15.07.10 20:33 Uhr
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Chile: Vollkommene Neutralität des Internet per Gesetz verabschiedet

Mit über 100 Stimmen, einer Enthaltung und keiner einzigen Gegenstimme, wurde ein "Gesetz zur Netzneutralität" im chilenischen Parlament verabschiedet.

Als weltweit erstes Land, möchte Chile mit diesem Gesetz die Neutralität des Internet bewahren. Datenanbietern und Providern ist es ab jetzt nicht mehr gestattet, Internetdienste zu beschränken oder in diese regulierend einzugreifen.

Direkter Eingriff Dritter ist nur noch zur Virenprävention, Gewährleistung des Datenschutzes und der Wahrung der Netzwerk-Sicherheit gestattet.


WebReporter: ROBKAYE
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Gesetz, Chile, Neutralität
Quelle: www.heise.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2010 20:33 Uhr von ROBKAYE
 
+29 | -1
 
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Ganz im Gegensatz zu den angeblich so "freien und demokratischen" westlichen Staaten, EU, USA etc., in denen der Begriff "informationelle Selbstbestimmung" und "freie Meinungsäußerung" immer mehr zu "Unworten" deklariert werden, gehen mittlerweile immer mehr Länder den entgegengesetzten, nämlich freiheitlichen Weg!! Wir sollten uns langsam wieder darüber bewusst werden, dass der Begriff "Freiheit" nicht nur bedeutet, nicht eingesperrt zu sein! Wirkliche Freiheit bedeutet mehr als das!
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15.07.2010 20:56 Uhr von andreaskrieck
 
+7 | -3
 
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Wetten das demnächst diverse dubiose Seiten in Chile gehostet werden....

[ nachträglich editiert von andreaskrieck ]
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15.07.2010 21:12 Uhr von anderschd
 
+0 | -5
 
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Interessant. Und wie ist das mit privat Anbietern? So wie SN z.B. Dürfen die dann nicht mehr entscheiden, was sie zeigen und was nicht?
Jede Meinung freischalten, egal was?

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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15.07.2010 21:35 Uhr von claeuschen
 
+1 | -0
 
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Chile: kann beschließen, was es sich auch immer beschließen will. Für die Menschen in diesem Land sicher kein Nachteil.

Die großen Datenströme laufen jedoch tausende von Kilometern weit entfernt über unterseeische Leitungen und über mächtige Call-Center mit "Serverfarmen". Insofern ist das eine nette News, sollte aber nicht so grundsätzlich für andere Themen instrumentalisiert werden.

Wobei mir die Diskussion um die informationelle Selbstbestimmung trotzdem nicht fremd und eher sympathisch ist.
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15.07.2010 21:52 Uhr von frederichards
 
+2 | -0
 
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Fortschrittlich ist das!!! Alle Achtung. Ich hoffe, es gibt viele Nacheiferer...

aber wohl kaum in unserer Komerzwelt.
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16.07.2010 05:32 Uhr von Nashkarul
 
+0 | -3
 
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Ich hoffe dass heise.de bei den einschränkenden Punkten wie "Virenprävention, Gewährleistung des Datenschutzes und der Wahrung der Netzwerk-Sicherheit" (was in der Quelle auch so erwähnt wird) den Punkt "Kinderpornographie" nur fahrlässig vergessen hat.

Wobei (scheinbar) in Chile das Schutzalter für heterosexuelle Handlungen bei 14, für homosexuelle Handlungen bei 18 liegt (laut Wikipedia, um die Uhrzeit mag ich nicht mehr recherchieren). Also macht es das in dem Bezug nicht wirklich besser.
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19.07.2010 11:07 Uhr von clericer
 
+2 | -0
 
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zitat: ja und? ich gebe gern ein stueckchen Freiheit auf um Sicherheit zu erhalten.

ICH NICHT !!!!!!!!!

Lieber sterbe ich Frei und unsicher als ueberwacht und "sicher" (wobei das sicher sich auch nur solange bleibt bis man an die Grenzen des von Staatsseite festgelegten Erlaubten kommt.)
mfg

[ nachträglich editiert von clericer ]
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19.07.2010 18:06 Uhr von R3plic4tor
 
+1 | -0
 
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@ PapiEinerTochter: „Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“

Benjamin Franklin

Den netten Mann kennst du sicher ;) Denk mal nach

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