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Gegner klagen: Diese Waffen sind kein Spielzeug

Karlsruhe - Waffengegner der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen" haben am Mittwoch in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen das Waffengesetz eingelegt.

Sie halten das Gesetz für verfassungswidrig, weil es die Interessen von Sportschützen über das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit stelle. Zwei der Kläger sind selbst betroffen: Ihre Kinder starben beim Amoklauf in einer Schule in Winnenden im März 2009.

Regelungen, die den Gebrauch von privaten legalen Schusswaffen nicht erheblich erschwerten, seien für die Allgemeinheit unzumutbar und daher unvereinbar mit dem Grundgesetz.


WebReporter: Pundi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Waffe, Gegner, Spielzeug, Verfassungsbeschwerde
Quelle: www.neues-deutschland.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2010 20:57 Uhr von conane
 
+4 | -4
 
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in den usa: würde man diese klage schon fast als hochverrat ansehen. mal sehen wohin sich deutschland entwickelt
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21.07.2010 20:58 Uhr von ZzaiH
 
+8 | -13
 
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sehr gut: wenigstens wird etwas hirn gezeigt... und nicht immer sinnlos auf die "killerspieler" eingedroschen
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21.07.2010 21:25 Uhr von Lyko
 
+2 | -3
 
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@ BastB: Gebe dir Recht.

Das Problem ist der Mensch... leider lässt sich dieses Problem nicht abstellen.

Wäre es nicht möglich das die Sportschützen einfach die Waffen beim Sportverein lassen müssen?
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21.07.2010 21:48 Uhr von BeaconHamster
 
+8 | -2
 
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weil es ja immer nur Schützen sind die durchdrehen oder weil jeder Amoklauf auf einer Schießanlage stattfindet?

Wenn man bei sog. "Killerspielen" nichts erreicht oder genug rumgestänker hat, gehts auf den nächsten Sündenbock. Erziehungfehler und psychische Probleme sowie an ihrem Kind desinteressierte Eltern gibt es scheinbar keine.

[ nachträglich editiert von BeaconHamster ]
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21.07.2010 22:18 Uhr von pentam
 
+6 | -2
 
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Schusswaffen Komisch nur, dass Schusswaffen nicht die einzigen Waffen sind, die in Amokläufen verwendet wurden. Samuraischwerter, Äxte, Sprengstoffe,... werden von dem (eventuell angestrebten) Gesetz nicht abgedeckt und sind auch schon für Amokläufe verwendet worden.

Mal wieder nichts verstanden, aber in blinden Aktionismus ausbrechen...
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21.07.2010 22:28 Uhr von NoGo
 
+2 | -0
 
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@Lyko: "Wäre es nicht möglich das die Sportschützen einfach die Waffen beim Sportverein lassen müssen? " Und dann?
Wenn da jemand einbricht, findet er das reinste Schlaraffenland vor. Es müsste dann auf jeden Fall festgelegt werden, dass die Waffen und Munition in einem schweren Safe gelagert werden müssen.
Ich denke, es würde reichen, die Munition beim Verein zu lassen. Eine Pistole ohne Munition kann höchstens noch zum Erschlagen verwendet werden...
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22.07.2010 00:16 Uhr von TrangleC
 
+3 | -1
 
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Ich hab das schon oft in allen möglichen SN-Threads und Internetforen gesagt: Es gibt keine wahre Sicherheit. Eine Illusion von Sicherheit - und mehr ist nie erreichbar - ist es nicht wert die Freiheit dafür zu opfern.
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22.07.2010 00:50 Uhr von Bordeaux_Carnigo
 
