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Politikersohn Max Strauß verklagt Bayern auf 900.000 Euro Schmerzensgeld

Franz Josef Strauß wird als langjähriger bayrischer Ministerpräsident ewig mit dem Freistaat verbunden werden. Das Verhältnis seines Sohnes, Max Strauß, zu Bayern ist jedoch zerrüttet. Im Schmiergeld-Skandal um Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber stand Strauß Jr. vor Gericht und wurde freigesprochen.

Trotz dieses juristischen Freispruchs möchte Max Strauß aber von Bayern Schmerzensgeld und Schadensersatz. 900.000 Euro insgesamt möchte er für die zwölf Jahre dauernde juristische Auseinandersetzung.

In der ersten Runde wurde Strauß Jr. zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Bundesgerichtshof revidierte dieses Urteil aber, was die bayerische Landesregierung als Grund nimmt, die Forderung von Strauß abzulehnen.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bayern, Gericht, Klage, Schadensersatz, Schmerzensgeld, Schmiergeld, Karlheinz Schreiber, Max Strauß
Quelle: www.sueddeutsche.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2010 13:09 Uhr von dr.b
 
+3 | -21
 
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09.07.2010 13:19 Uhr von Allmightyrandom
 
+19 | -2
 
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Ich denke nicht, dass ein "kleiner, normaler" Bürger einfach so in den Zusammenhang gebracht wird, Waffenschieber zu unterstützen. Und selbst wenn: Quod licet Jovi, non licet bovi... oder so ähnlich war das doch ;)

Davon abgesehen: 900.000€ sind absolut unverhältnismäßig. Wenn sowas durchkommt bekommen künftig alle Manager nach ihrer Entlassung und Abfindung auch noch Staatshilfe!

[ nachträglich editiert von Allmightyrandom ]
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09.07.2010 13:23 Uhr von dr.b
 
+1 | -7
 
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@Allmightyrandom: ah, also die Art des Vorwurfs ist dafür entscheidend ob man sauber und sachlich prozessiert oder einen Schauprozess über Jahre macht und doch nichts beweisen kann?
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09.07.2010 13:24 Uhr von usambara
 
+13 | -2
 
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verurteilt zu zu einer Schadenersatz-Zahlung von 51.129 Euro an einen Kapitalanleger...
Von 1995 bis 1999 war Strauß als Anwalt für die Münchner Anlageberatungsfirma „Wirtschaftsanalyse und Beratung AG“ (WABAG mit den Projektgesellschaften Trentec + Trentec II AG, Biokraftwerk AG, Kompact AG [3]) tätig, die seit 1991 für Recyclingprojekte in den ostdeutschen Bundesländern geworben und dabei rund 5.000 Anleger um ca. 100 Millionen Euro gebracht hatte.

Am 16. April 2004 wurde er in diesem Zusammenhang wegen Beihilfe zum Betrug in drei Fällen zu einer Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro verurteilt, die er in 20 Monatsraten abzahlen sollte. Die vergleichsweise milde Strafe kam durch eine vorab ausgehandelte Vereinbarung zustande, nach der sich Strauß eingeschränkt schuldig bekannte.
Seit 1995 wurde gegen Strauß wegen des Verdachtes von unversteuerten Provisionszahlungen durch den Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber ermittelt, wegen des Namens eines nach Ansicht der zuständigen Staatsanwaltschaft verwendeten Nummernkontos in der Schweiz wurde dieser Vorwurf als Maxwell-Affäre bekannt. Vor einer Hausdurchsuchung im Januar 1996 war Strauß gewarnt worden.
Eine dabei sichergestellte Festplatte aus seinem Laptop war laut eigener Darstellung unmittelbar vorher von einem Computervirus befallen und gelöscht worden. Als die Staatsanwaltschaft sie später weiter untersuchen lassen wollte, war sie in den Händen eines privaten Sachverständigen nicht mehr auffindbar, ebenso die gleichfalls beschlagnahmten Datensicherungsbänder.
-wiki-

Die Schwester ist auch nicht besser.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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09.07.2010 14:18 Uhr von xjv8
 
+11 | -2
 
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fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, Papa Franz-Josef hat sich die Welt auch so gemacht wie es ihm gepasst hat. Gefehlt hätte nur noch, dass sie den zum Bundeskanzler gemacht hätten. Damit hätte man dann den Bock zum Gärtner gemacht.
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09.07.2010 14:18 Uhr von Schwertträger
 
+5 | -0
 
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@dr.b: Es wurde doch sauber und sachlich prozessiert. Für die Verzögerungen ist die Verteidigerseite, also Strauss´ Anwälte selber, nicht unverantwortlich.

