Maritime Arsenvergiftung als Folge der Ölpest im Golf von Mexiko
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Mark Sephton vom Imperial College in London hat festgestellt, dass dem Golf von Mexiko als Folge der Ölpest nun auch eine Arsenvergiftung droht. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler durch laborgestützte Experimente mit erdölhaltigem Meerwasser.
Im Normalfall wird das giftige Arsen durch bestimmte Sedimentgesteine gefiltert beziehungsweise gebunden. Sephton analysierte im Labor die natürliche Filterfunktion des Sediments "Goethit" indem er dessen Bindungsfähigkeit maß, welche auf geringen Unterschieden in der elektrischen Ladung basiert.
Es zeigte sich, dass das Erdöl eine schwer durchdringbare Schicht auf den Sedimenten bildet. Zusätzlich gleicht es die zur Bindung notwendigen Ladungsunterschiede aus. Als Folge der Ölpest droht daher eine Anreicherung von Arsen im betroffenen Gebiet und damit auch die Kontamination der Nahrungskette.