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Nach Wahldebakel: Schuldzuweisungen bei Schwarz-Gelb

Nach der Präsidentenwahl muss die deutsche Regierungskoalition sich an die Auswertung der Ereignisse bei der Wahl machen.

Christian Wulff hätte rechnerisch schon im ersten Wahlgang gewinnen müssen. So muss es in CDU und FDP Abweichler gegeben haben, die für den Gegenkandidaten Joachim Gauck stimmten.

Die Unionsfraktion nannte den Wahlverlauf eine Blamage, der sächsische FDP-Chef Zastrow eine "Lehrstunde der Demokratie." Drei sächsische FDP-Abgeordnete hatten wie angekündigt Gauck gewählt. Die unangekündigten Gegenstimmen wirft die FDP den CDU-Abgeordneten vor.


WebReporter: Truman82
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, FDP, Schwarz-Gelb, Bundespräsidentenwahl
Quelle: www.dnews.de

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01.07.2010 09:44 Uhr von Maverick Zero
 
+6 | -4
 
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Verständnisproblem: Ich verstehe hier absolut nicht, wo hier von einem "Debakel" gesprochen werden kann.

Es wurden mehrere Kandidaten aufgestellt und ein jeder wählt den, der am kompetentesten erscheint, etc...
Was ist denn so katastrophal schlimm an "Abweichlern"?
Ich fände es bedeutend schlimmer, wenn alle wie die Schafe einer Person hinterher rennen würden. Dann könnten wir uns die 1200 Personen sparen die sich dort versammeln und die Parteichefs alleine abstimmen lassen.
Dann brauchen wir solche Konzepte wie Demokratische Wahlen und derart nicht mehr....
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01.07.2010 09:54 Uhr von shathh
 
+17 | -0
 
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Maverick: Du verstehst nicht ganz:
Normale Menschen wählen nach ihrem besten Wissen und Gewissen. Man wählt den Kandidaten, den man für fähig hält, das Amt angemessen zu vertreten.

In der Politik läuft das anders.
Da werden "Abweichler" mit Kopfjägern gesucht; man muss für den Kandidaten abstimmen, den die eigene Partei vorschlägt.
Wer jemanden anders wählt muss um seine politische Karriere bangen.

Ich kann Horst Köhler mittlerweile sehr gut verstehen.
Das durchaus ehrenvolle Amt des Bundespräsidenten ist zum Parteien-Kamerakasper-Amt verkommen.

Ich, als mündiger Bürger, hätte mir einen Bundespräsidenten gewünscht, der Deutschland würdevoll vertritt und die moralische Instanz der Politik ist.
Mit Wulff sollte eine Galleonsfigur der CDU ins Amt gehoben werden. Ein leuchtender Fels in der Brandung für die angeschlagene Koalition.

Herr Wulff wurde nicht gewählt, weil man ihn für besonders fähig hielt, sondern weil er konform geht mit dem Parteiprogramm.
Gauck wurde von der Opposition als einzig ehrlicher und "besserer" Präsident hochgelobt. Im Endeffekt ist er ein Wulff in Rot.

Die Misere dieser Bundespräsidentwahl, die ihren Ursprung nun nicht erst bei der heutigen Wahl findet, ist bezeichnend für die realitätsferne und vorallem vertrauenslose Politik der heutigen Zeit.
Anstatt das ohnehin stark angeschlagene Image des Politikers und vorallem das der Parteien wieder mit Vertrauen seitens der Bevölkerung stärken zu wollen, kümmert sich die komplett politische Landschaft lieber um das eigene Wohlbefinden.

Wer sich dann die SPD ansieht, die nach dem 2. Wahlgang weinend zur Linkspartei läuft und um Stimmen bittet - ja, die Linkspartei, von der man seit Monaten.. ja sogar Jahren nichts wissen will und die man öffentlich zu genügend Anlässen regelmäßig diffarmiert - , der weiß nicht mehr, ob er lachen oder weinen soll.