Ich weiss ja nicht, ob Du weisst, wie solche Prozesse laufen, aber da wird solange vertagt und verschleppt, bis sich kein Zeuge mehr erinnert, Fristen abgelaufen sind und dergleichen mehr. Dann kann man sich kaum hinterher darüber beschweren, dass die Sache so lange gedauert hat, die man selber immer wieder aufgehalten hat.

Wenn Du Sauberkeit verlangst, dann von beiden Seiten.
Und die liefert Strauss Junior nicht. Schon der Alte hat das nicht getan, aber der war wenigstens erfolgreich und pfiffig.
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09.07.2010 14:33 Uhr von cappucinoo
 
+7 | -0
 
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verbrecher: er ist nicht umsonst verurteilt worden !
wär ja noch schöner das er dafür noch kohle bekommt
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09.07.2010 15:18 Uhr von GuruRoach
 
+1 | -0
 
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er wurde halt so erzogen, er weiss es nicht anders als dass man den meisten erfolg am ( diesseitigen) rande der legalität( bzw. wenn am jenseitigen rande, dann ohne spuren zu hinterlassen ) hat. diese forderung passt da rein. ich meine... er ist anwalt, was will man da an benehmen erwarten.
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09.07.2010 16:44 Uhr von Achtungsgebietender
 
+1 | -1
 
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Oh ja, wie ich schwabbelgesichtige, erzkonservati-: ve un kriminelle Leute doch mag....und ich hatte gehofft einige Namen nie wieder hören zu müssen...

[ nachträglich editiert von Achtungsgebietender ]
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09.07.2010 17:03 Uhr von Anklaeger
 
+1 | -3
 
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Berechtigte Forderung, auch ohne Straus zu mögen Wie wäre es mal unvoreingenommen zu bewerten?
Nur weil man gegen den Strauß ist wird die Aussage dass jeder zu Unrecht Angeklagte einen Schmerzensgeldanspruch haben sollte doch nicht schlechter.

Das muss dem Staat wehtun. Die Haftentschädigung liegt wohl auch auf Welttiefstniveau (unter den wesltichen Industriestaaten). Waren es 11,x Euro? Von denen man noch Essen usw. abzieht!
Ein unschuldiger Gefangener sollte als Entschädigung mindestens €4000 steuerfrei pro Monat erhalten.
Eher mehr, da man nicht nur die Arbeitszeit rechnen kann, der sitzt ja 24h:
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09.07.2010 17:57 Uhr von dr.b
 
+1 | -1
 
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@Schwertträger: ich weiß sehr wohl wie solche Prozesse laufen....die werden mangels Erfolgsaussicht oder wirklich belastbarer Beweise eingestellt....nur in solch prominenten Fällen hält die politisch getriebene Staatsanwaltschaft bis zum Erbrechen daran fest. Das ein Beklagter und seine Anwälte sich in Verteidigung und Entkräftung üben, kann man im schlecht vorwerfen dabei...
Nochmals, man muß diesen Mann nicht persönlich mögen und man kann hier u.U. auch unterstellen, daß er Dreck am Stecken hatte aber es halt nicht für Verurteilungen reichte. Aber man muß auch ganz klar sehen....in diesem Land bist du egal, ob ganz schuldig, halb schuldig oder unschuldig mit einer Anklage schon halbgef*** und beruflich egal ob angestellt, selbstständig , freiberuflich oder whatever ziemlich demoliert.....und da sehe ich den Staat dann ganz heftig in der Pflicht zu löhnen....und zwar so sehr, daß Staatsanwälte und Gerichte mal in Bewegung kommen. der Fall Kachelmann ist auch ein gutes Beispiel....das ist eine Farce im Quadrat wie lange da rum gemacht wird....wenn es so heftige Indizien gibt, daß er in U-Haft ist...dann bitte schön innerhalb von eine Vierteljahr den Prozess abschließen.....
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09.07.2010 19:31 Uhr von Achtungsgebietender
 
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@dr.b.... in diesem Land bist Du schon allein weil Du der Sohn von einem miesen, und unfassbar intoleranten schwabbeligen bayrischen Politiker, dessen Namen ich nicht in den Mund nehmen will, "schon halbgef*** und beruflich egal ob angestellt, selbstständig , freiberuflich oder whatever ziemlich demoliert."
Also - so what?

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