20.07.10 06:20 Uhr
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Syrien: Präsident Baschar al Assad lässt Gesichtsschleier an Universitäten verbieten

Die säkulare Prägung seines Landes sei in Gefahr, sagt der Präsident Syriens, Baschar al Assad. Vor allem die Unterwanderung des Bildungssektors durch radikale Islamisten trüge dazu bei, immer mehr Anhänger in das extremistische Lager zu treiben. Diesem Trend sagte er nun den Kampf an.

Schon letzte Woche wurden 1.200 der Agitation verdächtige Lehrerinnen in andere Verwaltungsbehörden versetzt. Allerdings tue man sich auch schwer, ein solches Verbot in Gesetzestext zu fixieren. So gibt der Präsident zu, das Extremisten und Gläubige nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Auch und gerade weil man nicht die Konservativen des Landes gegen sich aufbringen will, wird dieses Verbot wohl ohne Gesetzestext auskommen müssen.


WebReporter: ElChefo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Syrien, Gesetz, Universität, Baschar al-Assad, Glaube, Schleier
Quelle: www.tagesschau.de

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20.07.2010 06:20 Uhr von ElChefo
 
+16 | -8
 
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Wollen wir mal hoffen, das dieser Schritt nicht nur ein Symbol bleibt, sondern auch fruchtet. Verdient hätte es das Land allemal, frei von Extremismus wieder friedlich Leben zu können.
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20.07.2010 07:40 Uhr von usambara
 
+7 | -12
 
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das hat der Vater des heutigen Präsidenten mit den Muslimbrüdern gemacht:
Als das Massaker von Hama nennt man den Angriff der syrischen Streitkräfte unter dem Kommando von Verteidigungsminister Mustafa Tlas auf die mittelsyrische Stadt Hama im Jahre 1982. Beginnend am 2. Februar des Jahres wurde die 350.000 Einwohner zählende Stadt von syrischen Spezialkräften unter Führung des Präsidentenbruders Rifaat al-Assad unter Granatbeschuss genommen, nachdem die syrische Luftwaffe die Ausfallstraßen systematisch zerstört hatte. 20.000 bis 30.000 Menschen (die Angaben variieren und sind nur eine Schätzung) fanden während des Angriffs den Tod und viele andere flohen aus der Stadt, wobei auch nicht wenige den Tod fanden. Auch wurden große Teile der Stadt, insbesondere der historischen Altstadt, zerstört. Im Zuge der Auseinandersetzungen kam es auch zu umfangreichen teilweise willkürlichen Verhaftungen. Betroffen waren nicht nur vermutete Mitglieder der regierungsfeindlichen Muslimbrüder, sondern auch Vertreter anderer aus verschiedenen Gründen missliebiger Bevölkerungsgruppen. Einige der Inhaftierten wurden im November 2000, im Rahmen der Amnestie Baschar al-Assads, entlassen.

Hama war, wie viele kleinere Städte im sunnitischen Teil Syriens auch, ein Zentrum der regierungsfeindlichen Muslimbrüder, einer islamistischen Organisation, die in Opposition zur Baath-Partei von Hafiz al-Assad stand und der nachgesagt wird, dass sie die Regierung stürzen und ein fundamentalistisches Regime errichten will. Das Massaker von Hama war Höhepunkt einer jahrelangen Unterdrückung der Organisation durch die syrische Regierung in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren. Der Angriff führte im Sinne der Regierung zum Erfolg, denn die Muslimbrüder stellten daraufhin ihre Aktivitäten in Syrien ein.

Das Massaker ist international nicht sehr bekannt geworden, da Syrien große Anstrengungen unternahm, keine Informationen darüber ins Ausland gelangen zu lassen. Dagegen wurde es gegenüber der eigenen Bevölkerung als Mittel der Abschreckung und Einschüchterung genutzt. Bis heute ist das Massaker in der syrischen Öffentlichkeit ein Tabuthema.