+3 | -1
 
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Amokläufe werden dadurch auch nicht vehindert: wer Andere töten oder verletzen will, kann dies auch mit ner Schaufel tun. Das deutsche Waffengesetz bedarf allerdings Überarbeitung. Da die meschliche Logik doch stark auf der Strecke bleibt. Mal nen Beispiel, wenn ich in nem Schützenverein bin und z.B. Kleinkalibergewehr und Luftpistole auf Scheiben schieße und die erforderlichen Prüfungen der Sachkenntnis und eine Bescheinigung der Polizei habe das ich kein Schwerverbrecher bin darf ich die Gewehre die ich für meinen Sport brauche auf meinen Waffenschein kaufen. Was ich allerdings auch erwerben darf ist eine z.B. eine Dienstpistole wie Beretta, Glock 17 etc. Die allerdings wenn man nicht gerade eine Disziplin wie IPSC ausübt zum sportlichen Schießen nicht nötig ist, aber Zuhause entsprechend gesichert aufbewahrt werden darf. Einziger Sinn der sich daraus ergibt ist Einsatz der Pistole zur Heimverteidigung. Was allerdings nach deutschem Recht schwierig ist, da man trotz landläufiger Meinung Einbrecher nicht einfach niederschießen darf, es muss zumindest eine Bedrohung gegeben sein. Ein Tazer oder Gummigeschosse wäre effektiver und humaner (Beides nach deutschem Recht allerdings niht erlaubt) Außerdem hat ein Sportschütze keine Ausbildung zum Einsatz der Waffe im Kampf, wie ein Soldat oder Polizist, auch ist keine erhöhte Berdohung gegeben wie bei Bodyguards oder Mohammed-Karikaturisten. Die einzige Qualifikation des Sportschützen eine Waffe zur "Verteidigung" zu besitzen ist seine Sachkenntnis über die Benutzung von Waffen. Meine Meinung ist, dass entweder jeder, der die Sachkenntnis nachweisen kann eine Schusswaffe zur Verteidigung besitzen darf, oder nur die Leute die mit ihr executive Gewalt durchsetzen(Soldaten,Polizisten, Grenzschutz etc.) und Leute die sich in erhöhter Bedrohungslage befinden(Bodyguards und andere Sicherheitskräfte).
Wobei beim ersteren Vorschlag eine Einschränkung auf bestimmte Waffenarten und eine maximal erlaubte Munitionsmenge sinnvoll wären. Außerdem wäre eine Schulung wie "Schusswaffen zu Verteidigung" angebracht. Die jetzige Situation räumt Sportschützen massive Vorteile gegenüber Otto-Normalbürger ein, die meiner Meinung nach nicht begründbar sind. Also entweder alle ne Knarre zu Verteidigung =USA oder Schusswaffennur für die Leute die sie wirklich benötigen=So wie jetzt nur ohne Hochgerüstete Sportschützen.
Momentan ist es für Sportschützen praktisch möglich sich auf SEK Stand hochzurüsten. Kugelsichere Westen und Helme, sowie militärische Magazine mit ein paar Hundert Schuss für Selbstladegewehre plus modernste Zieleinrichtungen und Nachtsichtgeräte sind in Deutschland weitgehend frei verkäuflich. Findige Bastler können sich dann noch Bomben aus überschüssigem Schwarzpulver bauen.
Gut dass das noch kein Amok-Bubi Spitzgekriegt hat, bei deartiger Bewaffnung gäbs nämlich mehr Tote als in Winnenden. Solche Regelungen spielen auch paramilitärischen Gruppen in die Hände, wer kontrolliert das neben sportlichem Schießen in Vereinen Ideologien im Sinne von "Wir müssen irgendeine Volksgruppe vernichten" gelehrt werden. Militärisch hochgerüstete Radikale ein Traum! Und was hat der Normalbürger dagegen? Nen Taschenmesser das nicht länger als 11cm sein darf!!!

Ich bin nicht gegen sportliches Schießen solange es Sport bleibt. Bestrebungen wie in USA zum Hochrüsten gegen ominöse Weltverschwörungen oder eventuelle schwerbewaffnete Einbrecher sollten allerdings niemandem erlaubt sein. Zumindest in nem demokratischen System mit staatlichem Gewaltmonopol.
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22.07.2010 03:02 Uhr von tai_pan
 
+2 | -1
 
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@Bordeaux_Carnigo: Dann müsstest du aber auch Sylvesterraketen und Chinaböller verbieten.

