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Bischöfin Maria Jepsen legt nach Missbrauchsfällen ihr geistliches Amt nieder

Auf einer Pressekonferenz legte am gestrigen Freitag die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen (65) ihr kirchliches Amt in der lutherischen Kirche nieder.

Sie zog damit den Schlussstrich unter Berichte, dass sie bereits seit 1999 Information hatte, in der ein Geistlicher in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) eine Jugendliche sexuell missbraucht haben soll. Dies soll bereits zum Ende der 70er bis zur Mitte der 80er Jahre geschehen sein.

Die Bischöfin hatte stets behauptet, sie wäre nur informiert worden, dass ein Pastor eine Affäre mit einer Frau habe. Im NDR-Fernsehen äußerte sie sich dazu: "Das Wort Missbrauch ist nie gefallen, da wäre ich unruhig geworden". Nach den andauernden Vorwürfen habe sie sich jetzt zum Rücktritt entschlossen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Rücktritt, Amt, Bischof, Maria Jepsen
Quelle: www.oecumene.radiovaticana.org

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2010 09:38 Uhr von jsbach
 
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In Deutschland wäre dies im Jahr 2010 bereits der dritte Rücktritt eines amtierenden Bischofs. Zuerst Bischöfin Käßmann, Walter Mixa und jetzt Maria Jepsen. (Bild zeigt Bischöfin Jepsen)
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17.07.2010 10:05 Uhr von ferrari2k
 
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Hm, weiß ja nicht, aber wer ein reines Gewissen hat, muss doch nicht zurücktreten, oder seh ich das falsch?
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17.07.2010 13:32 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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@ Meinung des Autors. Stimmt. Der dritte Rücktritt. Wovon aber nur 2 im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen stehen. Ich find das angesichts der gigantischen Welle offenkundig gewordener Vorfälle der 70er und 80er Jahre äußerst wenig. Noch geringer ist die Zahl derer, die nicht nur zurückgetreten, sondern rechtskräftig verurteilt und mit Gefängnisstrafen belegt worden sind. Dies liegt aber daran, dass die Kirche ihre Lämmchen so lange schützt wie es geht, mindestens jedoch lange genug, dass die Verjährungsfrist überschritten wird.
Kein vernünftiger Grund spricht dafür, dass es in den 90ern und in diesem ausgehenden Jahrzehnt plötzlich keine Missbrauchsfälle mehr geben soll. Darüber wird aber frühestens ab 2030 berichtet werden.
Wovor sich die Kirche am meisten fürchtet sind Bilder, die sich ins kollektive Gedächtnis einprägen, auf denen kirchliche Amtsträger in Amtskleidung und Handschellen abgeführt werden.

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