Wiki

Das Vorgehen gegen den Islamismus ist in Syrien also nicht neu.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.07.2010 08:23 Uhr von Jaandro2
 
+14 | -4
 
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Gute Sache: Präsident Baschar al Assad ist so ziemlich der einzige vernünftige Regierungschef in der ganzen Gegend.
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20.07.2010 08:43 Uhr von usambara
 
+7 | -4
 
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In den frühen 1980er Jahren waren sogar die heute weit verbreiteten Kopftücher verboten. Studentinnen sollen sich geweigert haben, diesem Verbot zu gehorchen, das Einschreiten der Polizei auf den Straßen hat zu Protesten der Bevölkerung geführt. Damals sollen aber nur geschätzte 30 Prozent aller Frauen ein Kopftuch getragen haben, 1960 war das Kopftuch noch seltener. Heute tragen etwa 70 Prozent der Syrerinnen ein Kopftuch. Für das Tragen der Nikab gibt es bislang keine große Unterstützung aus der Bevölkerung.
Der größte Schub für die Verschleierung kam in Folge des letzten Irak-Krieges der USA und mit der dadurch ausgelösten Flüchtlingswelle aus dem Irak nach Syrien.
Auch buhlen die sunnitischen Wahabiten aus Saudi-Arabien und die schiitischen Mullahs um die "unterschiedliche Mode der Vollverschleierung" in Damaskus.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.07.2010 08:43 Uhr von strausbertigen
 
+9 | -8
 
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Trotzdem: hat der Islam und die ReligionsSpinner das Land noch voll in Griff! In meinen Augen ist das kein Glaube sondern ein schlechter Witz den manche Verrückte sogar noch ernst nehmen.
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20.07.2010 08:56 Uhr von usambara
 
+7 | -5
 
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@strausbertigen: Blödsinn. Schau dir mal die allseits mediale Frau Asma al-Assad an:
http://www.welt.de/...
Hätte der konservative Islam die Macht im Land, gäbe es solche
Bilder einer Präsidentenfrau nicht.
...auch wenn Syrien mit dem Iran befreundet ist und auf der "Achse des Bösen" liegt.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.07.2010 09:12 Uhr von Kaan71
 
+6 | -7
 
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@Autor...Den Frieden von Syrien bedrohen sicher ni: nicht die islamischen Extremisten, sondern eher US-Rael.
Find aber so eine Entscheidung aus Prinzip okay.
Kopftuch ist noch die Grenze die man einem arg gläubigen lassen sollte, aber Gesichtschleier geht schon eindeutig zu weit. Das ist dann schon Fanatismus, aber wie gesagt, sicher ist dieser Fantismus nicht der Grund für die Kriege dort...Das ist eher der radikale Kapitalismus.
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20.07.2010 09:24 Uhr von ElChefo
 
+8 | -6
 
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@Kaan71: Sicher. Hamas und Hisbollah beschiessen Israel bestimmt wegen dem fiesen Raubkapitalismus mit Raketen und sprengen sich in Luft.
Und die Kriegserklärung in der Gründungsnacht 1948 kam auch bestimmt wegen ungedeckter Schecks und Ölrechnungen...
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20.07.2010 11:07 Uhr von gerndrin
 
+3 | -4
 
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@Kaan71: Scho klar...
Wenn einem die Zellen ausgehen, muß natürlich der Kapitalismus herhalten.
PS: Was rauchst Du und wo gibt es das Zeug?
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20.07.2010 13:36 Uhr von Kaan71
 
+4 | -3
 
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@gerndrin...& Elchefo: Du kapierst wohl gar nicht was ich meine.
Fakt ist halt, das die Besatzer in den Besetzten gebieten drin sind, weil sie Bodenschätze und die Geographische Lage ausnutzen wollen für ihre Militärpräsenz.
Das wiederum hat zum größten Teil mit GELD zu tun.
Hoffe jetzt kapierste das.

[ nachträglich editiert von Kaan71 ]
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20.07.2010 16:47 Uhr von ElChefo
 
+3 | -4
 
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@Kaan: Stimmt. Wie konnte ich das übersehen? Die rohstoffreichen und infrastrukturell bedeutenden Gegenden in Gaza und Westjordanland sind natürlich kaum zu übersehen. Weshalb griff Israel noch gleich den Libanon an?
Nein, bestimmt nicht wegen einem neurotischen, tollwütigen Sicherheitsgedanken. Da muss es einfach Öl geben.
...
Vorsicht, der Zynismus könnte beissen.
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20.07.2010 17:28 Uhr von certicek
 
+2 | -2
 
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Rohstoffe und Krieg: "Next Hizbullah War May Be Over Israel’s Gas and Oil Fields

Hizbullah has laid claim to a huge oil and gas field that Israel discovered off its northeastern Mediterranean Coast -- and which Lebanon already has claimed as well."

http://www.israelnationalnews.com/...

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