Daraus läßt sich auch Material für äußerst effektive Sprengkörper gewinnen.
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22.07.2010 03:21 Uhr von StrammerBursche
 
+0 | -7
 
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@pentam: Wieder im Bullshittrain unterwegs?

Welcher Amoklauf wurden den mit "Sprengstoffen" begangen?
Außerdem darf auch jetzt schon sicher keine normale Privatperson Sprengsstoff herstellen oder mit sich führen, ganz im Gegensatz zu Schusswaffen.

Und eine Axt oder Samuraischwert(lol) lassen sich in ihrer Gefährlichkeit natürlich ganz gut mit Schusswaffen vergleichen.
Besonders wenn sie sich in Händen durchgeknallter Halbstarker befinden.

Die Sache mit dem Auktionismus, solltest du dir vor dem Posten echt mal zu Herzen nehmen.
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22.07.2010 08:50 Uhr von pentam
 
+3 | -0
 
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@ StrammerBursche: Dir ist schon bewußt, dass beim Colombine Amoklauf auch Rohrbomben benutzt wurden, oder?

Jede normale Privatperson darf Sprengstoff käuflich erwerben und mit sich führen, nämlich Schwarzpulver (in Form von Silvesterraketen und Böllern). Damit lassen sich mit minimalem Aufwand Bomben bauen, die mehr Leute verletzen als in dieser Zeit mit eine Schusswaffe möglich wäre.

Die Beispiele Axt und Samuraischwert kamen übrigens nicht von ungefähr. Mit beiden wurden nämlich schon Amokläufe verübt!
Und wenn man es genau nimmt, muss man auch Autos dazu zählen...

Also bevor du anderen Leuten vorwirfst, Bullshit zu erzählen, solltest du vielleicht erstmal nachdenken!
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22.07.2010 09:11 Uhr von Bordeaux_Carnigo
 
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@tai_pan: Ich meinte ja nicht, dass man schwarzpulverhaltige Gegenstände verbieten soll, zumal man das Zeug als Vorderladerschütze z.B. für historische Darstellungen so erwerben kann. Mir gings ja nur darum die Schwächen des aktuellen Gesetzwerkes aufzuzeigen. Ich sehs nicht ein, dass in nem demokratischen Staat mit Gewaltmonopol Leuten die zum Sport auf Scheiben schießen faktisch das Recht zur Verteidigung mit Schusswaffen eingeräumt wird. Ich wäre dafür, dass das Gesetz in die Richtung geändert wird, dass nur noch Waffen die zum sportlichen Schießen sinnvoll verwendbar sind( die Beretta die beim Amoklauf in Winnenden fällt zum Beispiel nicht darunter, viel zu ungenau) und auch das Zubehör reglementiert, kann zum Beispiel nicht angehen, dass Jäger eigentlich nur 2Schuss im Gewehr haben dürfen, 30 Schuss oder mehr Magazine für die Waffen frei verkäuflich sind. Und ich finde nicht dass jemand nen G3 mit Trommelmagazin und holographischem Visier zuhause liegen haben sollte, zumindest wenn man das sonstige Verhältnis zu Waffen in Deutschland bedenkt. Wer Einfach nur ganz viele Knarren um sich haben will kann ja Waffensammler werden oder unbrauchbar gemachte Dekowaffen an die Wand hängen.

@Hostmaster: Mit Messer und Äxte sind laut Gesetz ja nur noch als Werkzeug außerhalb des eigenen Besitzes erlaubt und die können höchstens noch das Schweizer Taschenmesser verbieten. Die Kampagne ist aber eindeutig fehlgeleitet, Amok laufen kann jeder dafür braucht man kein Sportschütze zu sein, das dürfte eher therapeutisch wirken.

