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Antrag der USA abgewiesen: Roman Polanski wird nicht ausgeliefert

Die schweizerische Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf verkündete in Bern, dass Regisseur Roman Polanski nicht von der Schweiz an die USA ausgeliefert werden wird. Auch der Hausarrest Polanskis sei aufgehoben.

Als Grund für die Ablehnung nannte man im Schweizer Justizministerium eventuelle Fehler im Auslieferungsgesuch der Vereinigten Staaten. Der Starregisseur wurde monatelang in der Schweiz unter Hausarrest gehalten und kämpfte gegen seine Auslieferung.

In den USA erklärte sich Polanski 1977 wegen einem Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen für schuldig. Er floh daraufhin nach Frankreich.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Auslieferung, Roman Polanski, Hausarrest
Quelle: www.sueddeutsche.de

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12.07.2010 14:47 Uhr von Hawkeye1976
 
+18 | -5
 
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Richtig: So musste es kommen, zumal - und hier zitiere ich wörtlich Polanskis Opfer - er in den USA keinen fairen Prozess zu erwarten hätte.
Wer sich einmal die Mühe macht, die damaligen Hintergründe zu recherchieren wird auf einige Dinge stoßen, die mit fairem Gebaren der Justiz rein gar nichts mehr zu tun haben.

Wie will man überhaupt bei so einem Delikt nach über 30 Jahren noch zu einem gerechten Urteil finden?

Und nochmal ganz deutlich: das Opfer hat sich klar gegen diese Auslieferung und einen erneuten Prozess ausgesprochen und dieser Wille des Opfers muss auch respektiert werden. Die Frau hat mit diesem Kapitel abgeschlossen und Polanski verziehen. Das jetzt erneut aufs Tapet zu bringen würde für das Opfer bedeuten, dass alles nochmal von vorne beginnt. Und das kann nicht im Sinne der Verarbeitung der Geschehnisse sein.
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12.07.2010 15:01 Uhr von Simon_
 
+8 | -4
 
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Sie: hat ihm verziehen? Da steht "Geschlechtsverkehr", nicht Vergewaltigung..
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12.07.2010 15:38 Uhr von Katzee
 
+10 | -16
 
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Geschlechtsverkehr: mit Minderhährigen - das Mädchen war damals 13 - noch dazu unter Alkoholeinfluß gilt wohl nicht nur in den USA als Vergewaltigung. Das Opfer wollte keine Auslieferung, weil sie die ganzen Qualen nicht noch einmal über sich ergehen lassen wollte. Wie viele Opfer - und sie sieht sich selbst durchaus als Opfer - scheut sie das Prozedere vor Gericht.

Dass die Schweiz nicht ausliefert heisst dann ja wohl, dass in der Schweiz die Vergewaltigung von Kindern ein "Kavaliersdelikt" ist. Spricht nicht gerade für dieses Land.
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12.07.2010 15:51 Uhr von halloechen
 
+6 | -8
 
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@Hawkeye1976: @Hawkeye1976

Kein Fairer Prozess?
1. Der Prozess ist längst abgeschlossen und Polanski wurde verurteilt.
2. Polanski hat sich durch Flucht der Haftstrafe entzogen, selbst wenn der Prozess jetzt erst stattfinden würde, wäre er selbst schuld !

Also sollte dieser Vergewaltiger ausgeliefert werden und seine Strafe in einem US-Knast absitzen, egal wie alt er heute ist !
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12.07.2010 16:12 Uhr von Lolali
 
+11 | -1
 
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katzee: Polanski konnte jahrelang in ganz Europa umherreisen, trotz Haftbefehl. Erst in der Schweiz wurde er verhaftet. Da frag ich mich, in welchen Ländern es als Kavaliersdelikt angesehen wird!!!
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12.07.2010 16:30 Uhr von Jacques_Mesrine
 
+1 | -11
 
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12.07.2010 17:19 Uhr von DtSchaeferhund
 
+0 | -5
 
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Einfangen! Dann sollen die USA sich diesen Verbrecher jetzt eben selbst fangen und so die Haftstrafe erzwingen.

Mich würde es auch interessieren, seit wann es in der Schweiz legal ist, 13 jährige mit Alkohol gefügig zu machen! Dieser Staatsanwalt sollte sich in Zukunft von den USA fern halten, nicht dass er noch selbst wegen Strafvereitelung belangt wird, diese Kinderschänder-Sympatisant... aber wer weiß, vielleicht hat er ja aus naheliegenden Gründen Verständniss für Polanski...
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12.07.2010 17:33 Uhr von StYxXx
 
+1 | -4
 
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Interessant: Wie die Bevölkerung mit zweierlei Maß misst. Ist es irgendeine Person gibt es "Schwanz ab!"-Rufe, selbst wenn die Umstände nicht bekannt sind (und es zb wirklich einvernehmlich gewesen ist). Handelt es sich aber um einen Promi ist es Staatswillkür und doch sowieso verjährt und alles unfair. Selbst wenn die Fakten bewiesen sind (inkl. Geständnis). Da ist dann selbst eine blose Verhandlung ungeheuerlich.

Natürlich gibts das auch umgekehrt: S-Bahn-Schläger, die groß in den Medien kamen, erhalten andere Strafen, als unbekannte Prügler (in dem Fall natürlich schwerere). Völlig klar. Und bei manchem zuvor bereits "großen" Promi wird eben gerne mal ein Auge zugedrückt. Das Volk macht ja mit.

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