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Trotz Wirtschaftsaufschwungs müssen immer mehr ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken

Obwohl es in der deutschen Wirtschaft wieder Bergauf geht, müssen immer mehr Menschen, die einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen, ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken.

Demnach mussten in Ostdeutschland laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) im September 2009 5,1 Prozent Hartz IV beantragen, obwohl sie in Vollzeit arbeiteten. Mitte 2005 waren das nur 3,3 Prozent.

In den alten Bundesländern verdoppelte sich die Zahl beinahe von 1,1 Prozent auf zwei Prozent. Im Osten arbeiten 40 Prozent der sogenannten Aufstocker für unter fünf Euro in der Stunde. Dies ist auch bei 30 Prozent der im Westen lebenden Aufstocker der Fall.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Lohn, Aufschwung, DGB, Aufstocker
Quelle: de.news.yahoo.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2010 16:10 Uhr von shadow#
 
+27 | -2
 
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Kein Leben, keine Arbeit: Die Meinung, etwas für sein Geld tun zu müssen, ist hier völlig fehl am Platz.
Jeder der freiwillig für einen Lohn unter Hartz4 Niveau Vollzeit arbeitet, schadet damit sich selbst und allen anderen Arbeitnehmern in seiner Branche.
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08.07.2010 16:32 Uhr von usambara
 
+28 | -1
 
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der Aufschwung findet statt in den oberen Etagen- gerade durch den Billiglohn können deren Gehälter steigen- auch genannt: "Umverteilung von unten nach oben".
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08.07.2010 16:48 Uhr von vmaxxer
 
+8 | -6
 
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Shadow#: Und was sollte man machen? Lieber garnicht arbeiten und nur H4 beziehen?
Ich finde es ja schon gut wenn jemand für einen Hungerlohn überhaupt malochen geht. Den Rest muss die Regierung mit der Wirtschaft machen (Mindestlohn eben).
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08.07.2010 16:51 Uhr von TrangleC
 
+11 | -0
 
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Genau da liegt das Problem mit Obamas Haltung beim G-20 Treffen. Der meinte ja die Staaten sollten noch mehr Schulden machen um die Wirtschaft weiter anzukurbeln und wenn es der Wirtschaft wieder gut ginge, würden wieder mehr Steuern gezahlt und der Staat könne seine neuen Schulden wieder abbauen.

Diese Rechnung geht heutzutage einfach nicht mehr auf. Nur weil es der Wirtschaft besser geht, werden eben nicht mehr viel mehr Steuern bezahlt.
Seit 20 Jahren werden steuerpflichtige Vollarbeitsstellen kontinuierlich abgebaut und durch steuerfreie Zeitarbeit und Minijobs ersetzt. Selbst wenn die Wirtschaft wieder boomen sollte, würden garantiert fast nur neue Ausbeuterjobs geschaffen die dem Staat keine Steuern bringen, sondern im Gegenteil die Sozialsysteme weiter belasten weil die Leute die sich durch Arbeit nicht mehr selbst finanzieren können Zuschüsse brauchen.

Der Spruch "Arbeit muss sich wieder lohnen." wird ja viel von Politikern benuzt. Dumm nur dass die damit meinen die staatlichen Hilfen weiter zu kürzen, statt dass Leute wieder ordentlich für ihre Arbeit bezahlt werden sollten.

Und die Arbeitgeber?
Die zahlen sowieso kaum noch Steuern. Die großen sind praktisch ganz davon befreit und selbst die mittelständischen können durch Schlupflöcher, Ausnahmeregelungen und Subventionen ("Wenn die Stadt uns kein Geld zum Bau einer neuen Fabrikhalle gibt, lagern wir eben nach Polen aus.") um das tatsächliche Zahlen von Steuern herumkommen.

Ein mehr an Wachstum bedeutet also heute leider nicht mehr ein Mehr an Steuereinnahmen.
Jedes Geld das man in die Wirtschaft pumpt landet nur bei denen die sowieso schon am meisten haben und die re-investieren es nicht, sondern rennen damit weg und verbuddeln es, wie die Eichhörnchen.

