiowellen nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann man unmöglich etwas sehen was weiter als 13,7 Mia LJ weg ist...denn dieses Licht hatte dann noch nicht genügend Zeit um überhaupt bis zu uns zu kommen.

[ nachträglich editiert von DaKarl ]
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24.07.2010 11:11 Uhr von zeroFX
 
+0 | -0
 
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@DaKarl: "unmöglich" ist es kaum , man braucht nur etwas Geduld bzw. Zeit und die richtigen "Augen". ;)

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