05.07.10 19:10 Uhr
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Washington: Forscher entwickeln Superenergiespeicher

An der Washington State University arbeitet der Chemiker Choong-Shik Yoo an einer neuen Methode, riesige Mengen an Energie zu speichern. In seinem Experiment setzte er die Edelgasverbindung Xenondifluorid unter enormen Druck, diese verformte sich dadurch.

Durch den 100 Gigapascal hohen Druck verringerten sich die Abstände zwischen den Molekülen beachtlich. Dadurch entstand ein rötliches Halbleitermaterial (XeF4), durch weitere Erhöhung des Drucks entstand die schwarze Substanz XeF8.

Die Energie, die zum Zusammenpressen der Moleküle verwendet wurde und somit als chemische Energie gespeichert wurde, müsste sich nach Expertenmeinungen auch wieder freisetzen lassen. Zurzeit werden nur Grundlagenforschungen betrieben, für Großprojekte sei es noch zu früh.


WebReporter: andi15am20
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Forscher, Druck, Energie, Washington, Speicher, Experiment
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2010 19:10 Uhr von andi15am20
 
+11 | -0
 
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Auf alle Fälle sehr interessant, ich finde es auch gut dass sich Forscher explizit für solch wichtige Sachen einsetzen, da es später einmal sehr wichtig sein könnte.
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05.07.2010 19:22 Uhr von Didatus
 
+14 | -5
 
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Das Militär wird das schon finanzieren: Viel Energie in kleinen Materiepäckchen konzentriert. Da lässt sich doch sicher eine Bombe draus basteln ...
Leider ist es doch oftmals so ..
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05.07.2010 19:26 Uhr von Earaendil
 
+3 | -1
 
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jup: bevor das im guten genutzt wird,werden sich die affen hier erstmal damit bekriegen,sollte es irgentwann tatsächlich zum einsatz kommen!
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05.07.2010 20:30 Uhr von Alice_undergrounD
 
+6 | -0
 
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und welche: energiedichte wär das dann?
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05.07.2010 20:36 Uhr von Sephfire
 
+7 | -2
 
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Interessant wäre zu wissen ob die Energiespeicher die Energie ausreichend abgeben würden, um mit ihr beispielsweise ein Raumschiff anzutreiben, sobald passende Triebwerke entwickelt würden (oder gibts die schon...?).
Vielleicht liegt die Zukunft der Raumfahrt ja in chemischen Energiespeichern. :)
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05.07.2010 20:50 Uhr von Verfassungsschuetzer
 
+6 | -3
 
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Alternativen: Also ich möchte nicht unbedingt ein Akku in meinem Handy integriert haben, in dem im Inneren ein Druck von 100 Gigapascal herrscht. Aber Alternativen müssen, angesichts der Knappheit an Lithium, unbedingt her! Die Entwicklung leistungsfähiger Akkus wird so wegweisend sein wie die Erfindung des Rads.
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05.07.2010 20:57 Uhr von Anklaeger
 
+3 | -4
 
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Knappheit an Lithium? Bolivien hat davon die weltweit größten (scheinbar wirklich den Großteil) Vorkommen leicht zugänglich in der Oberflächenschicht der Salzwüste.

Die können damit so reich werden wie Saudi-Arabien!
Mit den Geldmitteln hätte Chavez die Macht einen funktionierenden Sozialismus (das war doch seine Ausrichtung?!) aufzuziehen...

[ nachträglich editiert von Anklaeger ]
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05.07.2010 21:03 Uhr von Allmightyrandom
 
+6 | -1
 
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".
Vielleicht liegt die Zukunft der Raumfahrt ja in chemischen Energiespeichern. :) "

Naja, da lag die Vergangenheit auch...
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05.07.2010 21:43 Uhr von LocNar
 
+2 | -1
 
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Portable Laserwaffen ??? Ein solch leistungsfähiger Akku wäre doch der erste Schritt zu handlichen, portablen Laserwaffen, oder ?

Ansonsten.... MP3-Player mit 364 Jahren Akkukapazität ^^ ;)
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05.07.2010 22:24 Uhr von Shedao Shai
 
+1 | -4
 
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naja: sooo arg toll ist die ganze geschichte nun auch wieder nicht. wer möchte denn allen ernstes einen stoff bei sich tragen der dazu neigt in zwei gase zu zerfallen (käme einer explosion gleich) und dabei auch noch fluor freisetzt (das agressivste chemische element). natrium-schwefel-akkus sind auch an solchen bedenken gescheitert...
dazu müsste man noch einen weg finden effizient strom aus dem ganzen zu gewinnen und der wirkungsgrad läge mit sicherheit unter 40%.
und zum thema lithiumknappheit: xenon ist das seltenste nicht radioaktive element der welt und dementsprechend teuer!
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05.07.2010 23:49 Uhr von CHR.BEST
 
+4 | -0
 
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Allerdings steht in der Quelle nicht, wie diese Energie wieder freigesetzt werden soll.

