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06.07.10 16:03 Uhr
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Bundesgerichtshof: Gentests an Embryonen nicht strafbar

Am heutigen Dienstag hat der Bundesgerichtshof das von Medizinern und Ethikern mit Spannung erwartete Urteil zur Präimplantationsdiagnostik gesprochen. In bestimmten Fällen, wenn bei Paaren eine Veranlagung zu schweren Erbschäden vorhanden ist, dürfen gesunde Zellen selektiert werden.

Ein Mediziner hatte sich, um rechtliche Klarheit zu bekommen, nach einigen solchen Behandlungen selbst angezeigt.

Kritiker befürchten hier einen Schritt Richtung "Designerbaby", da es mit dieser Technik möglich wäre, beispielsweise das Geschlecht des Kindes vorab zu bestimmen.


WebReporter: mr_gonzo
Rubrik:   Brennpunkte / Rechtsstreit
Schlagworte: Forschung, Medizin, Bundesgerichtshof, Gentest, Embryo
Quelle: www.spiegel.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Ja das wird wieder viele Fundis auf den Plan rufen, die sich wegen Eingriff in die göttliche Schöpfung aufregen werden.
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen @Autor   
 
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06.07.2010 18:27 Uhr von Nasa01
weniger wegen der göttlichen Schöpfung.....
Aber man sollte sich nicht überall einmischen. Auch dann nicht, wenn man die Möglichkeit dazu hätte.
Wo fängt man an, wo hört man auf?
Wo ist die Grenze?
Kommentar ansehen Die Eugenik und die blauäugigen blonden Jungs   
 
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06.07.2010 21:31 Uhr von Sijamboi
hatten wir den Dreck nicht schonmal?

Was hat das Gericht sich bloß dabei gedacht, rumgepfusche ins menschliche Genom zu erlauben?
Kommentar ansehen Sijamboi   
 
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06.07.2010 22:24 Uhr von cheetah181
Es wird hier nicht im menschlichen Genom rumgepfuscht, es werden nur Embryonen nach ihren Eigenschaften ausgewählt. Gerade bei künstlicher Befruchtung sind oft mehrere Embryonen vorhanden. Dann wird natürlich eher derjenige eingepflanzt, der keine Genschäden hat.

Wenn es nur bei Krankheiten bleibt, finde ich das auch vollkommen in Ordnung.
Kommentar ansehen Ich weiß nicht wo   
 
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07.07.2010 16:52 Uhr von Leeson
das Problem liegt.
Was ist schlimm daran, entscheiden zu können ob ich ein Jungen oder ein Mädchen haben möchte!?

Oder gar zu prüfen ob mein Kind behindert sein wird oder nicht.
Was ist das für eine Qual für einen Menschen behindert zu sein?
Das ist kein wirkliches Leben denke ich... jeder sollte die gleiche Chance haben.

PS: Tiere sind auch Geschöpfe Gottes und das die manchmal gequält werden kümmert auch kaum jemanden.
Aber das sind ja nur Tiere und keine Menschen.
Kommentar ansehen @Leeson   
 
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07.07.2010 19:36 Uhr von Nasa01
Die Möglichkeit festzustellen, ob ein Kind behindert ist oder nicht, gibt schon seit langer Zeit.
Fruchtwasseruntersuchung.
Das worum es hier geht ist was anderes.
Da kannst du entscheiden, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen wird, mit blonden - braunen - schwarzen - roten Haaren, ob es mal eher klein wird oder doch lieber etwas größer, und so weiter.
Du kannst dir das Kind sozusagen planen lassen.
Kommentar ansehen Gattaca...   
 
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08.07.2010 18:19 Uhr von JustMe27
..wir entwickeln uns dahin, natürlich Gezeugte sind irgendwann nur noch Diener einer Elite aus perfekten Menschen. Erbkrankheiten ausschalten ist ja okay, aber wer zieht die Grenze? Das wäre mal was für eine echte Ethikkomission.

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
Kommentar ansehen ...   
 
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11.07.2010 13:38 Uhr von NitroPenta
Wie zu erwarten war laufen die Kirchen und Behindertenverbände Sturm gegen das Urteil.

Letztere wohl aus sehr eigennützigen Motiven: Wenn in Zukunft keine Behinderten mehr geboren werden, verlieren die aktuelle Behinderten ihre Lobby, welche für ihre Vergünstigungen streitet.

Die Kirche hat schon immer versucht die Wissenschaft zu behindern, da Wissen das Gegenteil von Glauben ist und damit ihr Herrschaftsanspruch in Frage gestellt wird. Ausserdem lassen sich behinderte KInder wohl auch einfacher missbrauchen, was vor allem katholischen Priestern sehr gelegen kommt. Wie lange wird es noch dauern bis vor dem Vatikan Biologiebücher verbrannt werden?

Diejenigen welche die Forschung einschränken wollen sind für mich nur engstirnige Kleingeister. Ich glaube, dass der Mensch alles tun darf (sogar muss), was er sich vorstellen kann.

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