[ nachträglich editiert von Bordeaux_Carnigo ]
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22.07.2010 09:38 Uhr von TrangleC
 
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@ wok! Aus dem gleichen Grund aus dem Leute Sportwagen oder 300 PS Motorräder kaufen dürfen, weil die Freiheit des Individuums NOCH nicht ganz abgeschafft wurde.

Wenn wir mit der Argumentation auf der "braucht man das?"-Schiene anfangen, dann kann man alle persönlichen Freiheiten zur Disposition stellen.

Braucht der Mensch Urlaub? Muss er dafür ins Ausland fliegen? Braucht er mehr als soundso viel Quadratmeter Wohnraum? Muss er jeden Tag duschen und so viel Wasser verbrauchen? Braucht er Gewürze im Essen? Sind Bücher und andere Informationsquellen wirklich lebensnotwendig? Muss sich jeder fortpflanzen dürfen?

Wir müssen verdammt aufpassen wohin wir unsere Zivilisation sich entwickeln lassen. Rein logisch und emotionslos betrachtet könnten wir auch alle wie Nutzvieh leben. Wenn wir Freiheiten rechtfertigen müssen, gehen uns schnell die logischen, harten, kalten Argumente aus aber wäre es deshalb klug der Logik in eine orwellsche Überzivilisation zu folgen?

In einer Welt in der links und rechts die Leute durch etwas "unverbietbares" wie Krebs sterben wie die Fliegen und in der viel gefährlichere Sachen wie Alkohol und Zigaretten legal sind, ist es da sinnvoll noch ein Stück Freiheit zu opfern nur weil eine Hand voll Leute es missbraucht haben?
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22.07.2010 09:44 Uhr von Bordeaux_Carnigo
 
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@wok! Revolver sind eigentlich für Amokläufe oder Straftaten eher ungeeignet, da das Nachladen lange dauert und sie nur wenig Schusshaben, von daher gesehen eher unbedenklich. http://www.oberlandarms.com/... find sowas eher bedenklich, sieht erstmal aus wie ne Kriegswaffe und das Zubehör passt auch. Dürfte preislich aber glücklicherweise außerhalb der Preisklasse mit kriminellen Ambitionen liegen.

@TrangleC: Wirkliche Freiheit ist die aktuelle Regelung auch nicht, warum darf nicht jeder mit etnsprechenden Sachkentnissen wenigstens einen Revolver besitzen. Der Sportschütze darf aber jetzt sogar mehrere Waffen besitzen die er für den Sport nicht braucht.

[ nachträglich editiert von Bordeaux_Carnigo ]
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22.07.2010 13:13 Uhr von pentam
 
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@ Verteidigung und "Wumme unterm Kopfkissen": Eine Waffe in D zur Selbstverteidigung ist schlicht und ergreifend Quatsch.

Laut Gesetz muss man Waffen in einem Tresor aufbewahren und die Munition in einem getrennt verschließbaren Tresor bzw. Tresorfach. Bis man also mit 2 verschiedenen Schlüsseln die Waffe + Munition hervorgeholt und diese dann auch noch geladen hat, ist es schon längst zu spät für Verteidigung.

Wenn sich so Spezialisten (wie der Vater des Winnenden Täters) nicht an das Gesetz halten und ihre Waffen im Nachttisch aufbewahren, ist das ein grober Verstoß gegen die Auflagen, nach denen sie eine Waffe besitzen dürfen.
Eine Verschärfung des Gesetzes bringt also auch nichts, wenn sich die Leute auch jetzt schon nicht daran halten.
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22.07.2010 13:32 Uhr von 7.65Para
 
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@wok: "Aber man sieht hier schon deutlich, dass die Befürworter großkalibriger Waffen unter dem Deckmantel "persönlicher Freiheit" etc. mit einer Wumme unter dem Kopfkissen gewisse Defizite kompensieren wollen (bzw. davon träumen). Denn zur Ausübung eines Sports sind diese in jedem Fall nicht nötig"

Ah, da spricht der Fachmann. Neidisch?

