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07.07.10 10:18 Uhr
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Gesundheitssystem: Gesetzlich Versicherte müssen mit höheren Kosten rechnen

Nach langem Hin und Her einigte sich die Koalition aus FDP und CDU auf die Gesundheitsreform. Diese gilt ab dem nächsten Jahr und soll die Krankenkassen finanziell unterstützen.

Anstelle von 7,9 Prozent müssen Arbeitnehmer nun 8,2 Prozent von ihrem Lohn an das Gesundheitssystem abgeben. Arbeitgeber kommen besser davon: für das kommende Jahr zahlen sie 7,3 Prozent - dieser Wert wird vorerst eingefroren. Der allgemeine Beitragssatz steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent.

Philipp Rösler von der FDP erklärte den Beschluss als vollen Erfolg, Kritik kommt aber aus der Wirtschaft und von der Opposition. Grund für die Änderung im Gesundheitssystem ist ein erwartetes Defizit der gesetzlichen Krankenkassen von elf Milliarden Euro.


WebReporter: nightfly85
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: FDP, Krankenkasse, Arbeitnehmer, Beitrag, Philipp Rösler, Gesundheitssystem
Quelle: www.netdoktor.de
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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Schade   
 
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07.07.2010 10:20 Uhr von nightfly85
Mein ursprünglicher Titel war
"Arbeitnehmer müssen mehr zahlen"
Das hätte den Nagel auf den Kopf getroffen. Hatte die FDP nicht mal gesagt "Mehr Netto vom Brutto"? Am Arsch!
Kommentar ansehen Vielleicht hätte man   
 
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07.07.2010 10:50 Uhr von Klassenfeind
noch dazu sagen müssen,das die KK einen Zusatzbeitrag erheben dürfen,deren Deckelung ab 2014 entfällt. Das heißt,die KK können dann so viel verlangen wie sie wollen !

Damit ist die nächste Erhöhung der Bezüge d.KK Vorstände gesichert.

Verbrecher nur Verbrecher...
Kommentar ansehen Reform???   
 
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07.07.2010 11:22 Uhr von wok!
Warum wird von allen Medien immer dieses Wort gebraucht? Es ist Bastelei, nichts weiter. Eine Reform sieht anders aus.

Es ist auch interessant zu sehen, dass wieder einmal die eigentlichen zwei Probleme nicht mal erwähnt werden:
- die Pharmaindustrie, die dafür sorgt, dass die Medikamentenpreise in Deutschland die höchsten der Welt sind
- die 200 (oder 500?) verschiedenen Krankenkassen in Deutschland, die 200 (oder 500?) mal Bürokratiekosten verursachen und damit mind. 1/4 der Beiträge verbrennen
Kommentar ansehen @Klassenfeind   
 
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07.07.2010 11:38 Uhr von Lord_Dragon
Verwaltungskosten der Krankenkassen wurden eingefroren.
Kommentar ansehen @wok!   
 
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07.07.2010 11:46 Uhr von Lord_Dragon
Erwähnt wurden die Probleme nicht, aber angepackt wurden die Probleme mit Arzneipreisen schon. Herstellerrabatt wurde bei Arzneien von 6% auf 16% erhöht. Preise für neue Medikamente müssen Hersteller ab 2011 mit Krankenkassen verhandeln.

Krankenkassenzahl liegt bei ca. 157 und sinkt weiter. Im Juli, September, Oktober gibt es weitere Fusionen. Aber auch im Jahr 2011 wird die Zahl der Kassen sinken. Zusatzbeiträge werden dafür sorgen, dass Kassen weiter fusionieren werden bzw. Insolvenz anmelden.
Kommentar ansehen @Lord   
 
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07.07.2010 15:04 Uhr von wok!
Da die Verwaltungskosten in den Jahren davor um insgesamt 50% gestiegen sind:
http://www.medizinauskunft.de/...
sind die Fusionen nicht wirklich eine Einsparung. Und die jetzt ungedeckelten Zusatzbeiträge sind doch wie ein Selbstbedienungsladen.
Und das Gebastel mit irgendwelchen Rabatten ist doch auch nur halber Kram.
http://www.focus.de/...
http://www.sueddeutsche.de/...
http://de.wikipedia.org/...
Kommentar ansehen @wok!   
 
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07.07.2010 15:37 Uhr von Lord_Dragon
Es geht nicht um Rabattverträge, sondern um Herstellerrabatt. Krankenkassen erhalten auf Arzneien 16% Rabatt von Herstellern für Arzneien, die zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden.

Zu Verwaltungskosten muss ich sagen, dass sie unterschiedlich sind. Z.B. bei BKKs liegen die Verwaltungskosten bei ca. 100 € pro Versicherten im Jahr.

Außerdem kann man die Kasse ja frei wählen. Es gibt immer noch Kassen, die statt Zusatzbeiträge zu erheben, Prämien zahlen.

Klar drücken die Fusionen nicht sofort die Kosten. Mitarbeiter darf man nicht direkt entlassen, auch Verwaltungsumstellung braucht seine Zeit. z.B. muss neue IT-Infrastruktur aufgebaut werden. Das kostet natürlich am Anfang viel Geld.

Zusatzbeiträge führen dazu, dass Kassen weiter fusionieren werden. Mittelfristig werden auch die Verwaltungskosten durch Fusionen sinken. Das geht aber nicht von einem Tag auf den anderen. z.B. nach der Fusion der Krankenkasse, wo ich versichert bin, haben Mitarbeiter Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2012 gekriegt. Erst 2013 darf man also richtig umstrukturieren.
Kommentar ansehen @ Lord   
 
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07.07.2010 20:45 Uhr von Klassenfeind
Als das "Eintrittsgeld" eingeführt wurde und auch die erhöhte Zigarettensteuer haben sich die Herrschaften so einen großen Schluck aus der Pulle genommen,das für die Unterstützung der Beitragszahler und der KK als solche nicht´s mehr übrig blieb !!!!

Deswegen (unter anderem) sind so viele KK fast pleite !!!!
Kommentar ansehen jammert nich rum, geht auf die strasse!   
 
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10.07.2010 11:12 Uhr von megamanxxl
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