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Hausärzte drohen mit Streiks gegen geplante Sparpläne der Regierung

Am gestrigen Mittwochabend hat der Bundesvorstand des Deutschen Hausärzteverbandes in Köln beschlossen, dass es zu deutschlandweiten Streiks kommen wird. Damit verbunden sind unzählige Praxisschließungen im gesamten Bundesgebiet. Dies berichtet die "Berliner Zeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Da bei den Hausärzten gespart werden soll, gehen die Ärzte gegen den Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hart vor. Ihr Streik steht unter dem Motto: "Lüge - Dieser Minister schadet ihrer Gesundheit". Vor allem in den Wahlkreisen von Regierungspolitikern sollen Hausarztpraxen geschlossen werden.

Minister Rösler versprach den Hausärzten, dass die bestehenden Hausarztverträge bestehen bleiben. Da diese jedoch auf Honorarniveau angepasst werden sollen, gehen die Ärzte an die Decke. "Wir werden den Leuten klar machen, dass Rösler der Minister ist, der ihnen die hausärztliche Versorgung wegnimmt", so der Verband.


WebReporter: ric_muc
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Streik, Philipp Rösler, Sparplan, Hausarzt
Quelle: www.n24.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2010 16:01 Uhr von ric_muc
 
+2 | -0
 
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Unser Gesundheitssystem kränkelt selbst an allen Ecken und Kanten! Entweder man unternimmt einen Ruck und stellt alles um oder man macht es eben wie der Rösler und seine Vorgänger, Flickschusterei die nichts bringt, ach doch - Kosten!
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15.07.2010 16:32 Uhr von :raven:
 
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Ich vermute, dass Hausärzte inzwischen schon sehr genau rechnen müssen, wenn sie ihre Praxis am Leben erhalten wollen. Mit den 0815-Hauskrankheiten lässt es sich als Arzt doch heute nur schwerlich gut verdienen.

Ein mir bekannter Hausarzt geht inzwischen vier Tage in der Woche in der Schweiz in einer Klink arbeiten, damit er seine Berliner Praxis nicht schliessen muss.

Im Gesundheitssystem wird schon seit Jahren über alle Masse gespart, da der Patient nahezu ausgepresst ist, kommen nun die Ärzte selbst dran, zuerst die Allgemeinmediziner, später immer mehr die Spezialisten.
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15.07.2010 17:23 Uhr von FredII
 
+1 | -2
 
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Das Gesundheitssystem kränkelt? Frag´ mal einen US-Amerikaner, was er vom deutschen Sozialversicherungssystem allgemein hält? Er bekommt Albträume, wenn er daran denkt, einmal einen längeren Krankenhausaufenthalt mit umfangreichen Operations- und Therapiemaßnahmen vor sich zu haben. Es kann das Eigenheim kosten, wenn man nicht entsprechend (teuer!) krankenversichert ist.
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15.07.2010 17:29 Uhr von DIDI1980
 
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Huuuu Angst: Da greift mal wieder die Angst um die Besitzstände um sich. Im Schnitt verdiente ein Hausarzt laut einer Statistik für 2007 des Allensbach Institutes 85609,- €. Das ist der Überschuss. Also ich weis nicht, wer bei einem solches Jahresgehalt noch murren sollte. Sicher, die zahlen sind aus 2007 und das Allensbach Institut ist nicht unbedingt für seine sozialistische Grundeinstellung bekannt, aber ich unterstelle einfach mal, dass die Zahl seit 2007 eher nach oben als nach unten gegangen ist.
Die Einzelfallbetrachtung schafft sicherliche auch Ausnahmen an Licht, aber die gibt es überall. Im Schnitt geht es einem Arzt in Deutschland nicht schlecht.
Ich erkenne in dem geplanten Streik eher ein abwälzen auf Rösler als den Schuldigen der Versorgungs- und Abrechnungsmisere. Ich hege keine Sympatie für den Gesundheitsminister und würde lieber heute als morgen sein ausscheiden aus dem Amt feiern, aber ihm allein die Schuld zu geben, an den Einschnitten, die sich in anderen Bereichen die sozial Schwächeren ohne Lobby einfach gefallen lassen müssen ist doch recht kindisch.
Und es dann auf dem Rücken von Patienten auszutragen widert mich nur an. Steht und fällt also jetzt der Hippokratische Eid mit der Entlohnung, wo doch Kassenpatienten eh schon die letzten in der Behandlungsschlange sind?
Heuchlerei ist das. Und das sage ich auch gerne jedem streikenden Arzt ins Gesicht.

(Quelle: http://www.bnfi.de/...)

[ nachträglich editiert von DIDI1980 ]
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16.07.2010 16:27 Uhr von gofisch
 
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na dann 85 tausend. was du nicht sagst. das ist natürlich auch viel zu viel, dann sollen sie jetzt bluten und an das finanzielle niveau der meisten patienten angepaßt werden.

omg. was ist das für eine denkweise. ein poppeliger projektleiter irgendwo in der industrie verdient gut und gerne mehr als das. da haben es wohl leute die u.u. auch leben retten auch verdient ohne geldsorgen zu leben. manche sind echt erst zufrieden wenn alle anderen am hungertuch nagen (nur man selber, das bitte nicht).

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