Kannst du nicht einfach akzeptieren, dass es jede Menge Leute gibt, die einfach tierisch viel Spaß am Umgang und dem Schießen mit Feuerwaffen haben?
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22.07.2010 16:36 Uhr von weg_isser
 
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@ Bordeaux_Carnigo: Die Waffe von http://www.oberlandarms.com ist auch nicht mehr als ein normales Gewehr, da es mit Sicherheit keine vollautomatische Waffe ist. Die gehören meines Wissens nach in die Kategorie Kriegswaffen!
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22.07.2010 17:18 Uhr von speculator
 
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Was wäre wenn Was wären wohl die Folgen wenn mal ein Gangster-Sohn mit einer illegalen Schusswaffe Amok laufen würde?

Würden dann endlich illegale Waffen verboten...?

(Aber ernsthaft: Ich liebe Schusswaffen, will aber keine Tiere tot schießen und auch nicht "sportlich-vereinmeierlich" schießen, hätte gerne trotzdem Waffen, seh aber ein, bei all den kaputten Freaks überall, dass wir keine haben dürfen...)
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22.07.2010 20:27 Uhr von Bordeaux_Carnigo
 
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@weg_isser: Klar schießt die nur Semi-automatisch,(Die Polizei schießt aber auch nur Semi) grad bei geringem Abzugsgewicht ist die Feuerrate aber fast genauso hoch. Bedenklich find ich, dass das ganze Zubehör der Kriegswaffen passt. z.B. 100Schuss Trommelmags. Finde wer mit Sturmgewehren ruamlaufen will soll zum Bund gehen, fürs Selbstladerschießen gibts auch weniger martialische Büchsen. Und das mögliche Gefahrenpotential ist bei solchen Waffen auch deutlich höher, da die Grundkonstruktion militärischem Design entliehen ist, also schnell nachladen-schnell durchladen-schnell anvisieren-schnell abdrücken-schnell töten! Die einzige sportliche Diszilin bei der das wichtig ist, ist IPSC, allerdings wird das in Deutschland nur unter strengen Auflagen zugelassen, da es eigentlich dem behördlichen Training dient. Solche Gewehre sind eher "Fun" Waffen, der Sport würde sie nicht vermissen. Ich selbst bis vor einigen Monaten in nem Schießsport Verein und kann sagen, dass mindestens 2/3 der Leute die Waffen als Sport und Spassgeräte sehen und auch nur passende Gewehre für ihre Disziplin besitzen. Der Rest sind dann die Möchtegern-Amis die nach dem Motto vorgehen "Hauptsache nen paar dicke Wummen im Haus." Und ich find das muss nicht sein. Finds ja uach immer lustig wie viele Leute immer des Waffenbesitz für Sportschützen verteidigen. Solange man selber keiner ist, ist man im Zweifelsfall der ohne Waffe. Der Normalbürger hat praktisch keinerlei Recht auf irgendwas, das wirklich als Waffe durchgeht, viel weniger Rechte kann man also eh nicht kriegen. Ne Änderung der Gesetze kann einem vielleicht sogar Vorteile bringen. Die Waffenindustrie muss ja schließlich irgendwo ihren Kram verkaufen, wenn die 2Mio. Sportschützen wegfallen hetzt Heckler&Koch der Merkel solange Lobbyisten auf den Hals bis der Waffenbesitz wieder erlaubt wird und dann vielleicht für mehr Leute.
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23.07.2010 10:39 Uhr von 7.65Para
 
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@Bordeaux-Carnigo: Du offenbarst hier eklatante Wissenslücken bzgl. Waffen, Waffenrecht und Schießsportpraxis. Vielleicht solltest du erst mal ein paar Jahre Erfahrung sammeln, bevor du hier als Möchtegern-Experte dein Halbwissen unter die Leute bringst.