Horst Köhler hat ausgesprochen, was viele Bürger so oder so ähnlich denken.
Respekt, Moral und Vertrauen sind dieser Regierung abhanden gekommen und eine derart misslungene (in jederlei Hinsicht) Bundespräsidentwahl, sowie ein Jürgen Rüttgers, der auf seiner letzten Sitzung noch ihm nahestehende Personen befördert, haben einmal mehr die Meinung des einfachen Menschen bestätigt:
Politik findet ohne ihn statt.

[ nachträglich editiert von shathh ]
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01.07.2010 09:56 Uhr von GLOTIS2006
 
+2 | -1
 
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Roman Herzog: Roman Herzog sagte gestern in einem Interview auf die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn der BP direkt vom Volke gewählt würde, dass es dann zu einem Missverhältnis zwischen den Kompetenzen des BP und seiner Legitimation käme. So sehe ich das auch. Zwischen den Zeilen habe ich seine Wortwahl auch so verstanden, dass er sich ein deutlich höheres politisches Gewicht des BP wünscht als einen Gegenpol zum Kanzler.
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01.07.2010 09:59 Uhr von chip303
 
+5 | -0
 
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Lustig da ja GEHEIM mit verdeckten Stimmzetteln gewählt wurde... trotzdem weiß jeder genau, was sein Nebenmann gewählt hat...
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01.07.2010 10:04 Uhr von Johnny Cache
 
+7 | -0
 
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Das eigentliche Debakel: Da gibt es also Leute welche für uns, das Volk, den Bundspräsidenten, also das höchste Amt, wählen sollen und selbstverständlich machen sie es wie alles vom Parteibuch abhängig. Das ist natürlich völliger Schwachsinn, aber nicht anders zu erwarten.
Was IMHO wirklich erschreckend ist, ist die Tatsache daß von Wahlgang zu Wahlganz unterschiedliche Ergebnisse heraus kommen. Im Endeffekt haben wir also unter diesen Nasen Leute, deren Meinung sich ohne jeden Grund innerhalb von wenigen Minuten ändert... DAS ist erschreckend!

Normale Menschen treffen eine Entscheidung und leben damit. Wer das als Vertreter des Volkes nicht kann hat wirklich seinen Beruf verfehlt.
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01.07.2010 10:09 Uhr von Alh
 
+9 | -0
 
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Richtig! Das ist ein rabenschwarzer Tag für die Demokratie gewesen. Apropos Demokratie, wir haben seit geraumer Zeit gar keine mehr.
Denn, wenn ein Kandidat beim ersten Mal nicht gewählt wird, gehört der normalerweise weg und ein neuer aufgestellt.
Aber unsere Volksvertreter machen sich ihre Welt wie sie ihnen gefällt und wählen solange, bis der von ihnen gewünschte Kollege, die nötigen Stimmzahlen hat.
Wenn unsere Situation in D nicht so todernst wäre, wäre diese Aktion gestern nur noch zum Lachen gewesen.
Und all die tausenden die abgestimmt haben, werden von uns bezahlt. Wir bezahlen alle fürs Nichtstun, fürs dumm rumsitzen und für sinnloses Geplapper. So kanns nicht weitergehen.
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01.07.2010 10:13 Uhr von GuruRoach
 
+4 | -0
 
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Der BP ist eigentlich von der Idee her über den Parteien stehend, wird aber von der jeweils herrschenden Partei gewählt... das kann sich nicht ausgehen. Die einzige Lösung für dieses Dilemma ist tatsächlich die Direktwahl durch das Volk. Nur ein direkt gewählter und stärkerer BP könnte allzu chaotische Auswüchse unserer Parteien-Demokratie abfangen.
Wenn 34 % der Gesellschaft mit dem Programm einer Partei konform gehen und 15% mit dem davon unterschiedlichen Programm einer anderen, und diese beiden dann zusammen eine Politik machen die nicht mal mehr den eigenen Anhängern gefallen kann und die Regierung bereits komplett das Vetrauen nicht nur der Hälfte der Bevölkerung verloren hat die diese Partei eh nicht gewählt hat, sondern auch das Vetrauen der EIGENEN Wähler ( siehe FDP unter 5% ), ist irgendwo dringend eine Bremse nötig, die in diesem Fall die Regierung heimschicken und Neuwahlen veranlassen kann. ( Verdammt, ist das ein langer Satz... )

