21.07.10 16:11 Uhr
 2.013
 

Hausärzte sehen Gesundheitsreform als lebensgefährlich an

Die Ärzte laufen Sturm gegen die neue Gesundheitsreform und warnen jetzt ausdrücklich davor, dass unter den Umständen des neu geordneten Systems keine ärztliche Versorgung mehr gewährleistet sei, da den Hausärzten schlichtweg das Geld dazu fehle.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hausärzteverbandes, Eberhard Mehl, prophezeit bereits mehrere Tote durch das neue Gesundheitssystem. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat mit der neuen Gesundheitsreform festgelegt, dass die Vergütung der Hausärzte beschnitten wird.

Ab 15. September wollen die Ärzte das "Horrorszenario" spielen und den Ausfall der ärztlichen Versorgung nach und nach symbolisieren. Ab 2011 könnte es Ärztestreiks geben. Aktuelle Auswertungen der Krankenkassen hatten ergeben, dass die Honorare der Ärzte seit 2007 kontinuierlich gestiegen sind.


WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Philipp Rösler, Gesundheitsreform, Hausarzt
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2010 16:17 Uhr von anderschd
 
+3 | -2
 
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Nicht kontinuierlich: gestiegen, denn das tun sie immer.
Sondern "deutlich gestiegen" seit 2007 !!

Was will man dazu sagen?
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21.07.2010 17:31 Uhr von Krebstante
 
+4 | -1
 
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Man sollte differenzieren zwischen Hausärzten und Fachärzten.

Die Vergütung der Hausärzte soll beschnitten werden. Die Einkommenssteigerungen, die von den Kassen belegt werden, beziehen sich aber auf Haus- und Fachärzte.
Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Sollen die Kassen das bitte schön mal nur für die Hausärzte berechnen, dann sieht die Sache schon ganz anders aus, denn die Vergütungen sind in stark unterschiedlichem Maße gestiegen.
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21.07.2010 18:39 Uhr von rolf.w
 
+8 | -1
 
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Nunja: Ich will mal so sagen, solange man(wir einfachen Patienten) nicht weiß, was der Arzt tatsächlich vergütet bekommt, ist es nur sehr schwer hier einzuschätzen, ob das Jammern und Klagen der Ärzte berechtigt ist.
Es sind nur wenige Punkte, die mir da spontan einfallen.
1. Ein Arzt mit gerammelt vollem Wartezimmer, der seine Patienten im Minutentakt durchschleust, bekommt mehr Geld, als der Arzt, der sich für seine Patienten ordentlich Zeit nimmt.
2. In jedem Wartezimmer oder an jeder Anmeldung die ich in den letzten Jahren gesehen habe, hängen mittlerweile Preistafeln für Leistungen, die nicht von der GKV getragen werden. Und diese Preislisten werden immer umfangreicher.
3. Würde man den Usus, bei Privatpatienten mehr abrechnen zu können als bei der GKV, würde es hier nicht zu Bevorzugung kommen und die Patienten würden es sich überlegen, überhaupt zur PKV zu wechseln, was wiederum bedeuten würde, es fließt mehr Geld zu der GKV. Diese Art der 2 Klassenmedizin gehört als erstes an den Pranger.
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21.07.2010 21:47 Uhr von jupiter12
 
+5 | -1
 
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Ja wenn das so ist dann werde ich morgen einen Kranz niederlegen.
Am Grab des verhungertem Arztes!!

Da erschliesst sich ja ein ganz neuer Kundenstamm fuer die Tafeln.
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21.07.2010 22:01 Uhr von Bierkeule
 
+6 | -2
 
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Es ist wirklich schlimm wo wir bereits angekommen sind. Leute die jahrelang studiert haben um anderen zu helfen werden durch unsere Politik dazu gezwungen zu streiken und sind somit auch dazu gewzungen Menschenleben aufs Spiel zu setzen. Ich kann die Ärzte gut verstehen. Gespannt bin ich ja ob diese dämliche Pauschale "pro" Arztbesuch eingeführt wird. Das ist für viele Leute ein Grund sich nicht behandeln zu lassen, bzw. zu spät behandeln zu lassen. Aber im Bundestag juckt das keinen, je weniger Leute sich behandeln lassen umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das Leute an ihren Krankheiten verrecken. Das kann doch für unsere Politiker kein Nachteil sein, denn so ergibt sich die Chance mal wieder Zahlen schön zu reden (falls es so weit kommt!). Ich finde es wirklich schrecklich wie weit es inzwischen gekommen ist, wir leben (noch?) in einem Sozialstaat und das muss auch so bleiben! JEDER hat das Recht vernünftig behandelt zu werden, egal ob Reich oder Arm! Leute die dies ermöglichen sollen/müssen auch vernünftig bezahlt werden. Punkt.
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22.07.2010 09:14 Uhr von Strange00
 
