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Betrugsvorwürfe eingestellt: AIG kauft sich ganz einfach frei

Ablasshandel ist im amerikanischen Rechtssystem keine Seltenheit. Der angeschlagene Versicherungsriese AIG zahlte nun 725 Millionen Dollar, um sich von Betrugsvorwürfen zu befreien und einer Gerichtsverhandlung zu entgehen. Somit ist die seit 2004 größte Sammelklage in der Geschichte der USA beigelegt.

Die Einigung mit AIG, bei der sich die Beklagten nun zur Zahlung von 725 Millionen Dollar an Aktionäre bereit erklärt hatten, darunter Pensionsfonds, sei mehr als gerechtfertigt, so der Generalstaatsanwalt. In der Klage waren AIG unter anderem wettbewerbsschädliches Verhalten vorgeworfen worden.

AIG hat nun zehn Tage Zeit, um die ersten 175 Millionen Dollar zu zahlen. Die restlichen Millionen werden dann später beglichen. Im Jahre 2008 wurde AIG mit mehr als 170 Millionen Dollar von der US-Regierung vor dem Untergang, gerettet. Mittlerweile gehören rund 80 Prozent von AIG dem Staat.


WebReporter: ric_muc
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Betrug, Vergleich, Zahlung, AIG
Quelle: www.tagesschau.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.07.2010 06:34 Uhr von ric_muc
 
+9 | -1
 
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Es ist schon traurig das man sich mit Geld eigentlich von fast allem einfach freikaufen kann. Dafür muss man aber nicht mal bis in die USA fliegen, wie ich meine.
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19.07.2010 07:07 Uhr von sevenOaks
 
+11 | -1
 
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zitat: "Mittlerweile gehören rund 80 Prozent von AIG dem Staat"

letztendlich zahlen die bürger/aktionäre/kläger diese strafe dann selbst mit ihren steuergeldern, sehe ich das richtig?

gutgeschriebene news im übrigen.

[ nachträglich editiert von sevenOaks ]
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19.07.2010 08:05 Uhr von zeitgeist
 
+2 | -0
 
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gut verfasste News, gute Quelle: (+)
Den Sammelklägern bleibt in den USA auch immer noch der Zivilklageweg, auch wenn AIG strafrechtlich nicht mehr belangt wird. Selbstverständlich wird auch hier der Vergleich wieder möglich sein und zu 80% von Steuerzahlern kassiert werden.
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19.07.2010 09:25 Uhr von ROBKAYE
 
+1 | -0
 
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So ist das Pack schlägt sich, Pack verträgt sich...

Wir werden seitens der Politik mittels leerer Worthülsen nur noch verarscht... von wegen, "wir werden die Banken an die Kandarre legen" und "sie bekommen ihre gerechte Strafe für das Auslösen der Krise"...

Nichts passiert... die Eliten können Schalten und Walten wie bisher!

Alles was es dazu noch zu sagen gibt: Dreckiges korruptes Pack!

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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19.07.2010 10:37 Uhr von darkdaddy09
 
+0 | -0
 
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Geld regiert die Welt: Ich denke, mit solchen Summen kann man sich auch freikaufen, wenn man eine ganze Stadtbevölkerung umgebracht hat.
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19.07.2010 11:33 Uhr von Ryuk
 
+1 | -0
 
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war ja klar, zudem das Unternehmen ja auch nun nahezu komplett staatlich ist......

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