Wenn schon neue Stimulus-Packete, dann sollen sie von denen finanziert werden die am Ende auch davon profitieren. Sowas nannte man früher mal "I-n-v-e-s-t-i-t-i-o-n" (zum Mitschreiben, falls hier unerwarteterweise ein Unternehmer mitlesen sollte), als noch nicht die Religion der Wirtschaft war dass die Unternehmen und die Reichen in einem Oberklassen-Sozialismus vom Staat finanziert werden wärend für die Armen und Schwachen der totale Kapitalismus geprädigt wird.
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08.07.2010 17:04 Uhr von leerpe
 
+7 | -1
 
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Vor dem Krieg gab es den Kapitalismus. Danach wurde die soziale Marktwirtschaft eingeführt, weil es plötzlich in Deutschland zwei Gesellschaftsordnungen gab. Es musste von der Bundesregierung gezeigt werden, welche besser ist. Das hat sich mit der Wende geändert. Jetzt wird die soziale Marktwirtschaft wieder abgeschafft und es herrscht wieder der Kapitalismus.
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08.07.2010 20:07 Uhr von ThreepH
 
+12 | -0
 
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@Siel: Du hast nicht ganz Unrecht - aber genau die, die deshalb NICHT arbeiten gehen, werden hier von Hunderten als "Sozialschmarotzer" und faules Pack behandelt! Ausserdem: Die ARGE zwingt JEDEN dazu, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, eben weil es das Aufstocken gibt. Die deutsche Regierung bzw deren Auswüchse, HartzIV im speziellen, fördern die Billglöhne, NICHT der Arbeitnehmer, der gar keine Wahl hat, wenn er nicht rigorose Sperren bis hin zu 100% Entzug der Leistungen nach gewissen Voraussetzungen riskieren will.

Da liegt der Hund begraben!

[ nachträglich editiert von ThreepH ]
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09.07.2010 19:58 Uhr von Sonnflora
 
+3 | -0
 
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Mensch Leute, denkt doch mal nach: Jeder der für einen Hungerlohn arbeiten geht, fördert genau dieses Lohndumping! Warum sollten die Arbeitgeber auch mehr zahlen? Es gibt doch immer genug Dumme, die für weniger arbeiten. Und genau die sorgen dafür, daß die Arbeitgeber ein prima Druckmittel haben. Würde niemand für unter 10€/std. arbeiten gehen, würde die "wenn-sie-nicht-wollen-es-gibt-genug- andere-die-das-für-weniger-machen" - Nummer nicht mehr ziehen!
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12.07.2010 09:41 Uhr von m-a-d-m-a-x
 
+2 | -0
 
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Mindestlohn: Branchentarifverträge wären eine mögliche Lösung für das Problem mit Hartz4, wenn gleichzeitig alle Zeitarbeitsfirmen geschlossen werden und die Arbeitgeber somit gezwungen wären, Arbeiter einzustellen und sie nicht auszuleihen so wie sie gerade benötigt werden. Diese sollten Europaweit gelten damit die Firmen nicht auf das benachbarte Ausland abwandern und die Zölle müssten für weltweite Waren dementsprechend angepasst werden. Für den kleinen Rest der Hartz4-ler die wirklich nicht arbeiten gehen wollen eine persönliche Meldepflicht von Montags bis Freitags um jeweils 8 , 12 und 16 Uhr damit der normale Arbeits- bzw. Tagesrhytmus erhalten bleibt.jeder in diesem Land sollte das Recht auf einen Arbeitsplatz mit mindestens 2000 Euro brutto erhalten, denn damit ist auch eine durchschnittliche Familie zu ernähren. Die Kaufkraft unserer Bürger wäre wieder gestärkt und sogar die Wirtschaft hätte einen Vorteil davon. Im Gegenzug dürfte der Staat gerne das Kindergeld behalten und es in unsere Bildung investieren - kostenlose Bücher und andere Lernmittel sowie Sarnierungen der Schulen und Kindergärten. Aber hier gilt leider Reich=immer Reicher und Arm=immer ärmer. Lasst uns dafür alle auf die Strasse gehen und redet nicht immer nur davon - ein Einheitsstreik auf allen Ebenen!!!

[ nachträglich editiert von m-a-d-m-a-x ]

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