IPSC-Schießen hat überhaupt nichts mit kampfmäßigem Schießen oder behördlichem Training zu tun. Dienstwaffenträger wird sogar explizit davon abgeraten, IPSC zu schießen, weil sie sich Techniken angewöhnen könnten, die Feuerkampftaktiken ad absurdum führen.

Sowohl international als auch in Deutschland haben sich in den entsprechenden Disziplinen Selbstladegewehre der AR 15-Baureihe durchgesetzt. Das hat nichts mit der Feuergeschwindigkeit zu tun, sondern mit der hohen Eigenpräzision der Waffe und dem riesigen Zubehörmarkt an Tuningteilen. In Deutschland sind sportlich bei Selbstladebüchsen ausschließlich auf 10 Schuss begrenzte Magazine zugelassen. Die großen Beta-Mags kann man frei erwerben, aber nicht sportlich nutzen. Wer meint, so was besitzen zu müssen - so what?

In vom BKA per Feststellungsbescheid freigegebene Selbstlader passen auch keine Fullauto-Griffstücke. Wer so ein Gewehr besitzt und trotzdem ein solches Griffstück erwirbt, erhält mit ziemlicher Sicherheit Besuch von der Staatsmacht, weil dann unterstellt wird, man wolle unerlaubt eine vollautomatische Kriegswaffe herstellen.

Und warum soll schießen nicht einfach Spaß machen, was ist schlimm daran? Man darf doch auch zum Spaß Fahrrad fahren und teure Ausrüstung besitzen, ohne deshalb gleich Radrennen fahren zu müssen.

Sehr putzig finde ich deine Vorstellungen von der "Waffenlobby". Die ganze Sportschützenbranche setzt im Jahr weniger Geld um, als ein U-Boot kostet. H & K verdient sein Geld im Ausland bzw. mit Behörden, für die Belange der Schützen haben die nicht mal ein müdes lächeln übrig.
Die Schützen-Waffenlobby sind die Schützen selbst, ihre schiere Masse. Nicht irgendwelche Rüstungskonzerne.

[ nachträglich editiert von 7.65Para ]
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28.07.2010 18:01 Uhr von Schwertträger
 
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Die Kläger sind Betroffene und somit bar jeder Objektivität.
Von betroffenen Leuten möchte ich mir nicht an Gesetzen rumfuhrwerken lassen.


Die Waffengesetze gelten seit Jahrzehnten. Plötzlich, wenn mal etwas schief geht, sind die Gesetze plötzlich schlecht. Völliger Irrsinn.
An Gesetzen dreht man dann, wenn sie einwandfrei als schlecht und unanwendbar feststehen und nicht, wenn einmal in 50 Jahren ein Amoklauf mit Waffen passiert.

Was würden diese Leute tun, wenn Waffen generell schon 50 Jahre verboten wären und der Winnenden-Schütze ihre Söhne und Töchter mit illegalen Waffen erschossen hätte. An die kommt man genauso leicht, allen Verboten zum Trotz.

Oder wenn der Täter die Söhne dieser Leute mit Molotovcocktails verbrannt hätte? Muss man dann auch den Zugang zu Benzin erschweren und dafür eine Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz bemühen?


Die Trauer und den Schmerz dieser Leute in allen Ehren, aber als politische Stimme taugen sie zu diesem Thema wohl nicht mehr.
Das wird auch deutlich, wenn man sich deren Webseite durchliest, bei der man das Grausen kriegen kann, wieviel Unlogik und Egoismus von Schmerz geplagte Menschen aufbringen können.
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28.07.2010 18:05 Uhr von Schwertträger
 
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Dazu kommt, dass niemand untersucht, in wie weit die getöteten Söhne und Töchter dieser Kläger am Mobbing des Winnenden-Schützen beteiligt waren.
FALLS sie das nämlich waren, hätten diese Eltern ja eigentlich selber noch ein Verfahren zu vergegenwärtigen..

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