[ nachträglich editiert von GuruRoach ]
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01.07.2010 10:28 Uhr von fallobst
 
+2 | -0
 
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@ gururoach: das mit dem bp hast du recht, er sollte auch weiterhin die repräsentative rolle haben und eben nicht wie von vielen gewünscht oder gedacht aktiv politik machen. weimarer verhältnisse brauchen wir sicherlich nicht, auch wenn viele politiker (gewollt oder ungewollt) unsere gesellschaft anscheinend dahin treiben.

aber neuwahlen wird es über kurz oder lang geben, weil ja die mehrheit im bundesrat fehlt und somit wegen (ideologischer) blockade durch die opposition nichts wichtiges mehr beschlossen werden kann. es folgt gewissermaßen ein stillstand, der niemals gut ist, da auf probleme nicht reagiert werden kann. entweder die merkel wird dass die nächsten 3 jahre aussitzen oder wohl eher irgendwann neuwahlen anstreben.

das schlimmste ist dieser stillstand, der auch vorher schon bei schwarz/gelb geherrscht hat. nix mit reformen, vereinfachung der steuerabgaben etc.
und dafür mache ich in erster linie noch nicht mal den arroganten hampelmann westerwelle verantwortlich, sondern die regierungschefin. mucksmäuschenstill sein löst keine probleme und bringt nichts voran. da wünscht man sich ja glatt den faust-auf-den-tisch-schlag-gerd zurück...
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01.07.2010 10:32 Uhr von Marius2007
 
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Dnews Einfach zum Weglachen die Neuigkeiten von Dnews das sowas vom Deutschen Presserat nicht gesperrt wird ;)
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01.07.2010 10:40 Uhr von kingoftf
 
+4 | -0
 
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Ich: wäre ja beim nächsten mal für eine basis-demokratische Wahl.

RTL:

DSDSP

Deutschland sucht den Super Präsi
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01.07.2010 10:40 Uhr von strausbertigen
 
+5 | -0
 
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Die gehören alle: in den Knast diese Volksverbrecher, Lügner und Lobbyisten....da können die dann in Ruhe ihren Oberdeppen wählen. Hauptsache wir haben unsere Ruhe. Ich hoffe der Tag kommt bald wo man wie bei der WM mit der Deutschlandflagge und zu Millionen vor den Reichstag rennt und denen zeigt wo der Hammer hängt...dieses Land muss wirklich von dieser Parteiendiktatur befreit werden...wir brauchen Demokratie vom Volk und keine verlogenen Parteien die uns hier in die Kacke reiten und uns abzocken bis keiner mehr stehen kann. WEG mit denen und zwar schnell!!!
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01.07.2010 12:11 Uhr von HaploX1
 
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@H311dr1v0r: Hmm.. wenn alle Raus sollen, die man unter ´Verlogenes Pack´ ablegt, dann müßten wir wahrscheinlich ALLE Politiker raus werfen. Von wegen: Vor der Wahl : JA, Wir Werden Das Und Das Machen! und dann direkt nach der Wahl: ja das haben wir doch gar nicht so gemeint, wir wollten ja eigentlich.. bla blubb, bla blubb.
Obwohl.. wenn man ALLE rauswirft und dann einmal wirklich von Grund auf neu anfängt.. *träum*
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01.07.2010 12:29 Uhr von Nr.47
 
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tolle demokratie: solange wählen bis einem das ergebnis passt.

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