+2 | -1
 
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Gläserne Behandlung wäre da jetzt mal langsam angezeigt.
Das die Ärzte besser verdienen ist ja alles gut und schön, aber die Leistung dafür muss auch stimmen!
Was ich selbst in der letzten Zeit bei ärztlichen Behandlungen erlebt habe war einfach nur grauenhaft.
Man wird, wenn man krank ist, aller höchstens mal abgehört und das wars auch schon....
Noch nicht einmal die einfachsten Dinge (Blutdruck, Puls) werden gemessen, obwohl diese oft sehr viel aussagen.... Sogar die Blutabnahme muss vom Patienten erbettelt werden und auch welche Werte getestet werden sollen. Da frag ich mich, wer denn nun der Arzt ist....

Man müsste es so machen:
Nach jeder Behandlung muss der Patient eine Rechnung unterschreiben, in der detailiert aufgezeigt ist, was gemacht wurde.... So kommt es nicht mehr zu diesen Massenhaften Fehlabrechnungen.... Und dadurch hätten die GKV sicherlich wieder mehr Gelder zur verfügung...

Einbfach nur traurig dieser Staat....
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22.07.2010 11:27 Uhr von xlibellexx
 
+1 | -0
 
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Wer Krank ist oder Kranke: in seinem Umfeld hat,Pflegt,behühtet usw. weiss es was für ein Kampf es ist , wenn die Versorgung einiger zusätzlichen Hilfsmittel und Medikamente dem Chronischkranken zusteht , dies regelrecht erkämpft werden muss ! es ist ja schon ein Bettel und Bitten geworden !

Wer Altenpfleger ist weiss das , wer Alt und Gebrächlich geworden ist , hat mit diesem Gesundheitssystem einen langen Leidensweg !
Wie weit sind wir gekommen , die Gesundheit wurde an Menschen weitergegeben die dies nur noch als Profit sehen , aber nicht zahlen wollen !
Es gibt soviele Kassen die meisten sind doch Gründüngen von irgendwelchen Riesen gutverdiener , wo ist hier noch der Staat , ich sehe nur noch das System wie bei den Banken !
Genauso verstehe ich es nicht das der Staat dieses doch so wichtige - wo doch dies sogar in unserer Gesetzgebung festverankert ist , die Gesundheit des Menschen ..... verstehe da einer die Welt ? wer Krank ist , hat wirklich nichts zu lachen , allein den Kampf mit den Kassen ist ein Nervenzerreisendes hin und her !
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22.07.2010 12:02 Uhr von marshaus
 
+0 | -0
 
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ihr macht das selbe am ende durch wie wir..............beispiel zahnarzt....vor ein paar monaten hat ein zahnarzt wieder ein paar nhs patienten aufgenommen..........morgens um 5 uhr standen schon 300 leute vor der praxis..hier werden immer mehr kassenpatienten von aerzten abgelehnt und privatversicherte vorgezogen
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22.07.2010 15:30 Uhr von Chris9988
 
+0 | -0
 
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echt arm wie wir Bürger uns von der Politik und den Krankenkassen veräppeln lassen müssen.

Man rechne doch mal aus:
jeder der Krankenkasse bezahlt hat doch sicher schon mal auf seiner Lohnabrechnung gesehen, wieviel da für die Krankenkasse weg geht.

Und diese summe (z.B. 150,-EUR) x Arbeitende bzw. zahlende Bevölkerung ( ca. 27 Millionen ) also 150,-EUR x 27 Millionen = xxxxxxxxx EUR pro Monat für die Krankenversicherungen ........

Und da jammern die Krankenkassen..... das ich nicht lache,
was machen die denn bitte mit den Milliarden EUR die sie JEDEN Monat bekommen ?????

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