Zum Vergleich: Aus Kohle kann man auch unter hohem Druck Diamanten pressen, aber hat man deshalb schon jemals von einer Diamantenbatterie gehört?

Trotzdem ein interessanter Ansatz, auch wenn sich solche enormen Drücke wohl nur in einem Labor erzeugen lassen. Ein kompaktes "Ladegerät" für den Hausgebrauch wäre somit schwer vorstellbar.
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06.07.2010 00:00 Uhr von Leeson
 
+1 | -1
 
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Kritisch: In der Quelle steht, dass den Wissenschaftlern ein Durchbruch gelungen ist und andererseits ist von Grundlagenforschung die Rede.
Unter Durchbruch verstehe ich ein direkte Anwendung.
Bis jetzt ist es gelungen etwas dichter zusammen zu pressen.
Mit Kohlenstoff ist das auch passiert, wir haben ja diese Diamanten und die explodieren auch nicht einfach so.

Das als Energiequelle? Nein ich denke nicht :/
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06.07.2010 01:01 Uhr von Petaa
 
+2 | -1
 
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naja: Diamanten haben ja auch ein kristalline Struktur im Atomgitter die hier ja nicht entsteht. Die sind es ja Moleküle die man durch entsprechende chemische Methoden auch wieder zum Zerfall bringen kann. In diesem Fall nimmt die Wissenschaft an, dass die Moleküle von allein langsam zerfallen und dabei ab XeF8 und höher Energie in Form von Wärme abgeben.



Von einem Akku fürs Handy reden die hier sicher nicht, aber solche Medien eigenen sich sicher sehr gut um in Solarkraftwerken überschüssige Energie zu speichern und diese dann in der Nacht kontinuierlich wieder abzugeben. Im Moment macht man das noch mit Pumpwerken + künstlichen Stausee oder Salzspeichern.

Wer weiß wo das noch hin geht ...

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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06.07.2010 03:20 Uhr von sv3nni
 
+0 | -1
 
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frag mich ob die energie wieder so einfach freisetzbar is.

einen diamant kann man ja auch nicht ohne weiteres wieder in ein stueck kohle verwandeln
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06.07.2010 09:46 Uhr von Petaa
 
+0 | -0
 
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@globi123: Die beiden jetzt schon benutzen Arten habe ich doch beschrieben. Stausee + Turbine oder halt moderner als Salzspeicher. Die arbeiten aber logischer Weise nicht mit XeFx sondern mit Nitratgemischen.
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30.07.2010 23:20 Uhr von Anklaeger
 
+0 | -0
 
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@sv3nni Diamanten verbrennen ab 850°C: "einen diamant kann man ja auch nicht ohne weiteres wieder in ein stueck kohle verwandeln"

http://www.focus.de/...
Mit jeder einfachen Lötlampe kann man einen Diamanten in Asche verwandeln.
Meine Lötlampe schafft gut 1900°C, nötig sind nur 850°C.
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10.08.2010 00:39 Uhr von Mives
 
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hmmm: und wenn man das 50 fache an energie zum pressen braucht ist das egal, nehmen wir mal an das ding wird im weltraum eingesetzt ist doch wurst wieviel energie wir auf der erde gebraucht haben um das ding herzustellen.

die batterie ist in einem roboter der den whateverplaneten erkunden leider braucht der planet 3 jahre für eine umdrehung ergo is unser robotterchen 1,5 jahre im dunkeln ohne solarenergie. da sagt die nasa sicherlich net nach 6 monaten "so liebes robotterchen schlaf schön und gute nacht bis in einem jahr..."

es kommt auf die verfügbarkeit von energie an


und zur sprengkraft, wüsste gerne ob es seinen zustand behält, hätte kaum lust ein gehäuse wie n tanklaster mit zu schleppen nur damit mein handy nie leer geht :/ da haben wir wieder das ding mit der verfügbarkeit
ich denk aber mal schon sonst währen die wissenschaftler schon in die luft geflogen als sie die presse geöffnet hatten

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